"Feuer, wie es die Welt noch nicht gesehen hat!": Droht Trump mit Atomkrieg?

Ist ein Krieg noch zu verhindern? Nachdem US-Präsident Donald Trump Nordkorea mit scharfen Warnungen drohte, kündigte das Land nun an, seinerseits angreifen zu wollen.

Was ist passiert?

Der Ton in der Krise um Nordkorea ist schärfer geworden - deutlich! Auslöser waren Drohungen, die Trump Richtung Nordkorea ausgesprochen habe: Das Land müsse mit "Feuer, Wut und Macht, wie die Welt es so noch nicht gesehen hat" rechnen, wenn es seinen bisherigen Kurs fortsetze.


Nordkorea antwortete umgehend: Das Militär schließe einen eigenen Angriff auf die US-Insel Guam nicht mehr aus und könne eine entsprechende Attacke "jederzeit" ausführen, sobald Staatsoberhaupt Kim Jong-un das Kommando gibt. 


Warum diese plötzliche Eskalation?

Norkorea ist bei der Entwicklung seines Atomprogramms weiter fortgeschritten, als bisher angenommen. Angeblich ist das Militär in der Lage "Mini-Atomsprengköpfe" auf Raketen zu installieren. Dieser Schritt macht die Sicherheitslage in der Pazifik-Region äußerst unsicher. Trump hatte offenbar die Hoffnung, das Problem zu lösen, indem er einfach mal besonders ernst droht.


"Mini-Atomsprengköpfe"? Droht wirklich ein Atomkrieg?

Ganz sicher ausschließen kann man es an diesem Punkt tatsächlich leider nicht - die Staatschefs Trump und Kim Jong-un sind beide sehr impulsiv, und niemand weiß, wie es um das Atomwaffenprogramm Nordkoreas tatsächlich steht. Aber dass wir davon zum Glück noch weit entfernt sind, zeigt sich allein schon daran, dass die bedrohte Insel Guam keinen veränderten Gefahrenstatus hat. 


Kann denen mal einer sagen, dass sie mit ihren Drohungen die ganze Welt gefährden?

Das passiert schon: In den USA waren beide großen Parteien sichtlich irritiert von Trumps Äußerungen. Zustimmung gab es von keinem namhaften Politiker - Kritk hingegen massenweise, auch von Trumps Parteifreunden. Und auch Kim Yong-un dürfte klar sein, dass ein Atomkrieg gegen die USA sein Land wohl komplett vernichten würde.


Also: Kein Grund zur Sorge?

Angespannt ist die Lage auf jeden Fall, und es ist schwer zu erkennen, wie die nächsten Schritte aussehen werden. Vermutlich handelt es sich aber in erster Linie um klassisches Säbelrasseln von beiden Seiten, um bei neuen Verhandlungen miteinander möglichst stark auszusehen. Interesse an einem echten Krieg, zumal mit Atomwaffen, haben wohl beide Länder auf keinen Fall. Das zeigt sich auch daran, dass Trump schon wenige Stunden später auf Twitter über ganz andere Dinge redet, die "Versagerzeitung" New York Times attackiert, und einem Senator den Rücken stärkt:


Das klingt alles weniger nach einem Präsidenten, der einen Atomkrieg vorbereitet - und eher nach einem Trump, der gerne mal vor der Kamera arg übertreibt, ohne die Folgen im Blick zu haben.

heh
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