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Öko-Test So erkennst du gutes Eis sofort

Öko-Test: Eis
© CoolR / Shutterstock
Lust auf ein Eis auf die Hand? Dabei solltest du genau hinschauen: Öko-Test verrät die Tricks der Eisdielen – und woran du gutes Eis erkennst.

Lust auf ein Eis? Als willkommene Erfrischung, kühler Snack oder süßes Dessert gehört die Kugel Eis zum Sommer wie der Strand zum Meer. Ein paar Sonnenstrahlen und das Lieblingseis in der Hand reichen schon aus, um uns endlich Urlaubsgefühle zu schenken. Doch was, wenn mit dem ersten Schlecken die Ernüchterung kommt? Eiscreme kann noch so gut aussehen, um sich dann doch als künstliche Enttäuschung herauszustellen. Um uns diese zu ersparen, gibt Öko-Test nun ein paar Tipps an die Hand – und mit denen erkennen wir gutes Eis zukünftig sofort.

5 Tipps, wie du gutes Eis erkennst

Wer zum Eis-Detektiv werden will, muss sorgfältig hinschauen. Denn auf den ersten Blick sehen die Eisberge der Läden meist immer einladend ein, schließlich sind sie es, die uns erst anlocken. Doch gerade hier versteckt sich schon der erste Fehler. 

Gutes Eis versteckt sich

Riesige Eistürme, bunt verziert und kaum zu übersehen? Das muss kein gutes Zeichen sein. Vielmehr kann das Aussehen ein geschicktes Anlockmanöver sein, das vom Geschmack ablenkt. Denn gerade, wenn das Eis besonders cremig aussieht, könnte das ein Hinweis auf die Verwendung von Emulgatoren oder anderen Zusatzstoffen sein, warnt Öko-Test. Auch besonders buntes Eis deutet auf den Einsatz von Farbstoffen hin.

Weniger ist mehr

Dasselbe gilt übrigens für die Eis-Sorten. Eine große Auswahl muss nicht unbedingt auf eine große Mühe des Herstellers hinweisen – sondern kann eher ein Hinweis darauf sein, dass auf Fertigmischungen zurückgegriffen wird. Gutes Eis ist oft unscheinbar: Weniger bunt, dafür natürlich, weniger Sorten, dafür mit Liebe zubereitet. 

Ruhig mal nachfragen

"Selbst gemacht" – damit werben viele Eisdielen. Die Formulierung kann aber genauso gut heißen, dass die Sorten schlichtweg selbst mithilfe einer Pulvermischung angerührt wurden. Deswegen lohnt es sich durchaus, mal nachzufragen: Woraus besteht das Eis? Das sollten die Verkäufer wissen, denn die Zutaten sind allein schon aufgrund von möglichen Allergenen wichtig. Hier gilt: Je weniger Zutaten, desto besser. Gleichzeitig solltest du die Inhaltsstoffe verstehen – sie also nicht aus Fremdwörtern und E-Nummern bestehen. Werden hingegen frische Milch, Früchte und Gewürze genannt, ist das ein gutes Zeichen. 

Lieber Eiscreme statt Eis

Eis oder Eiscreme? Diese Bezeichnungen sind tatsächlich keine Synonyme, sondern geben dir wertvolle Auskunft darüber, wie hochwertig das Produkt ist. Für Speiseeis gelten die Leitsätze des Deutschen Lebensmittelbuchs. Demnach dürfen bei "Eis" auch pflanzliche Fette enthalten sein, "Eiscreme" soll hingegen mindesten zehn Prozent Milchfette beinhalten. Am besten sind die Bezeichnungen "Milcheis" und "Fruchteis" – die für jeweils 70 Prozent Milch oder mindestens 20 Prozent Früchte stehen. Aber Vorsicht: Die Leitsätze sind noch freiwillig. Auch hier lohnt die einfache Frage, wie viel Obst denn wirklich drin steckt.

Der Blick hinter die Theke

Zuletzt gilt: Auch wenn das Eis die Augen auf sich zieht – wage einen Blick hinter die Theke. Kleine Details geben dir Auskunft darüber, wie es um die Hygiene des Ladens steht. Und die ist bei Eis nicht unerheblich. Sind Kleidung, Thekenumgebung und Waffelbehälter sauber? Wie wird der Eislöffel gereinigt? Wird nicht auf Sauberkeit geachtet, kann auch das Eis Keime enthalten – und die verderben nicht nur den Geschmack, sondern auch den Magen.

mjd

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