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Ola Electric 10.000 neue Mitarbeiterinnen: In dieser Fabrik schmeißen nur Frauen den Laden

Ola Electric: Arbeiterin mit Schutzhelm
© StudioByTheSea / Shutterstock
Der indische Elektro-Roller-Hersteller Ola Electric eröffnet eine neue Fabrik: Betrieben wird sie nur von Frauen. 10.000 Mitarbeiterinnen stellt das Startup dafür ein.

Im indischen Bundesstaat Tamil Nadu zieht das Unternehmen Ola Electric eine neue Fabrik hoch, in der Elektro-Roller hergestellt werden sollen. Das Besondere an der "Futurefactory" wird jedoch die Belegschaft sein: Dort werden nach Angaben des Unternehmens nur Frauen eingestellt. Insgesamt werden es mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen sein. Das verkündete einer der Gründer des Startups, Bhavish Aggarwal, in einem Blogeintrag.

Damit soll die Fabrik die weltweit größte Produktionsstätte sein, in der nur Frauen arbeiten – und die einzige dieser Art in der Automobilindustrie. Ola Electric habe signifikant investiert, um die Frauen auszubilden, schrieb Aggarwal: "Sie werden für die gesamte Produktion jedes einzelnen Fahrzeugs verantwortlich sein."

Frauenförderung könnte Bruttoinlandsprodukt steigern

Damit will das Unternehmen ein großen Schritt zu einer inklusiveren Belegschaft und zu mehr wirtschaftlichen Möglichkeiten für Frauen tun. Frauen solche Chancen zu bieten, verbessere nicht nur ihre eigene Lebensqualität, betonte Aggarwal in dem Blogpost: Eine Studie zeige, dass die Gleichberechtigung von Frauen am Arbeitsplatz das Bruttoinlandsprodukt in Indien um 27 Prozent steigern könne.

Der Bau der Fabrik soll Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein. Dann sollen dort jährlich zehn Millionen Elektro-Roller produziert werden. In dieser Woche nahmen die ersten Frauen in der Fabrik ihre Arbeit auf. Bisher war das Unternehmen lediglich auf dem indischen Markt aktiv. Das erklärte Ziel von CEO Aggarwal ist es, dass bis 2025 alle in Indien verkauften Zweiräder elektrisch betrieben sein sollen.

In diesem Sommer hat Ola Electric, das in einigen Medien schon mit Tesla verglichen wird, erstmals einen Roller vorgestellt, der auch exportiert werden soll. Wegen technischer Probleme wurde der für vergangene Woche geplante Verkaufsstart allerdings verschoben.

Quellen: "Ola Electric" / "Bloomberg"

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei stern.de.

epp/stern

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