Mutige Entscheidung: Angelina Jolie lässt sich Eierstöcke entfernen

Nach den Brüsten hat Angelina Jolie sich nun auch die Eierstöcke entfernen lassen - präventiv, um eine Krebserkrankung zu verhindern.

Sich die Eierstöcke entfernen zu lassen, hat Folgen. Nicht nur, dass der Eingriff unangenehm und schmerzhaft ist, er stellt auch eine wichtige Weiche für die Zukunft: Ab sofort ist es nicht mehr möglich, eigene Kinder zu bekommen.

Daher gehen Frauen diesen Schritt meistens nur, wenn er medizinisch notwendig ist, etwa bei einer Krebsdiagnose. Angelina Jolie wollte solch einer Diagnose zuvorkommen: Sie hat ihre Eierstöcke entfernen lassen, um eine Krebserkrankung zu vermeiden.

Risikofaktor erbliche Vorbelastung

Schon vor zwei Jahren machte Jolie mit einer Operation Schlagzeilen: Angelina ließ sich die Brüste amputieren, um ihr Brustkrebs-Risiko drastisch zu senken.

In beiden Fällen geht es nicht um die Hysterie eines durchgeknallten Hollywoodstars, sondern um eine sehr nüchterne Wahrscheinlichkeitsrechnung: Angelina ist genetisch vorbelastet und hat ein sehr hohes Risiko, an Brust- und Eierstockkrebs zu erkranken. "Ich habe meine Mutter, Großmutter und Tante an den Krebs verloren", schrieb sie in der New York Times über den erneuten Eingriff. "Ich wollte, dass andere Frauen in der Risikogruppe wissen, welche Möglichkeiten sie haben."

Schockmoment: Erste Anzeichen von Krebs?

Geplant hatte die Schauspielerin den Eingriff schon länger, aber vor zwei Wochen geschah etwas, das Jolie sofort handeln ließ: Ein Routine-Bluttest kam auffällig aus dem Labor zurück. Nichts Hochdramatisches, keine Krebsdiagnose - nur ein paar Werte, die erstaunlich hoch waren, und der Hinweis, genauer checken zu lassen, ob die ersten Anzeichen eines Tumors vorliegen.

"Wahrscheinlich kein Krebs" ist natürlich trotzdem keine beruhigende Diagnose. "Ich machte das durch, was vermutlich Tausende von anderen Frauen gefühlt haben. Ich habe mich gezwungen, ruhig zu bleiben, stark zu bleiben und mir klar zu machen, dass es keinen Grund gibt zu denken, dass ich nicht mehr lange genug leben sollte, um meine Kinder und Enkelkinder heranwachsen zu sehen", beschreibt Jolie die ersten Momente nach dem Befund.

"Wissen ist Macht"

Die Folgeuntersuchungen ergaben glücklicherweise, dass keine Anzeichen für einen Tumor vorlagen. Jolie war dennoch entschlossen, schnellstmöglich ihre Eierstöcke entfernen zu lassen: "Meine Ärzte empfahlen, die Operation durchführen zu lassen, wenn ich zehn Jahre jünger bin, als meine Familienmitglieder bei ihrer ersten positiven Diagnose. Bei meiner Mutter wurde der Krebs mit 49 festgestellt. Ich bin 39." Der Eingriff verlief ohne Komplikationen - nun befindet sie sich in künstlich erzeugten Wechseljahren und wird mit Hormon-Ersatzmedikamenten behandelt.

Für Jolie war die Entscheidung klar - aber sie soll nicht als der "einzig richtige" Weg wahrgenommen werden, wie man mit einer genetischen Anfälligkeit für Krebs umgehen sollte. "Es ist nicht leicht, diese Entscheidungen zu treffen. Aber es ist möglich, die Kontrolle zu übernehmen und jedes gesundheitliche Problem direkt anzugehen", so ihr Fazit. "Du kannst dich beraten lassen, die verschiedenen Wege und Möglichkeiten kennenlernen und dann die Entscheidungen treffen, die für dich die besten sind. Wissen ist Macht."

heh
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