Organspende: Bundestag stimmt GEGEN Widerspruchs-Lösung

Werden wir künftig alle automatisch Organspender? Diese Entscheidung wurde am heutigen Donnerstag im Deutschen Bundestag diskutiert – und abgelehnt.

Lebenswichtiges Thema, große Debatte: Der Deutsche Bundestag hat am heutigen Donnerstag entschieden, wie es künftig mit der Organspende weitergeht.

Dabei hat sich das Parlament deutlich gegen den Vorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn ausgesprochen, der alle zum Organspender machen wollte, die nicht selber widersprechen. Nach emotionaler Debatte waren 379 Abgeordnete dagegen und 292 stimmten für Spahns Vorschlag.

Worum ging's?

Der Bundestag hat entschieden, ob die so genannte Widerspruchslösung kommt. Die hätte bedeutet: Jeder Bundesbürger wäre erstmal Organspender, wenn er nicht widerspricht. Bislang läuft's genau andersrum: Um Spender zu werden, muss man explizit den Wunsch äußern, zum Beispiel durch einen Organspendeausweis.

Eine alternative Lösung war, dass wir zwar nicht automatisch Spender werden würden, dafür aber bei Gängen zum Amt jedes Mal gefragt werden würden. Die Idee: Wer seinen Personalausweis verlängert bekommt Infomaterial zum Thema Organspenden und kann sich direkt online als Spender registrieren lassen. Für diesen Vorschlag haben sich die Parlamentarier letztlich entschieden.

Warum gibt's Streit um das Thema?

Die Debatte um die Organspende wird hochemotional geführt – und das seit Monaten. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist dafür, dass alle automatisch Spender werden, wenn sie nicht widersprechen. Hintergrund: In Deutschland werden wesentlich mehr Organe benötigt, als es Spender gibt, weshalb noch immer viele Menschen sterben, weil sie kein Spenderorgan bekommen.

Andere Politiker – darunter Grünen-Chefin Baerbock und Linken-Chefin Kipping – finden, dass uns Bürgern durch diese Maßnahme zu viel Entscheidungsfreiheit genommen würde. Deswegen plädieren sie für die Lösung, die vorsieht, dass wir regelmäßig befragt werden.

Spenderherz

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Wann werden die Änderungen wirksam?

Wie es mit der Organspende weitergeht, wird zwar heute entschieden – aber bis alle Gesetze auf dem Weg sind und alle bürokratischen Hürden genommen sind, wird noch einige Zeit vergehen. Beide Lösungen würden wohl nicht vor 2022 wirklich umgesetzt werden.

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verwendete Quellen: Welt.de, Spiegel Online

fm
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