Waffen-Debatte: Melania stellt sich gegen Donald

Ob das den Donald freut? Melania Trump hat sich zum Thema Waffengewalt geäußert – nicht unbedingt im Sinne ihres Gatten.

Zuspruch von ungewohnter Seite für Waffenkritiker in den USA: Ausgerechnet die First Lady sagte der aus dem Parkland-Massaker entstandenen Schülerbewegung Unterstützung zu. Melania Trump, die sich nur selten öffentlich zu politischen Themen äußert, pochte auf die Verantwortung der Erwachsenen gegenüber Jugendlichen.

Erste Wortmeldung seit langem – dafür deutlich

Melania kommentierte damit erstmals das Attentat in der Marjory Stoneman Douglas High School in Florida. Am 14. Februar hatte dort ein 19-Jähriger um sich geschossen und 17 Menschen getötet. Seitdem demonstrieren Überlebende ebenso wie Unbeteiligte für schärfere Waffengesetze. Der Täter hatte mit einer halbautomatischen Waffe gefeuert.

Die First Lady hatte sich in den vergangenen Monaten nur selten in der Öffentlichkeit gezeigt, geschweige denn aktuelles politisches Geschehen kommentiert. Umso deutlicher interpretieren Beobachter jetzt ihre Worte.

Bei einem Treffen mit Ehepartnern der US-Gouverneure bezeichnete die First Lady das Massaker von Parkland als "sinnlosen Akt". "Als Elternteil kann ich mir nicht vorstellen, welche Trauer eine solche Tragödie mit sich bringt", sagte die First Lady in ihrer rund dreiminütigen Ansprache. "Und ich hoffe und weiß, dass wir uns alle fragen, was wir tun können, um zu helfen."

"Sie verdienen unsere Stimme"

Weiter sagte Melania: "Es ermutigt mich, zu sehen, dass Kinder im ganzen Land ihre Stimme erheben, um Veränderung zu bewirken." Damit sprang sie klar den gegen die Waffengewalt protestierenden Schülern zur Seite. "Sie sind unsere Zukunft und sie verdienen eine Stimme."

Ihr Mann Donald hatte nach dem Massaker zunächst angekündigt, die Waffengesetze nicht verschärfen zu wollen. Darauf reagierten Schüler mit Wut und Empörung. Melanias Äußerungen verstehen die Waffenkritiker nun als Unterstützung ihres Anliegens – und als klare Positionierung gegen Präsident Donald. So betonte die First Lady, nur wenn alle zusammenarbeiten, könne es "positive Veränderungen für unsere Kinder und ihre Zukunft" geben.

Der Trump'schen Ehe dürfte diese Rede indes weiteren eisigen Wind bescheren. Wie in Washington gemunkelt wird, steht es um den Haussegen der First Family nicht zum Besten. Melanias klare Worte dürften nun nicht gerade zur Versöhnung beigetragen haben …


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