Tierschützer grillen Hund in deutscher Fußgängerzone

Dieser Anblick ist schwer zu ertragen: Ein Hund liegt auf einem Grillrost, nur am Kopf hat er noch Fell. Was steckt hinter dieser perversen Barbecue-Aktion? Ausgerechnet Tierschützer haben den Grill aufgestellt! 

Der Grillmeister trägt eine Schürze, eine schwarze Kappe und einen Vollbart. Er hat eine Grillgabel in der Hand und steht mitten in der Fußgängerzone am Rost. Auf dem Grill liegt – ein HUND!

Dieser Anblick ist für die Passanten schwer zu verdauen: Der beste Freund des Menschen – kross gegrillt und als Snack angeboten? Keine Sorge: Der Hund auf dem Grillrost ist nicht echt, sondern nur eine Attrappe. Und der scheinbar barbarische Grillmeister ist ein echter Tierschützer von PETA Deutschland.

Das steckt hinter der Aktion

Die Aktivisten wollen mit dem krassen Anblick zum Umdenken bewegen. Schockierte Passanten fragen sie: "Wenn Sie keinen Hund essen würden – warum essen Sie dann ein Schwein?"

Mit ihrem Hunde-Grill tourt PETA aktuell durch deutsche Innenstädte, will am Freitag bei einem Barbeque-Festival an den Hamburger Landungsbrücken für Aufsehen sorgen. Die Tierschützer wollen mit ihrer Aktion darauf aufmerksam machen, "dass Schweine, Hühner und Kühne ebenso wenig auf den Grill gehören wie Hunde und Katzen."

"Kein Unterschied zwischen Rind und Hund"

„Es macht keinen Unterschied, ob das Fleisch auf unseren Tellern von einem Huhn, Rind oder Hund stammt – denn alle Tiere leiden gleich“, so Jens Vogt, Aktionskoordinator bei PETA. „Mit unserer Aktion appellieren wir an das Mitgefühl der Menschen und möchten sie dazu animieren, anstelle der zerstückelten Teile einer Tierleiche lieber Gemüse oder Fleischalternativen auf den Grill zu legen.“

Die Tierschützer prangern an, dass jedes Jahr in Deutschland 800 Millionen Tiere getötet werden, um sie zu essen. Wer zum Veganer würde, könne mindestens 50 Tieren pro Jahr das Leben retten, argumentieren die Aktivisten.

Wie viele Passanten sie mit ihrer "Schock-Therapie" zum Umdenken bewegen können, ist unklar. Auch wenn die Reaktion bei den meisten zunächst blankes Entsetzen ist, werden die meisten von ihnen wohl schon am kommenden Wochenende wieder Fleisch auf den Grill legen …

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