roleUP! - eine Webserie über weibliche Vorbilder

Eine Filmemacherin aus Hamburg porträtiert weibliche Vorbilder aus IT, Sport, Kunst und Kultur - und sucht im Netz Unterstützung.

Was will ich mal werden?

Susanne Harnisch fordert: "Level up your role models!"

Diese knifflige Frage plagt Generationen von jungen Frauen. Während die einen das Glück haben, bereits in der Kindheit in einem bestimmten Bereich gefördert zu werden, kommen andere erst viel später, oft zufällig, mit einer Leidenschaft in Berührung, die sie später zum Beruf machen. Susanne Harnisch will diesem Prozess mit ihrer Webserie "roleUp!" auf die Sprünge helfen. Einen Tag lang wird sie ihre Protagonistinnen aus IT, Naturwissenschaft, Kunst oder Sport begleiten und von ihrem Werdegang erzählen.

BRIGITTE: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine Webserie über weibliche Vorbilder zu entwickeln?

Susanne Harnisch: Den Schlüsselmoment hatte ich, als ich mit zwei Extrem-Einradfahrern auf einer ihrer Touren unterwegs war. Wie so oft war der Mann relativ bekannt und hatte Sponsoren-Verträge, während die Frau nebenbei arbeiten musste, um sich das Hobby überhaupt finanzieren zu können. So kam ich auf die Idee, ein Porträt nur mit ihr zu filmen, um auf sie aufmerksam zu machen. Zusätzlich begann ich in Hamburg, Networking-Veranstaltungen zu besuchen, bei denen ich Frauen mit unterschiedlichsten Karrieren traf. Dabei fand ich besonders die "Nerds" spannend, die sich schon immer für Technik interessiert haben. So kam eins zum anderen und ich wollte unbedingt mit diesen Frauen eine Serie produzieren.

BRIGITTE: Was wollen Sie mit Ihrer Serie erreichen?

Susanne Harnisch: Ich möchte den Frauen eine Aufmerksamkeit verschaffen, die sie bisher nicht in dem Maße bekommen haben. Und es geht natürlich auch darum, Mädchen und Frauen andere Vorbilder zu präsentieren als diejenigen, die sie aus ihrem Umfeld kennen.

BRIGITTE: Wer ist Ihr persönliches Vorbild?

Susanne Harnisch: Ganz klassisch: meine Mutter und meine Oma. Ich habe das große Glück, dass ich aus einer Familie mit breit gestreuten Interessen komme. Meine Oma war Choreographin für klassisches Ballett, meine Mutter ist Elektrotechnik-Ingenieurin. So wurde ich von Kindheit an gefördert – und das in verschiedenste Richtungen.

BRIGITTE: Abgesehen von der Extrem-Einradfahrerin Stephanie Dietze – wen wollen Sie noch porträtieren?

Susanne Harnisch: Als Nächstes plane ich ein Porträt mit Nela Quandt, die gerade ihr erstes Unternehmen gegründet hat und in Bosnien nachhaltig und fair produzierte Holzmöbel und Spielzeug vertreibt. Danach werde ich eine VJane porträtieren, die ganz verrückte Licht-Kunst macht. Darauf freue ich mich besonders.

Text: Lisa van Houtem

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