Rape-axe: Kondom mit Zähnen

Die Südafrikanerin Sonette Ehlers hat ein Anti-Vergewaltigungs-Kondom erfunden, das sich schmerzhaft in das Geschlechtsteil des Täters bohrt. Im Oktober soll Rape-axe auf den Markt kommen.

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Rape-axe: Kondom mit Zähnen

Sie ist eine Urangst des Mannes: Die Vagina mit Zähnen. Sigmund Freud gab diesem Symbol für Kastrations-Panik sogar einen lateinischen Namen: Vagina dentata. In Zukunft könnte der Mythos für einige Männer zur schmerzhaften Realität werden. Demnächst soll das Anti-Vergewaltigungs-Kondom Rape-axe weltweit auf den Markt kommen. Seine Waffen: Kleine, messerscharfe Widerhaken, die sich beim Eindringen im Genital des Vergewaltigers festbohren.

Denn was dem Manne in Alpträumen erscheint, ist für manche Frauen ein Traum. "Ich wünschte, ich hätte da unten Zähne", sagte einmal ein Mädchen, das vergewaltigt worden war, zu Sonette Ehlers. Dieser Satz brachte die Südafrikanerin auf die Idee, ein Utensil zu entwickeln, das im Falle einer gewissermaßen zurückschlägt. 2005 war der erste Prototyp fertig, ab Oktober 2009 soll Rape-axe in Malaysia in Produktion gehen.

Wie funktioniert Rape-axe?

Rape-axe: Kondom mit Zähnen

Ein Rape-axe besteht aus Kunststoff und funktioniert ähnlich wie ein Femidom, also ein , das wie ein Tampon in die Vagina eingeführt wird. Im Innern des Rape-axes befinden sich Widerhaken aus hartem Kunststoff. Versucht ein Mann nun, die Frau zu vergewaltigen, bohren sich die Widerhaken in den Penis. Das ist für den Mann nicht nur sehr schmerzhaft, sondern auch entlarvend: Denn die kleinen Zähnchen geben das Geschlechtsteil nicht von selbst wieder frei, erst ein Arzt kann den Vergewaltiger von Rape-axe befreien - und dann auch gleich die Polizei rufen.

Gleichzeitig schützt Rape-axe die Frau vor Schwangerschaft, Geschlechtskrankheiten und Aids. Südafrika, die Heimat von Sonette Ehlers, hat nicht nur eine der höchsten Vergewaltigungsraten der Welt (rund 50.000 werden jedes Jahr registriert), es kämpft auch massiv mit der Ausbreitung von HIV. Jede dritte Frau im Alter von 20 bis 34 Jahren ist in Südafrika mit dem Virus infiziert.

Kann sich die Frau mit Rape-axe auch selbst verletzen?

Laut Sonette Ehlers besteht für die Frau keine Gefahr, sich selbst an dem bezahnten Kondom zu verletzen. Bis zu 24 Stunden könne sie Rape-axe im Leib tragen ohne unangenehme Folgen. Auch beim Mann bleiben übrigens keine dauerhaften Verletzungen.

Und was, wenn der Vergewaltiger durchdreht und versucht, die Frau umzubringen?

Das Risiko bestehe leider bei jeder Vergewaltigung, entgegnet Sonette Ehlers auf die oft geäußerte Kritik. Doch der Moment des Schocks sei für die Frau von Vorteil: Während der Mann sich noch vor Schmerzen krümmt, könne sie die Gelegenheit nutzen und fliehen. Außerdem weist Ehlers auf den Abschreckungseffekt hin: Je mehr Frauen sich mit Rape-axe schützen, etwa wenn sie abends ausgehen oder gefährliche Gebiete betreten, desto mehr Männer würden vor einer Vergewaltigung zurückschrecken.

Die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes, die Sonette Ehlers zur Präsentation ihres Produkts nach Berlin eingeladen hat, betrachtet das Konzept von Rape-axe durchaus positiv. "Wir wissen, dass sich nachhaltig nur etwas ändert, wenn sich auch die Gesellschaft ändert", so Serap Altinisik von Terre des Femmes, "dennoch sind wir sehr gespannt, wie sich das Anti-Vergewaltigungs-Kondom auf die Gewalttäter auswirkt und ob es vorerst ein Präventionsmittel zum Schutz von Frauen vor Vergewaltigungen sein kann."

Wann Frauen Rape-axe auch in Deutschland kaufen können, ist noch nicht bekannt. Gespräche mit Vetriebspartnern laufen bereits, doch Vorrang haben zunächst die afrikanischen Länder. Sonette Ehlers hofft auf einen möglichst hohen Absatz, um den Vergewaltigungsschutz auch so günstig wie möglich anbieten zu können.

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Text: Michèle Rothenberg Fotos: www.antirape.co.za

Wer hier schreibt:

Kommentare (26)

Kommentare (26)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    So wie es jetzt aussieht wird es dieses Kondom nicht geben.

    Die Erfinderin fehlt das Geld, und sie wird von Männern in jeder Hinsicht gehindert,

    und bekommt selbst Drohungen.

    Nach meine Idee fehlt auch ein bisschen Marktdenken, und sind falsche Entscheidungen getroffen.

    Sie hat ihr Haus und Auto verkauft, um mit das Geld das Produkt zu entwickeln.

    Es war soweit fertig, und hatte auch ca 30.000 Kondome auf Lager,

    aber die hat sie ausgeteilt, während der Fußball Worldcup ein paar Jahre her in Afrika.

    Jetzt ist das Geld alle, und kann sie von vorne anfangen.

    Umsonst weggeben ist eine schöne Idee, aber es kann nicht umsonst fabriziert werden.



    Also, ohne neues Geld, und eine bessere Idee wie es auf den Markt zu bringen,

    wird es das Kondom nie geben.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Man ist noch immer dabei das Produkt weiter zu entwickeln.

    Und man sucht auch noch Investoren.

    Habe selber mit die Erfinderin gemailt.

    Ich, als Mann, finde es echt klasse das es so was geben wird.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    dann wenn er verletzt ist tötet er sie hald an stadt sie zu vergewaltigen was soll das bringen ? kein normaler mensch würde sich freiwillig ausliefern lassen ..... oder er schneidet dehn ganzen uterus heraus !! und sie verblutet
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Das mit der Selbstverteitigung ist und bleibt eigentlich nonsens. Genau so wie bei Kindern sind auch Frauen ihren Vergewaltigern in 99,9 % der fälle Physisch unterlegen.



    Ich würde da eher den kauf von Tränengas oder Elektroschockers bzw. einen Freund empfehlen.



    Ob die Frau da immer so ein Teil drin haben will wage ich zu bezweifeln.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    also ich finde es super, endlich mal was tolles für die "mist menschen" die eine so übel tat begehen.

    daumen hoch !!!

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