Heidenau: Merkel wird von Rechten ausgebuht

Endlich besucht Bundeskanzlerin Angela Merkel die Notunterkunft in Heidenau. Doch die Rechten weichen nicht zurück - und beschimpfen sie als "Volksverräterin."

Rechte verabreden sich, um den Besuch zu stören

Als Merkel in Heidenau eintraf, wurde sie mit Buhrufen begrüßt und als "Volksverräterin" beschimpft: Hunderte rechte Demonstranten und Neonazis hatten sich dazu verabredet, den Besuch der Kanzlerin in der Notunterkunft zu stören. Während Merkel mit Flüchtlingen und Helfern sprach, war im Hintergrund Autohupen zu hören.

Demonstranten riefen: "Dem deutschen Volke" und "Wir sind das Pack!" Vizekanzler Sigmar Gabriel hatte vor zwei Tagen bei seinem Besuch in Heidenau fremdenfeindliche Demonstranten als "Pack" bezeichnet. Es wird vermutet, dass die telefonische Bombendrohung in der Berliner SPD-Zentrale damit in Zusammenhang steht. Das Willy-Brandt-Haus musste gestern vorübergehend evakuiert werden.

"Beschämend und abstoßend"

Merkel bedankte sich bei allen, die sich für die Flüchtlinge engagieren und "den Hass ertragen." Begleitet von Pfui-Rufen und Pfiffen sagte sie: "Es gibt keine Toleranz gegenüber denen, die die Würde anderer Menschen infrage stellen." Die "menschliche Behandlung" der Asylbewerber sei wichtig. "Deutschland hilft, wo Hilfe geboten ist." Die rassistischen Krawalle vor der Erstaufnahmestelle verurteilte sie als "beschämend und abstoßend".

Fast 600 Flüchtlinge sind in einem ehemaligen Baumarkt in der sächsischen Kleinstadt untergebracht. Rechtsextreme hatten die Asylbewerber am Wochenende mehrfach bedroht. Bei den Krawallen wurden auch Polizisten angegriffen und verletzt, die die Unterkunft absicherten.

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