Jetzt wird's ernst! Lidl und Rewe setzen Kunden auf Diät

Ups! Wollen uns Rewe und Lidl etwa irgendetwas sagen? Schon bald sparen die Supermärkte in zahlreichen Produkten deutlich am Zucker. Und sie sind nicht die einzigen. 

Was in Großbritannien eine Steuer richten soll, nehmen bei uns die Supermärkte jetzt selbst in die Hand: Sowohl Rewe als auch Lidl werden noch in diesem Jahr den Zuckergehalt in zahlreichen Produkten ihrer Eigenmarken senken, berichtet die Wirtschaftswoche

Aber während Briten ab sofort lediglich mehr Geld für zuckerhaltige Getränke bezahlen müssen (je nach Zuckergehalt um die 25 Cent pro Liter), knöpfen sich unsere Supermärkte gleich alle Abteilungen vor – allerdings nach vorläufigen Kenntnissen so, dass Kunden dadurch nicht tiefer in die Tasche greifen müssen. 

"Wir überarbeiten jeden Joghurt"

Schon 2017 hatte der Discounter Lidl angekündigt, die Produktpalette der Eigenmarke gesünder zu machen. Bis 2025 sollen Salz- und Zuckergehalt um 20 Prozent reduziert werden. Jetzt geht's in einem ersten Schritt den Erfrischungsgetränken an den Kragen: Cola und Eistee sollen bis zu acht Prozent Zucker einbüßen.

Andere Produkte wird die Anti-Zucker-Kampagne auch in absehbarer Zeit erfassen. "Im Bereich der Molkereiprodukte überarbeiten wir derzeit jeden Joghurt", zitiert "Wirtschaftswoche" eine Lidl-Sprecherin. 

Neben Lidl hat zudem Rewe dem Zucker den Krieg erklärt. Nachdem das Unternehmen im Winter eine Aktion für mehr Zucker-Bewusstsein gestartet hatte, bei der Kunden zwischen vier unterschiedlich süßen Schoko-Puddings ihren Favoriten wählen konnten, macht es jetzt Nägel mit Köpfen: Bis Ende des Jahres sollen rund 100 zuckerreduzierte Produkte in die Regale kommen, von Müslis und Backwaren über Getränke bis zu Milchprodukten. Auf alternative Süßungsmittel will Rewe dabei nicht zurückgreifen. 

Verstärkung für Supermärkte von großen Marken 

Und die Supermärkte stehen nicht allein an der Weniger-Zucker-Front: Auch namhafte Marken wie Bahlsen, Zott, Granini und Zentis wollen den süßen Dickmacher laut Wirtschaftswoche-Bericht künftig sparsamer einsetzen. Hochgekocht war das Zucker-Problem, nachdem Foodwatch Firmen wie Coca Cola diese Woche eine Mitschuld an der Zunahme gesundheitlicher Probleme wie Diabetes, Adipositas und Herzerkrankungen zugesprochen hatte.

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sus
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