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Richtige Glücksbooster! Hunde geben in der Pandemie den größten Halt

Ein zwei Monate alter Havaneser liegt auf dem Sofa
© Alena Veasey / Shutterstock
Es heißt: Der Hund ist der beste Freund des Menschen! Eine Umfrage des Hundefutter-Experten Tails.com untermauert dieses Sprichwort jetzt. Der Hund gibt laut Umfrageergebnisse mehr Halt in der Pandemie als der/die eigene Partner:in.

In Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Appinio hat der Hundefutter-Experte Tails.com deutschlandweit 1000 Proband:innen zwischen 16 und 65 Jahren zu ihrem emotionalen Wohlbefinden in der Pandemie befragt – die eine Hälfte hat mindestens einen Hund im Haushalt, die andere lebt ohne Haustiere.

Hunde gaben ihren Besitzer:innen während der Pandemie mehr Halt als die/der Partner:in

Es ist durchaus bekannt, dass Hunde den Alltag ihrer Besitzer:innen strukturieren und ihnen damit eine gewisse Regelmäßigkeit geben. Das Spazieren gehen bei Wind und Wetter trägt ebenfalls nachweislich zu mehr Wohlbefinden und einem meist stärkeren Immunsystem bei. Ein "Hobby", das sich auch problemlos während der Pandemie weiter betreiben lässt. Hinzu kommt, dass das Streicheln eines Hundes Stress abbauen soll und der Umgang mit den Fellnasen einfach glücklich macht.

Das Ergebnis der Tails.com-Umfrage zeigt eindeutig: Hunde sind ein richtiger Glücksbooster. Denn bei der Frage: „Was hat Dir während der Corona-Pandemie Halt gegeben?“, landet der Hund bei der Gruppe der Hundebesitzer mit 75 Prozent auf Platz 1, noch vor dem/der Partner:in mit 57 Prozent. Auf Platz 3 folgen die Freunde (43 Prozent), sowie die Kinder auf Platz 4 (41 Prozent). Mit 34 Prozent landen die Hobbys auf Platz 5, der Beruf auf Platz 6 (30 Prozent), die sozialen Medien mit 22 Prozent auf Platz 7. Platz 8 belegt die Religion mit 7 Prozent.

Hundebesitzer:innen schätzen ihr Wohlbefinden 15 Prozent besser ein

Bei denen, die kein Haustier haben, war der/die Partner:in besonders wichtig in puncto Halt mit 51 Prozent. Kinder und Freunde teilen sich mit jeweils 40 Prozent Zustimmung Platz 2. Insgesamt schätzen Hundebesitzer:innen ihr Wohlbefinden rückblickend über einen Zeitraum von zwei Jahren um 15 Prozent besser ein, als Menschen, die keine Tiere haben.

"Wir mussten unsere sozialen Kontakte in den letzten Jahren stark einschränken. Die Abstandsregelungen gelten aber nicht für unsere Tiere. So leisten unsere Vierbeiner einen großen Beitrag dazu, dass wir die Pandemie mental gut durchstehen", sagt die leitende Tierärztin von Tails.com, Dr. Antonia Klaus. "Wenn wir einen Hund streicheln, tut das unserer Seele gut. Es beruhigt und nimmt das Gefühl von Gestresst-Sein. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, auch die Bedürfnisse der Hunde zu respektieren. Die Entscheidung für einen Hund sollte wohlüberlegt sein und nicht nur aus Einsamkeit getroffen werden."

In Deutschland schafften sich in der Pandemie viele einen Hund oder eine Katze an

In der Pandemie schafften sich viele Deutsche einen Hund oder eine Katze an. Denn plötzlich war durch Kurzarbeit oder Homeoffice Zeit für einen felligen Vierbeiner. In vielen Fällen war die Anschaffung aber unüberlegt. Expert:innen hatten bereits zu Beginn der Pandemie davor gewarnt, dass viele der Tiere wieder im Tierheim landen werden. Noch schlimmer: Der Drang nach einem neuen Familienmitglied hat den illegalen Welpenhandel so sehr befeuert, dass reihenweise viel zu junge Welpen nach Deutschland eingeführt wurden und elendig bei ihren neuen Besitzer:innen nach wenigen Tagen starben.

2020 wurden nach Angaben des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) im Vergleich zum Vorjahr 20 Prozent mehr Hunde gekauft, so der "Spiegel". Die Befürchtung der Expert:innen: Sobald die "Normalität" zurückkehrt, landen die "Corona-Welpen" aus Zeitmangel oder Überforderung wieder im Tierheim – was zum Teil bereits Ende 2021 eingetreten ist.

Ein Hund ist eine Entscheidung fürs Leben. Es gibt selbstverständlich Situationen, in denen einem nichts anderes übrig bleibt, als sich von seinem Hund zu trennen. Zeitmangel aufgrund der Rückkehr ins Büro oder Überforderung, weil man sich vorher nicht hinreichend informiert hat, sind keine Gründe.

Verwendete Quellen: tails.com, presseportal.de, spiegel.de

slr Brigitte

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