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Alle Filialen müssen schließen! Beliebte Schuhkette macht dicht

Runners Point: Eine Wand voller Sportschuhe in einem Schuhladen
© Dmitri Ma / Shutterstock
Schlechte Nachrichten, vor allem für Sportsfreunde: Der US-amerikanische Handelskonzern Foot Locker nimmt eine seiner beliebtesten Schuhketten vom Markt ...

Viele Läufer*innen kennen die Prozedur beim Kauf neuer Laufschuhe: Probelaufen auf dem Band mit anschließender Videoanalyse der Fußstellung und professioneller Beratung, welches Modell den verkorksten Laufstil am besten auffängt. Eine der ersten Ketten, die diesen Service in Deutschland angeboten hat, ist Runners Point, Tochter des US-amerikanischen Handelskonzerns Foot Locker. Doch wie das Unternehmen am Montag ankündigte, werden bei Runners Point in Zukunft keine Laufstilanalysen mehr stattfinden: Foot Locker macht all seine Runners-Point-Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz dicht.

Rund 700 Mitarbeiter*innen betroffen

Laut Schätzungen des Anwalts zweier Betriebsräte von Runners Point beschäftigt die Kette rund 700 Mitarbeiter*innen im deutschsprachigen Raum. In Deutschland gibt es 73 Filialen, in der Schweiz und Österreich knapp 10. Die Zentrale der Kette befindet sich in Recklinghausen, wo rund 170 Mitarbeiter*innen beschäftigt sind.

Vermutlich werde die Tätigkeit in den Läden "sobald wie möglich" eingestellt, zitiert die dpa den Anwalt. Derzeit versuche man, sich im "Dialog mit den Sozialpartnern über einen Interessensausgleich" einig zu werden, so ein Sprecher des Mutterkonzerns. Solange dieser Dialog dauere, blieben die Filialen noch geöffnet. 

Gründe unklar

Laut Foot Locker sei die Entscheidung zur Schließung aufgrund einer "Bewertung der Geschäftstätigkeit und der Wettbewerbslandschaft in Deutschland über den Zeitraum der vergangenen zwölf Monate" gefallen – demnach scheinen nicht die Umsatzeinbußen durch die Coronakrise ausschlaggebend gewesen zu sein.

Neben der Laufschuhkette Runners Point ist Foot Locker noch mit den Marken Foot Locker und Sidestep am deutschen Markt vertreten und in unseren Innenstädten präsent. Beide sollen unabhängig von der Runners-Point-Schließung erhalten bleiben und Sidestep künftig von der Zentrale in den Niederlanden gesteuert werden. Um Laufschuhe zu kaufen und Laufstile analysieren zu lassen, müssen Läufer*innen in Zukunft jedoch auf alternative Laufläden ausweichen.  


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