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Ihgitt Wie kommen Klärwasser-Keime in deinen Salat?

Salat waschen
© Pj Aun
Salat ist gesund? Dafür sollte er aber gründlich gewaschen werden – denn Salate können Klärwasser-Keime wie Salmonellen, Listerien & Co. enthalten.

Rohkost liegt im Trend. Obst und Gemüse werden möglichst frisch verzehrt, damit ja alle Vitamine erhalten bleiben. Ein Salat kommt da genau richtig, oder? Wären da nicht die Bauchschmerzen danach. Denn wer bei der Zubereitung nicht aufpasst, bekommt ein paar Klärwasser-Keime gratis dazu.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt jetzt vor Krankheitserregern auf rohem Obst und Gemüse. Denn auch in Deutschland sollen Pflanzen mittlerweile mit aufbereitetem Abwasser bewässert werden. Und das kann Keime wie Salmonellen, Listerien oder E-Coli-Bakterien enthalten.

Salmonellen, Listerien & Co. für bestimmte Menschen gefährlich

Für die meisten, gesunden Menschen sind solche Keime weitestgehend ungefährlich. Es kann beispielsweise zu Durchfallerkrankungen kommen, die aber innerhalb einiger Tage wieder ausheilen. Anders sieht es jedoch für immungeschwächte Personen, Schwangere oder auch Senioren aus: Hier können die Erreger neben schweren Durchfällen auch Nierenversagen oder Hirnhautentzündungen auslösen. 

Insbesondere Listerien sind daher immer wieder im Gespräch: Die Bakterien können zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Durchfällen führen, sich aber auch im Körper ausbreiten und dort Entzündungen hervorrufen. Gefährdet sind insbesondere Schwangere, da diese die Listeriose zwar gut verkraften, diese aber auf das Ungeborene übergehen und dort schlimmstenfalls tödlich verlaufen kann.

In Südeuropa ist es bereits üblich, Felder mit aufbereitetem Wasser aus Kläranlagen zu gießen. Auch in Deutschland sollen Bauern aufgrund von Dürre vermehrt auf diese Technik zurückgreifen. Und so wandert der Salat vom Feld in den Supermarkt und bei vielen Menschen direkt auf den Teller – denn die Verunreinigung mit Keimen ist unsichtbar. 

Wie schütze ich mich vor Klärwasser-Keimen im Salat?

Auch wenn Obst und Gemüse also oberflächlich sauber erscheint und keine Verschmutzungen erkennbar sind, sollte es immer gewaschen werden. Das Problem hierbei: "Eine vollständige Entfernung von möglicherweise vorhandenen Krankheitserregern ist damit aber nicht möglich", warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung. Der einzig sichere Weg für den Verzehr von "bodennahem" Gemüse sei somit das Schälen oder kurze Blanchieren der Lebensmittel.

Ihgitt: Wie kommen Klärwasser-Keime in deinen Salat?

Wie kann ich meinen Salat also zukünftig noch bedenkenlos verspeisen? Bisher wird das Risiko in Deutschland noch als "gering" eingestuft. Trotzdem weist das Bundesinstitut darauf hin, auf fertige Salatmischungen (insbesondere als Teil der Risikogruppe) zu verzichten und Salate lieber selbst zuzubereiten. Die Zutaten sollten mehrfach gründlich unter Trinkwasser gewaschen werden.

verwendete Quellen: Bundesinstitut für Risikobewertung, test.de


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