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Warum das Jahr 2016 noch länger ist, als wir dachten

Warum das Jahr 2016 noch länger ist, als wir dachten
© pogonici / Shutterstock
Auch das noch! Als wäre dieses Jahr nicht schon schlimm genug, bleibt uns 2016 auch noch länger erhalten, als die meisten andere Jahre.

Wann werden wir endlich von diesem schlimmen Jahr erlöst? Das Jahr 2016 war einfach schrecklich - da sind sich wohl alle einig. Krieg und Katastrophen, viel zu viele Tote und Abschiede.

Doch ausgerechnet dieses schlimme Jahr geht in die Verlängerung! 2016 ist ja ohnehin schon einen Tag länger als die meisten Jahre, weil es ein Schaltjahr ist. Allerdings gibt es noch eine (Mini-)Verlängerung: An Silvester wird es eine Schaltsekunde geben, die das Jahr 2016 noch einmal um eine Sekunde verlängert.

Was ist denn bitte eine Schaltsekunde?

Schaltsekunden werden alle paar Jahre in die Weltzeit eingefügt, um die Zeit wieder anzupassen. Vereinfacht gesagt: Eigentlich dauert eine Erdumdrehung genau 24 Stunden (also 86.400 Sekunden), allerdings sorgen äußere Einflüsse (Gezeiten, Reibung) dafür, dass sich die Erde inzwischen minimal langsamer dreht.

Dadurch kommt es zu einer Abweichung der "realen Zeit" von der "angezeigten Zeit". Diese Abweichung darf maximal 0,9 Sekunden betragen - sonst wird wieder eine Schaltsekunde eingefügt und die Zeit künstlich angepasst.

An Silvester 2016 ist es also wieder so weit: Die Schaltsekunde macht unser Jahr eine Sekunde länger. Weltweit springt die Uhr also um 23:59:59 Uhr der koordinierten Weltzeit (UTC) nicht auf 0 Uhr um, sondern auf 23:59:60 - und dann auf 0 Uhr.

In Deutschland wird die Schaltsekunden wegen der Zeitverschiebung zur koordinierten Weltzeit allerdings erst zwischen 0:59 und 1 Uhr eingefügt und fällt demnach in unserer Zeitzone schon ins Jahr 2017 - ein kleiner, schwacher Trost!

fm

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