Türkische Männer protestieren in Miniröcken gegen sexuelle Gewalt

Nach dem grausamen Mord an der Studentin Özgecan Aslan zeigen sich auch türkische Männer solidarisch - und protestieren in Miniröcken gegen Gewalt an Frauen.

Seit dem Mord an der 20-jährigen Özgecan Aslan ist die Türkei in Aufruhr. Die Psychologiestudentin wurde von einem Busfahrer entführt, erstochen und verbrannt - nachdem sie sich gegen seinen Vergewaltigungsversuch zur Wehr gesetzt hatte. Tausende Türkinnen protestierten gegen die Gewalt in ihrem Land, viele von ihnen erzählten unter dem Hashtag #sendeanlat von ihren Erfahrungen.

Jetzt zeigen sich auch Männer solidarisch: Am Wochenende versammelten sie sich zu einem Protestmarsch und zogen durch die Innenstadt von Istanbul - viele von ihnen im Minirock. Damit griffen sie ein Protestsymbol auf, das schon Männer aus Aserbaidschan über die sozialen Medien verbreiteten. In konservativen Kreisen wird Frauen vorgeworfen, dass sie durch das Tragen aufreizender Kleidung für die Gewalttaten mitverantwortlich seien. Auf Twitter kursieren unter dem Hashtag #ozgecanicinminietekgiy Bilder von Männern im Minirock:

Eine Aktion, die auch der bekennenden Feministin Emma Watson gefällt:

Zu den Bildern beziehen die Männer Stellung: "Wenn ein Minirock für alles verantwortlich ist, wenn das Tragen eines Minirocks Sittenlosigkeit und Unkeuschheit bedeutet, wenn eine Frau im Minirock eine Einladung für alles weitere schickt, schicken wir auch eine Einladung!"

nw
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