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Wegen des Ukraine-Kriegs Spendenplattform sammelt Geld – um Putin auf den Jupiter zu schicken

Spendenplattform: ein Raumschiff im All
© Paopano / Shutterstock
Eine Spendenplattform sammelt Geld, um Wladimir Putin auf den Jupiter zu schicken. Dabei handelt es sich um eine – natürlich ironische – Aktion des ukrainischen Digitalministeriums

Eine Spendenplattform sammelt Geld, um Wladimir Putin auf den Jupiter zu schicken. Dabei handelt es sich um eine – natürlich ironische – Aktion des ukrainischen Digitalministeriums. 

Selbst im Angesicht des Krieges scheint die ukrainische Regierung eine besondere Taktik zur Bekämpfung der russischen Streitkräfte zu nutzen: Humor. Während sich der ukrainische Präsident Selenskyj medial perfekt in Szene setzt und von vielen als eine Art Kriegsheld gefeiert wird, initiierte das Ministerium für digitale Transformation der Ukraine eine eher ungewöhnliche Form der Spendenaktion. Mit den Geldern soll eine Rakete gebaut werden – die Präsident Putin auf den Jupiter schicken soll.

Der Ausgangstweet zur Aktion kam vom ukrainischen Digitalminister Mychajlo Fedorow. Darunter heißt es: "Alle wollen, dass Putin stirbt. Bis dies geschieht, geben wir den Ukrainern und der ganzen Welt eine einzigartige Gelegenheit: Putin zum Jupiter zu schicken. Spenden Sie $2,99 für eine Rakete. Alle Gelder werden für den Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur verwendet!" Dazu der Link zur Spendenplattform. 

Einmal auf den Jupiter – und nie wieder zurück 

Auch wenn dies eher als ironische Aktion verstanden werden muss, konnte das Ministerium, das 2019 zur Digitalisierung des öffentlichen Dienstes gegründet wurde, wohl schon 2,1 Millionen US-Dollar (1,9 Millionen Euro) sammeln. Den aktuellen Stand kann man auf der Aktionsseite "Send Putin to Jupiter" abrufen. Ob tatsächlich so viel Geld eingenommen wurde, kann jedoch nicht final überprüft werden.

Die Website soll laut "Snopes" dem staatlichen ukrainischen Finanzinstitut Diia gehören. Auch hier wird erklärt, dass das Geld für den Bau einer Rakete verwendet werden soll, die den "blutigen Diktator weit, weit weg" schickt. Warum gerade der Jupiter? Er enthalte Gas und sei der größte Planet unseres Sonnensystems, so die Erklärung. Wie man jedoch Fedorows Tweet entnehmen kann, ist dies natürlich nicht ernst gemeint. Eine englischsprachige Version der Website weist darauf hin, dass die gesammelten Gelder vielmehr zur Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte verwendet werden. 

Quellen: "Snopes", "The LadBible", "Send Putin to Jupiter", "Twitter"

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei Stern.de

yak

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