Riesen Empörung: Touristen-Guide erschießt Eisbären in freier Wildbahn 😡

Ein toter Eisbär auf Spitzbergen – über dieses Foto empört sich gerade das Netz. Der Grund: Das Tier wurde erschossen, weil es einen Touristen-Guide angriff, der zu Unterhaltungszwecken in sein Territorium eingedrungen war. 

Eigentlich ist es ganz einfach, sollte man meinen: Erde heile lassen und Umwelt schützen, damit das Leben hier weitergehen kann, haben oberste Priorität und 7,5 Milliarden Menschen sollten dafür an einem Strang ziehen. Aber dass die Welt leider doch nicht so einfach ist, wissen wir ja beispielsweise durch Plastikverpackungen für Gurken, Transportwege für Schlachtvieh – und jetzt auch wieder durch die Geschichte zu diesem traurigen Bild, das aktuell seine Kreise zieht ...

Eisbär war zu wild für Wildnis-Touristen

Das Foto zeigt den Kadaver eines Eisbären auf Spitzbergen. Das Tier wurde erschossen, nachdem es das Crewmitglied eines Kreuzfahrtschiffes angegriffen und am Kopf verletzt hatte. Der Mann hatte sich dem Bären in dessen natürlichem Lebensraum genähert, um ihn den Passagieren der "MS Bremen" vorzuführen. Die hatten nämlich 6000 Euro und mehr gezahlt, damit sie auf der zehntägigen Kreuzfahrt die "Arktis pur" erleben können, "wo Eisbären die Wildnis regieren" und "die Natur den Verlauf ereignisreicher Tage" bestimmt, wie es auf der Website des Reiseveranstalters heißt.

Die Ironie darin, dass ein wildes Tier sein Leben lassen muss, damit Touristen Wildnis hautnah erleben können, ist unverkennbar und bietet auch auf Twitter zahlreichen Usern Tweet-Stoff.

So schreibt zum Beispiel der britische Entertainer Ricky Gervais: "'Lasst uns einem Eisbären in seiner natürlichen Umgebung zu nahe kommen und ihn dann töten, wenn er uns zu nahe kommt'. Idioten." 

 

Ein anderer Twitter-Nutzer wundert sich über die Rechtfertigung des Reiseveranstalters, der die Tat als "Selbstverteidigung" bezeichnete. "Selbstverteidigung?! Die Eisbären-Heimat ist kein verdammter Touristenort." 

Dieser Meinung schließen sich die meisten Twitter-User an. Es sei absurd, in die Heimat des Eisbären einzudringen und sich dann zu wundern, wenn er sie verteidigt, schreiben viele. Man könne sie doch auch von Weitem beobachten und in Ruhe und am Leben lassen. Zahlreiche Leute beklagen zudem eine Grundtendenz, die in diesem Fall wieder zum Vorschein komme: Der Mensch zerstöre alles und rotte weiter Tierarten aus, obwohl er es langsam besser wissen sollte.

Guide außer Lebensgefahr 

Für den Touristen-Guide ging der Vorfall glücklicherweise glimpflich aus. Er sei ansprechbar und außer Lebensgefahr, hieß es am Sonntag von einer Sprecherin des Kreuzfahrtanbieters. Die "Bremen" hatte ihre Fahrt unterdessen schon am Samstagabend fortgesetzt.    

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sus

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Spitzbergen: Ein Eisbär vor einem Fischerboot
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