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Tankrabatt, 9-Euro-Ticket und Co. Das ändert sich alles im Juni

Eine Frau sitzt in einem Zug und schaut aus dem Fenster
© bellakononenko / Adobe Stock
Im Juni kommen einige Veränderungen auf uns zu: Das Tanken soll günstiger werden, Bahnfahren ab 9 Euro möglich sein und die Corona-Nachweise bei Einreise laufen aus. Wie das im Detail aussieht, erfahrt ihr hier.

9-Euro-Ticket startet

Das Bus- und Bahnfahren wird vorübergehend günstiger. Von Juni bis zunächst einschließlich August kann der Nah- und Regionalverkehr mit dem 9-Euro-Ticket genutzt werden – dabei handelt es sich um ein Monatsticket, also achtet darauf, dass ihr es jeden Monat neu kauft. Das Ticket gilt in U- und S-Bahnen, in Bussen und der Tram, in RB- und RE-Zügen. Der Fernverkehr – ICE, IC und Fernbusse – sind ausgenommen. Wer ein Monats- oder Jahresabo hat, soll ebenfalls profitieren, hier soll das günstige Ticket automatisch verrechnet werden.

Sommerfahrplan

Ab dem 12. Juni gilt bei der Deutschen Bahn und anderen Verkehrsunternehmen der Sommerfahrplan. Von Berlin kommt ihr dann direkt nach Sylt. Chemnitz wird nach mehr als 15 Jahren wieder ans Fernbahnnetz angeschlossen.

Tankrabatt

Ab dem 1. Juni wird die Energiesteuer für Kraftstoffe gesenkt. Benzin soll dadurch an den Tankstellen 35,2 Cent günstiger werden. Bei Diesel werden es 16,7 Cent sein. So weit die Theorie. Die Praxis könnte leider anders aussehen. Zum einen werden die Restbestände, die am 1. Juni noch in den Tanks der Tankstellen sind mit dem normalen Satz besteuert. Zum anderen steigen momentan die Preise für Mineralöl, sodass die Senkung der Steuer lediglich dazu führen könnte, dass die Preise das aktuelle Niveau halten. Tankstellenbetreiber:innen warnen jetzt vor kurzfristigen Engpässen, wenn am 1. Juni der Ansturm beginnt.

Einmaliger Heizkostenzuschuss

Aufgrund der hohen Energiepreise erhalten Empfänger:innen von Wohngeld und BAföG im Juni einen einmaligen Heizkostenzuschuss. Ein Single erhält 270 Euro (Azubis und Studierende 230 Euro). Ein Zwei-Personenhaushalt 350 Euro, für jedes weitere Familienmitglied gibt es noch mal 70 Euro. Mehr als zwei Millionen Menschen sollen den Zuschuss erhalten.

Krankschreibung am Telefon endet

Aufgrund der Corona-Pandemie war es möglich, dass der Arzt aufgrund der beschriebenen Symptome telefonisch eine Krankmeldung ausstellen konnte. Dies galt vorrangig bei leichten Erkrankungen der oberen Atemwege und war eine Corona-Sonderregelung, die jetzt zum 31. Mai ausläuft.

Kostenlose Corona-Tests

Die Corona-Verordnung, in der auch die kostenlosen Bürgertests geregelt sind, gilt nur noch bis zum 30. Juni. Also den kommenden Monat können wir uns noch fleißig testen, was jedoch danach passiert ist aktuell noch offen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach hatte sich zuletzt jedoch für eine Verlängerung ausgesprochen.

Kein Corona-Nachweis mehr bei Einreise

Bei der Einreise nach Deutschland werden die Regeln jetzt gelockert. Ab dem 1. Juni muss man nicht mehr nachweisen, dass man entweder geimpft, genesen oder getestet ist. Ausnahmen gibt es nur bei der Einreise aus Virusvariantengebieten – aktuell sind jedoch keine bekannt.

Ablauf digitaler Impfzertifikate

Am 14. Juni 2021 wurde der digitale Impfnachweis eingeführt. Ein Jahr später am 14. Juni 2022 laufen nun die ersten Zertifikate ab, jedoch nur aus technischen Gründen. Die Impfung selbst behält ihre Gültigkeit. Betroffene müssen sich aber um neue Zertifikate kümmern. Keine Sorge, die Corona-Warn-App und Cov-Pass-App informieren euch 28 Tage vor Ablauf des Zertifikats.

Ukrainische Geflüchtete erhalten Hartz IV

Durch eine Sonderregelung haben ukrainische Geflüchtete ab dem 1. Juni Anspruch auf Hartz IV. Bisher erhalten sie nur Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz. Die Hartz-IV-Leistungen können sie nun bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen.

Steuererklärung 2021

Im Rahmen des Entlastungspaketes gibt es auch Änderungen bezüglich der Steuererklärung. Rückwirkend zum 1. Januar wird der Grundfreibetrag bei der Einkommenssteuer um 363 auf insgesamt 10.347 Euro angehoben. Außerdem steigt die Pendlerpauschale für längere Arbeitswege ab 21 Kilometern von 35 auf 38 Cent pro Kilometer. Die Werbungskostenpauschale wird ebenfalls angehoben – von 1.000 auf 1.200 Euro. Hoffentlich ergibt sich dadurch eine schöne Rückzahlung vonseiten des Staates.

Autostrom bei Aldi nicht mehr kostenlos

Viele Supermärkte bieten auf ihren Parkplätzen Ladesäulen für E-Autos an. Häufig sind diese für eine bestimmte Zeit kostenlos – meist während der:die Besitzer:in einkaufen ist. Bei Aldi-Süd war das bis vor Kurzem ebenfalls möglich. Ab Juni wird das E-Tanken an den Schnellladestationen 39 Cent pro Kilowattstunde kosten – an den Normalladesäulen 29 Cent.

Verwendete Quellen: stern.de, br.de, gofeminin.de

slr Brigitte

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