Nicht lustig: Missglückter Aprilscherz kostet knapp 3 Milliarden Euro

Das ging komplett daneben: Während viele Aprilscherze auch in diesem Jahr wieder zum Schmunzeln anregten, war einer so gar nicht lustig. Und er hatte Folgen: Knapp 3 Milliarden Euro hat der nicht wirklich lustige Scherz gekostet …

Es ist ja so eine Sache mit den Aprilscherzen: In Zeiten des Internets sind viele Firmen in das Spiel mit dem Scherz eingestiegen – sie verkünden abstruse neue Produkte oder sonstige Albernheiten. Meistens hoffen die Unternehmen, dass sich der Scherz verbreitet und damit eine Werbewirkung hat.

Und so haben auch in diesem Jahr viele Unternehmen wirklich lustige Aprilscherze veröffentlicht: Burger King hat einen Schoko-Burger angekündigt, Babybell einen Lippenpflegestift mit Käsegeschmack und Edeka hat verkündet, dass man an der Kasse bald mit seinen Facebook-Daten bezahlen könne. Alles so weit, so kreativ und lustig!

Tesla-Chef Elon Musk schießt übers Ziel hinaus

Einer jedoch ist komplett übers Ziel hinausgeschossen und hat mit seinem Aprilscherz nicht nur für einen Schock gesorgt, sondern noch jede Menge Geld vernichtet: Elon Musk, Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla, hat sich mit seinem Witz ins Knie geschossen. Musk verkündete via Twitter: "Es macht uns wirklich traurig, dass wir verkünden müssen, dass Tesla komplett pleite ist. So pleite, man glaubt es kaum …"

Bei einem gut laufenden Unternehmen wäre so ein Scherz vielleicht noch als solcher direkt zu erkennen gewesen – nicht aber bei Tesla! Denn bei dem Unternehmen ist vielen Experten und auch Aktionären nicht klar, wie gesund es wirklich ist. Die Zahlen, die Tesla veröffentlicht, verunsichern die Börse immer wieder – es bleibt unklar, ob der Elektroauto-Konzern ein zukunftsfähiges Unternehmen ist.

Aktionäre gerieten in Panik

In diese Unsicherheit (und in die Erwartung neuer Verkaufszahlen) hinein veröffentlichte Musk dann seinen Aprilscherz von der Unternehmenspleite. Lachen konnte darüber kaum ein Mensch – denn die Aktionäre gerieten sofort in Panik und verkauften ihre Aktien. Um satte 8 Prozent sackte der Kurs zwischenzeitlich ein, nachdem nicht jeder sofort den Spaß als solchen erkannt hatte. Bedeutet übersetzt: Fast 3 Milliarden Euro Börsenkapital waren plötzlich futsch.

Zum Glück erholte sich der Kurs an der Börse rasch und schon nach kurzer Zeit wurde auch den Aktionären klar, dass sich Musk einen Spaß erlaubt hatte – aber der Schock saß allen tief in den Knochen. Dann lachen wir doch lieber über die Ankündigung eines Schoko-Burgers …

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