Emotionale Briefe von verschütteten Kindern: "Vergesst meinen Geburtstag nicht!"

Die Rettungsaktionen brachten erste Erfolge, doch noch immer sind acht Kinder in der thailändischen Tham-Luang-Höhle gefangen. In emotionalen Briefen tauschen sie sich mit ihren Eltern aus.

Seit mehr als zwei Wochen sitzen ihre Jungs jetzt schon in der thailändischen Tham-Luang-Höhle fest. Am 23. Juni wurden zwölf 11 bis 16-Jährige Mitglieder einer Fußballmannschaft und ihr Trainer bei einem Ausflug von Wassermassen überrascht, seitdem sind sie gefangen. Tagelang mussten die Eltern hilflos mit ansehen, wie eine Rettungsaktion nach der anderen fehlschlug. Ein Taucher ließ sogar sein Leben bei dem Versuch, die Teenies zu retten. 

Erster Erfolg am Sonntag

Am Sonntag dann endlich ein Erfolg: Vier der Jungs konnten gerettet werden. Doch für die übrigen acht heißt es weiterhin Abwarten und Durchhalten. Das einzige, was ihnen bleibt, ist Hoffnung. Und das Wissen, dass sich an der Oberfläche Menschen um sie sorgen, die sie lieben und an sie glauben: Ihre Eltern. Die lassen ihre Jungs auch in dieser Situation noch spüren, dass sie für sie da sind – und zwar in emotionalen Briefen

Weil es keine Möglichkeit gibt, eine Funkverbindung herzustellen, überbrachten Taucher die elterlichen Nachrichten auf ihren Nothilfe-Tauchgängen. 

"Vergesst nicht, euch zuzudecken!"

Die Mutter eines 14-Jährigen schreibt: "An alle Kinder! Wir sind nicht böse auf euch. Passt gut auf euch auf. Und vergesst nicht, euch zuzudecken. Es ist kalt. Wir denken an euch. Ihr kommt bestimmt bald raus." Selbst für den Trainer, gegen den in der Öffentlichkeit viele Vorwürfe erhoben werden, haben die Eltern warme, aufmunternde Worte: "Wir wollen, dass Sie wissen: Von den Eltern ist niemand sauer auf Sie, also machen Sie sich darüber keine Sorgen."

Auch von den verschütteten Kindern gibt es Nachrichten, adressiert an ihre Eltern. "Keine Sorge, wir sind alle stark", lautet eine Antwort aus der Höhle. Ein 15-Jähriger schreibt an seine Familie: "Liebe Mama und Papa und mein kleiner Bruder, wenn ich hier raus bin, könntet ihr mir dann bitte gegrilltes Schweinefleisch mit Gemüse bringen?" Und hier die Nachricht eines 13-jährigen Jungen: "Mir geht es gut, aber es ist ein bisschen kalt. Macht euch keine Sorgen. Und vergesst meinen Geburtstag nicht."

Mit Sicherheit gibt der Austausch sowohl den Kindern als auch ihren Eltern Kraft, diese schwere Situation zu überstehen. Hoffen wir, dass bald wieder alle Eltern ihre Kinder wohlbehalten in die Arme schließen können! Aktuell laufen weitere Rettungsaktionen.

sus
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Thailand: Eltern warten vor der Höhle
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