Unzertrennlich: Hündin erkämpft sich Platz in Herrchens Krankenbett

Um ihr krankes Herrchen nicht fremden Sanitätern zu überlassen, erkämpfte sich eine treue Hündin einen Platz im Krankenhaus.

Ein Hunderudel hält zusammen, komme, was wolle! Diesem Naturgesetz musste sich in Israel sogar ein Krankenhaus unterordnen und seine strikte "Tiere verboten!"-Hausordnung kurzerhand aussetzen.

Was war passiert? Hündin und Herrchen waren in Tel Aviv auf einem Spaziergang, als der Mann plötzlich auf der Straße zusammenbrach. Schon bald waren Rettungssanitäter vor Ort und machten sich daran, den Verletzten ins Krankenhaus zu bringen.

An die traurige Hündin am Straßenrand dachte in dieser Situation niemand. Also nahm sie die Sache selbst in die Pfoten: Kurzentschlossen sprang sie zu ihrem Begleiter in den Krankenwagen und ließ sich nicht mehr vertreiben.

Ein Hund im Krankenwagen ist natürlich nicht gerade vorschriftsmäßig, und die beiden Sanitäter versuchten alles, um die treue Hündin wieder aus dem Fahrzeug zu entfernen. Aber für das Tier gab es keine Alternative, das Rudel musste zusammenbleiben, basta! "Es war unmöglich, dieser Hundeloyalität zu widerstehen", erzählte einer der Sanitäter später dem Newsportal ynet.co. "Sie hat wirklich darum gekämpft, bei ihrem Herrchen zu bleiben".

Das änderte sich auch nicht bei der Ankunft am Ichilov Hospital, wo die Hündin auch in der Notaufnahme nicht von der Seite ihres Herrchens wich. Ein Versuch, die beiden für die Untersuchung zu trennen, führte zu entschlossenem Hundewiderstand. Es half alles nichts: Die Hündin gab erst Ruhe, als sie sich auf dem Krankenbett an ihr Herrchen kuscheln durfte.

Bei den Untersuchungen leckte sie ihrem Herrchen immer wieder liebevoll über das Gesicht, um ihn aufzuwecken. "Es war so unglaublich rührend, wir hatten alle Tränen in den Augen", erzählte später eine Krankenschwester.

Der Mann ist immer noch im Krankenhaus, und auch seine Begleiterin wird dort wohl noch eine Weile gegen die Hausordnung verstoßen. "Wir hatten einfach keine andere Wahl", so Krankenhaussprecher Avi Shoshan über das Sonder-Bleiberecht der Hundedame. "Sie war einfach nicht gewillt, zu gehen."

heh
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