Trudeau meint es ernst mit der Gleichberechtigung!

Kanadas Premier Justin Trudeau kämpft auf allen Ebenen für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Und erntet dafür Kritik.

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Trudeau ist bekennender Feminist

Kanadas Premier Justin Trudeau meint es ernst mit der Gleichberechtigung. Der Mann hat nicht nur sein Kabinett genau zur Hälfte mit Frauen bestückt (Hallo, Frau Merkel, wäre das nicht auch mal ein Modell für Deutschland?), er unterstützt auch die #MeToo-Bewegung, setzt sich rund um den Globus für Frauenrechte ein - und beim G7-Gipfel im Juni in Kanada will er das Thema Feminismus oben auf die Agenda setzen.

Als bekennender Feminist weiß Trudeau auch, dass Sprache eine zentrale Rolle spielt, wenn es darum geht, die Gleichberechtigung voranzutreiben. Denn Sprache formt unser Denken.

So hat er kürzlich durchgesetzt, dass die kanadische Nationalhymne geschlechtsneutral gesungen wird.

Und bei einer Bürgersprechstunde hat er jetzt einmal mehr deutlich gemacht, wie zentral eine geschlechtsneutrale Sprache für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist.

"Peoplekind" statt "Mankind" - für manche zuviel des Guten

Bei einer Veranstaltung im kanadischen Edmonton riet er einer Frau aus dem Publikum, die ihm eine Frage gestellt hatte, für „Menschheit“ nicht das Wort „mankind“, sondern den Begriff „peoplekind“ zu verwenden. Die Frau hatte ihre Frage zur Gemeinnützigkeit religiöser Stiftungen mit dem Satz beendet:

Mutterliebe ist die Liebe, die die Zukunft der Menschheit verändern wird" - für „Menschheit“ benutzte sie das Wort „mankind“.

Darauf Trudeau: "Wir sagen gern ‘peoplekind’ und nicht ‘mankind’, weil es alle einschließt."

Ist Trudeau ein „scheinheiliger Schwachkopf“?

Vorhersehbarerweise warfen ihm konservative Medien vor, es mit der Political Correctness zu übertreiben. Auch auf Twitter wurde Trudeau angegriffen. Der Mormone Chet Cannon etwa schrieb unter den Clip, der die Szene zeigt:

"Seht her, wie Trudeau ein Mädchen zurechtweist, weil es 'mankind' sagt, wo er das integrative 'pepolekind' bevorzugt. Er ist so ein scheinheiliger Schwachkopf.“

Die Macht der Worte

Obwohl es nicht unbedingt geschickt von Trudeau war, die junge Frau vor aller Welt zurechtzuweisen, dankte sie ihm mit den Worten: "Ja, da haben Sie recht. Danke". Vom Publikum bekam der Premier Applaus.

Und auch wir applaudieren ihm. Denn es ist gut, uns dafür zu sensibilisieren, dass Sexismus so normal ist, dass wir ihn oft kaum bemerken. Und dass wir das Bewusstsein für unsere Worte  schärfen müssen.

Trudeau meint es ernst mit der Gleichberechtigung!

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sar
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