Radelnde Frau zeigt Trump den Mittelfinger: Job los!

Geste mit fatalen Folgen: Weil Juli Briskman der Autokolonne des US-Präsidenten den Stinkefinger zeigte, erhielt die 50-Jährige die Kündigung.

Juli Briskman konnte ihre Abneigung gegenüber Donald Trump nicht verbergen – der Arbeitgeber der 50-Jährigen fand das nicht spaßig: Die Frau aus Washington hatte dem Wagen des US-Präsidenten den Mittelfinger gezeigt, als die Autokolonne sie auf ihrem Fahrrad überholte.

Das Netz feiert sie als Heldin – ihr Arbeitgeber nicht

Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP, der den präsidialen Tross begleitete, hielt die Momentaufnahme fest. Schnell ging der Schnappschuss viral: Talkshows zeigten das Bild und betitelten Briskman als "she-ro", in Anlehnung an "hero", den englischen Begriff für "Held". In sozialen Netzwerken machte das Foto unter dem Hashtag #Her2020 die Runde. 

Die Publicity hatte für Juli Briskman jetzt allerdings Folgen: Ihr Arbeitgeber quittierte die Aktion mit einer Kündigung für die 50-Jährige. Zwar ist die zweifache Mutter auf der Aufnahme nicht einmal zu erkennen. Doch Briskman hatte den Schnappschuss, nachdem er durchs Netz gegeistert war, als Profilbild bei Facebook und Twitter verwendet – und damit die Social-Web-Richtlinien der Firma verletzt, fanden ihre Chefs.

Unternehmen arbeitet für die US-Regierung

"Sie sagten 'Wir trennen uns von Ihnen", erzählte Briskman der "Huffington Post". Als Angestellte dürfe sie keine "anstößigen" oder "unflätigen" Bilder in ihren Social-Media-Accounts verwenden, befand die Personalabteilung der Firma "Akima LLC". Das Bauunternehmen führt unter anderem Aufträge für die US-Regierung aus.

Briskman war für die Firma im Marketing tätig. Ihren Arbeitgeber hatte sie in ihren Profilen in den Sozialen Netzwerken nicht genannt. Dennoch könne ein solches Auftreten dem Geschäft schaden, hieß es von Akima LLC – und die 50-Jährige wurde fristlos gekündigt. Im US-Bundesstaat Virginia ist das problemlos möglich: Arbeitsverträge haben in der Regel keine Kündigungsfrist. Arbeitgeber können Beschäftigte mit sofortiger Wirkung und ohne Grund entlassen.

"Er fuhr vorbei und mein Blut begann zu kochen"

Briskman bereut ihre Aktion dennoch nicht: Sie ist Demokratin und überzeugte Trump-Gegnerin. Den Mittelfinger habe sie dem Präsidenten aus dem Affekt gezeigt: "Er fuhr vorbei und mein Blut begann zu kochen." Bei all den Themen, die derzeit zu klären seien, überkam sie die Wut, als sie sah, wohin der Präsident fuhr: "Ich hab gedacht, der ist schon wieder auf dem verdammten Golfplatz."

Trumps Golfclub liegt am Potomac-Fluss, rund 40 Kilometer nordwestlich des Weißen Hauses. Briskman wohnt dort in der Nähe. Die 50-Jährige will sich jetzt einen Job suchen, der ihrer politischen Überzeugung entspricht – etwa bei einer Interessenvertretung für Familien oder PETA.

Ein Video zeigt übrigens, was sich Juli Briskman wohl auch wünschen würde – auch wenn die Szene vorerst nur eine Montage ist: 

Video: Eine Montage zeigt Donald Trump abgeführt vom FBI.

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kia

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