Aussetzer bei Trump-Sprecher: "Bin kein Typ, der seinen eigenen Schwanz lutscht!"

Anthony Scaramucci ist noch nicht eine Woche im Amt und sorgt schon für einen handfesten Skandal.

"Schwanz lutschen" und "Ins Knie ficken" - dürfen wir uns daran gewöhnen, dass solche Töne jetzt öfter aus dem Weißen Haus kommen? Anthony Scaramucci, neuer Presse-Chef von Donald Trump, hat mit einem verbalen Total-Ausfall alles in den Schatten gestellt, was wir aus der Kategorie "unterste Schublade" in den letzten Monaten aus Washington zu hören bekamen.

Was war passiert? Kommunikations-Chef (!) Scaramucci hatte einen Reporter des "New Yorker" angerufen - vielleicht wollte er sich als der Neue im Amt vorstellen, man weiß es nicht genau. Fest steht: Seine Schimpf-Tirade und der Pöbel-Monolog aus diesem Telefonat sind einfach unfassbar. Und: Weil Scaramucci dem Reporter nicht gesagt hat, dass es ein informelles Gespräch sei, hat der Journalist den kompletten Inhalt veröffentlicht.

"Ich will alle fucking Leaker killen, ich werde alle feuern!"

Scaramucci wollte wissen, wer im Weißen Haus der Maulwurf ist, der seit Wochen und Monaten Informationen an die Presse durchsickern lässt. Er drohte: "Wenn ihr mir nicht sagt, wer für die Leaks verantwortlich ist, werde ich das komplette Kommunikations-Team entlassen. Ich werde alle feuern!" Der "New Yorker"-Journalist ließ sich davon nicht beeindrucken, also setzte Scaramucci noch einen drauf, sagte: "Ich will alle fucking Leaker killen. Ich will die Agenda des Präsidenten auf den Weg bringen!"

"Ich bin keiner, der seinen eigenen Schwanz lutscht"

Und Trumps neuer Chef-Sprecher legte nach, holte zum Rundum-Schlag aus: "Ich bin nicht Steve Bannon. Ich bin keiner, der seinen eigenen Schwanz lutscht. Ich will mich nicht im Glanz unseres fucking starken Präsidenten sonnen, ich bin hier, um unserem Land zu dienen."

Auch für diejenigen, die Scaramucci dubiose Finanz-Methoden vorgeworfen haben, hat der Sprecher keine netten Worte: "Meine Finanzen sind in Ordnung. Fickt euch ins Knie!"

Da stockt einem schon kurz der Atem. Wie geht's nun weiter in Trumps Weißem Haus? Der neuerliche Pöbel-Skandal wurde breit in den US-Medien besprochen - Scaramucci lernt offenbar nur eins draus: "Mein Fehler war, dass ich einem Reporter vertraut habe. Es wird nicht mehr passieren."

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