Die Reaktion dieser Männer auf Hass-Kommentare schenkt uns Hoffnung!

Die zwei Sport-Moderatorinnen Sarah Spain und Julie DiCaro werden regelmäßig in sozialen Netzwerken beschimpf. Diese Männer lasen einen Ausschnitt der schlimmsten Tweets vor ihren Augen vor - die Reaktion geht ans Herz!

Sarah Spain ist Sport-Kolumnistin, Radio-Moderatorin und arbeitet als TV-Reporterin für den Sport-Sender ESPN. Julie DiCaro arbeitet als Nachrichten-Moderatorin für einen Radiosender in Chicago und schreibt regelmäßig für die Sports Illustrated. Auf den ersten Blick verbindet diese beiden Frauen lediglich ihre Leidenschaft für den Sport.

Wer genauer hinsieht entdeckt eine weitere, sehr traurige Gemeinsamkeit. Beide Frauen werden täglich auf sozialen Netzwerken beleidigt, bedroht und verhöhnt - und das nur, weil sie ihrem Job nachgehen. Längst ist Sport-Journalismus kein Feld mehr, das nur von Männern bespielt wird.

Und wie in jedem anderen Gebiet auch, leisten sie keine weniger gute Arbeit als Männer. Im Gegenteil: Sport-Moderatorinnen hinterlassen im Schlagabtausch mit anderen Experten einen bleibenden Eindruck, der auf fundiertes Wissen und nicht auf Äußerlichkeiten basiert.

Die Hemmschwelle für Hass wird im Netz immer geringer

Dass Frauen ihren männlichen Kollegen in nichts nachstehen, ist bei einigen auch im Jahr 2016 noch nicht angekommen. Manche Männer lassen es sich auf sozialen Medien nicht nehmen, ihre vermeintliche Überlegenheit durch Beleidigungen öffentlich mit anderen zu teilen. Im Falle von Sarah und Julie erreichen sie die Hetzen zumeist über den Nachrichtendienst Twitter.

Neben sexistischen Äußerungen wird ihnen öffentlich gewünscht, vergewaltigt oder von ihrem eigenen Freund verprügelt zu werden. Die Anonymitäts-Mauer des Internets stützt einen immer weiter wachsenden Hass gegenüber öffentlichen Personen - die Hemmschwelle, Beleidigungen und Drohungen auszusprechen, wird immer geringer.

Sie entschuldigten sich stellvertretend und wirkten sichtlich getroffen

Die Männer im Video lasen ausgewählte Tweets vor, während ihnen Sarah oder Julie gegenüber saß. Zu Beginn des Experiements konnten beide Seiten noch über die Äußerungen lachen. Wenig später entwickelte sich die Stimmung in eine ganz andere Richtung: Die Männer fühlten sich sichtlich unwohl beim Verlesen der Kommentare.

Sie entschuldigten sich stellvertretend, wirkten sichtlich getroffen von so viel unbegründetem Hass. So sehr es diesen Männern weh tut, diese hasserfüllten Worte vorzulesen, so sehr schmerzt es Julie und Sarah diese täglich selbst über sich lesen zu müssen.

Es gibt keinen Grund, der ein solches Verhalten im Internet entschuldigt. Nur, weil Beleidigungen in getippter und nicht gesprochener Sprache geäußert werden, sind sie nicht weniger wirkungsvoll oder verletztend. Jeder, der die Maske des Internets für solche Zwecke missbraucht, sollte seine Werte hinterfragen - egal, ob Mann oder Frau.

Hass hat in virtuellen Räumen genauso wenig verloren wie in der Kommunikation mit uns gegenüberstehenden Menschen.

LV
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