Frau in Not trinkt eigene Muttermilch, um zu überleben

Eine junge Frau verläuft sich bei einem Waldlauf in Wellington, Neuseeland. Um zu überleben, greift sie zu ungewöhnlichen Maßnahmen.

Unglaublich, wie erfinderisch Menschen in Notsituationen werden können. Die 29-jährige Neuseeländerin Susan O’Brien rettete ihr Leben mit warmer Erde - und dem Trinken der eigenen Muttermilch.

Ein Geländelauf wird plötzlich zum Survival-Trip

Alles begann ganz harmlos: Susan nahm an einem Waldlauf südlich von Wellington, Neuseeland, teil. Keine große Sache für die junge Mutter, die ausreichend Kondition für den Geländelauf mitbrachte. Aber weil sie eine falsche Abzweigung nahm, verlief sie sich bei dem 20-Kilometer-Lauf - und war plötzlich auf sich allein gestellt.

Je nach Witterung kann eine solche Situation lebensgefährlich werden - vor allem Unterkühlung ist eine unterschätzte Gefahr. Durch die leichte Laufkleidung schnell durchgefroren und ohne Orientierung in der Wildnis verloren, gräbt sich Susan in die warme Erde ein, um die windig kalte Nacht zu überstehen. "Ich habe immer weiter Erde auf mich geworfen und immer, wenn ich etwas gehört habe, habe ich einfach 'Hilfe' geschrien", erzählt die Mutter eines zweijährigen Jungen und eines acht Monate alten Mädchens. "Geholfen hat mir, dass ich gerade ein Baby stille, deshalb habe ich ein bisschen meiner Milch getrunken, weil ich dachte, das würde mir Energie geben."

Die Rettung kam am nächsten Tag durch einen Hubschrauber mit Wärmekamera. Bis zuletzt musste O‘Brien um ihr Leben fürchten, wie sie der Presse später mitteilte. Gebete und positive Gedanken an ihre Familie ließen sie die Nacht überstehen. Ihren Mann Daniel und die beiden Kinder Jayden und Meisha durfte sie in die Arme schließen, bevor sie zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht wurde.

KG
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