Schock nach DNA-Test: Befruchtungs-Arzt benutzte sein eigenes Sperma

Mit 36 macht Kelli Rowland aus Spaß einen DNA-Test. Das Ergebnis ist für die ganze Familie ein Schock: Der Arzt, der bei ihrer Mutter die künstliche Befruchtung durchgeführt hat, ist ihr biologischer Vater.

Kelli Rowlette kam durch künstliche Befruchtung zur Welt, Anfang der Achtziger. Sie selbst wusste das lange nicht, doch nun kam es ans Licht. Denn kürzlich dachte sich die US-Amerikanerin: Warum nicht mal DNA an Ancestry.com schicken und schauen, was sich ergibt? Was sich ergab, wollte die 36-Jährige allerdings zunächst nicht glauben.

Befruchtet in doppeltem Sinn

Laut DNA-Test ist ihr biologischer Vater ein mittlerweile pensionierter Arzt namens Gerard E. Mortimer. Und siehe da! Rowlette verdankt ihm gleich in doppeltem Sinne ihr Leben: Mortimer ist der Arzt, der ihre Eltern damals behandelt, die künstliche Befruchtung durchgeführt und ihre Mutter entbunden hat. 

Rowlettes Eltern hatten offenbar lange erfolglos probiert, auf natürlichem Weg ein gemeinsames Kind zu bekommen, bevor sie sich dem Befruchtungsspezialisten Gerard Mortimer anvertrauten. Der stellte eine unglückliche Kombination bei dem Paar fest: Eine geringe Spermienzahl bei Rowlettes Vater in spe und eine nach hinten geneigte Gebärmutter bei ihrer Mutter. Daher die künstliche Befruchtung.

Während er dem Paar sagte, er verwende eine Mischung aus dem Sperma des Mannes und eines anonymen Spenders, der die Anforderungen der beiden – dem Mann ähnlich zu sein – erfüllte, nutzte er in Wahrheit seine eigenen Samenzellen. Et voilà: Neun Monate später kam die kleine Kelli zur Welt.

Unterschrift auf Geburtsurkunde

Abgefahren: Als Rowlette nach dem DNA-Test den Namen ihres biologischen Vaters erfuhr, mauerten ihre Eltern zunächst und schwiegen sich über die Geschichte aus. Allerdings kam Rowlette selbst durch Zufall hinter die Wahrheit, als ihr ihre Geburtsurkunde mal wieder in die Hände fiel: Sie war unterschrieben von Gerard Mortimer.

Gegen den läuft jetzt allerdings ein Verfahren wegen Betrugs und Verletzung der ärztlichen Sorgfaltspflicht. Wer weiß, was dabei noch so alles herauskommt. Vielleicht hat der Mediziner ja weitere Nachfahren, die davon nichts wissen. Und Kelli Rowlette ein paar Halbgeschwister!


sus
Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.