Neues Video von Pussy Riot: Mit Punk gegen Putin

Sie lassen sich nicht unterkriegen. Die russische Protest-Gruppe "Pussy Riot" meldet sich mit einem Video zurück. Und darin schlagen sie nicht nur auf Putin ein.

Wladimir Putin hatte bestimmt gehofft, von dieser Gruppe nichts mehr zu hören. Doch die russische Punk-Band "Pussy Riot" lässt sich nicht so schnell einschüchtern. Rund ein Jahr ist es her, dass drei Mitglieder wegen ihres Protest-Auftritts in der Moskauer Erlöserkathedrale verurteilt wurden. Eine Sängerin kam auf Bewährung frei, zwei müssen die volle Strafe von zwei Jahren im Straflager absitzen. Hier noch einmal der Prozess in der Zusammenfassung.

Jetzt melden sich die anderen Frauen in einem Video zurück. Und sie protestieren härter denn je gegen Putin, die Rohstofflobby des Landes und andere, die sie als Verbündete ansehen. In einem Video, das sie selbst auf YouTube gestellt haben, stürmen sie ein Ölfeld, steigen auf eine Tankstelle des staatlichen Ölkonzerns und bewerfen ein Porträt von Igor Setschin mit Öl. Setschin ist ein Vertrauter von Putin und Chef des Ölkonzerns Rosneft. Sie werfen Putin vor, die Gewinne aus Öl und Gas unter sich und seinen Verbündeten aufzuteilen.

"Durch die Pipeline fließen Graswurzel-Aktivisten, sie füllen sie mit ihrem Leben - und bitten um ein Pogrom" schreien "Pussy Riot". Außerdem: "Schneid dir dein Glied ab wie der Held Depardieu." Der französische Schauspieler hatte Putin vergangenes Jahr für seinen harten Kurs gegen die Band gelobt.

In Russland ist das Video inzwischen verboten, international aber weiter abrufbar.

Teaserbilder: Pussy Riot
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