Ein Mädchen schlagen? Nicht mal mit einer Blume!

Was passiert, wenn man kleine Jungs auffordert, ein Mädchen zu schlagen? Etwas Grandioses, wie ein Film-Experiment aus Italien zeigt.

Die Saat für Gewalt wird früh gelegt, das zeigen Studien immer wieder. Wer in der eigenen Kindheit Gewalterfahrungen macht, neigt eher dazu, als Erwachsener selbst gewalttätig zu werden. Umso wichtiger ist es, Kindern früh beizubringen, dass Schlagen keine Lösung ist. Und schon gar nicht das vermeintlich "schwächere" Geschlecht.

Ein schönes Statement gegen Gewalt ist den Filmemachern von der italienischen Website Fanpage.it gelungen. Für ein Video haben sie fünf Jungen eingeladen und ihnen vor der Kamera ein Mädchen vorgestellt, Martina. Martina ist groß, hat eine Zahnspange und lange blonde Haare. "Was gefällt dir an Martina?" fragt der Moderator die Jungen. Die Kinder grinsen sich schüchtern an. "Ihre Augen", sagt einer. "Ihre Haare", der andere. Als sie dann aufgefordert werden, Martina zu streicheln, werden sie zwar noch verlegener, aber führen dann doch gern die liebevolle Geste aus. Martina lächelt.

Dann ändert sich plötzlich der Tonfall. "Und jetzt schlag sie!", befiehlt die Stimme aus dem Off. Die Jungs schauen erst irritiert, zögern. Dann sagt einer nach dem anderen entschieden "Nein." Man schlage keine Mädchen, sagt einer. "Ich will ihr nicht weh tun", erklärt der Kleinste. "Ich bin gegen Gewalt!", meint einer. Und der schönste Satz: "Mädchen sollen nicht geschlagen werden, nicht mal mit einer Blume."

Wir wissen natürlich nicht, was passiert wäre, wenn Martina ein Martin gewesen wäre. Aber wir hoffen, dass die Jungen dann ebenso bezaubernd reagiert hätten. Aus ihnen werden bestimmt mal wunderbare Männer.

miro
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