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Melania Trump Notiz für die neue First Lady

Und Tschüss: Melanie hinterließ auf dem Weg aus dem Weißen Haus noch schnelle eine Nachricht für ihre Nachfolgerin
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Melania Trump hat mit ihrem Mann Donald schnell das Weiße Haus verlassen - für ihre Nachfolgerin hat sie aber immerhin noch eine Notiz geschrieben.

Was ist passiert?

Also, grob gesagt: Melania hat sich bemüht, die Amtsübergabe zwischen ihrem Mann Donald Trump und dessen Nachfolger Joe Biden einen Hauch sanfter über die Bühne gehen zu lassen, als man es nach der aufgeheizten Stimmung der letzten Wochen erwartet hätte. Dass Donald mit sämtlichen Traditionen gebrochen hat, machte es natürlich nicht besser.

Welche Traditionen denn?

Also, außer die Ergebnisse einer Wahl zu akzeptieren, die man verloren hat? Ja, da gibt es eine ganze Reihe von Traditionen, die selbst erbitterte politische Rivalen befolgt haben, nachdem die Wahl entschieden war. Der scheidende Präsident etwa hilft seinem Nachfolger bei der geregelten Übergabe des laufenden Geschäftes und schreibt ihm einen freundlichen Willkommensbrief, den er ihm im Weißen Haus hinterlässt.

Wow, daran haben sich bisher alle gehalten?

Ja, selbst der unpopuläre Präsident George W. Bush hat für seinen Nachfolger Barrack Obama freundliche Worte gefunden. Und auch Trump hat zumindest einen Brief hinterlassen, über dessen Inhalt allerdings noch keine Details bekannt sind. Es geht generell darum, ein versöhnliches Signal zu hinterlassen, ein Hauch von "wir wollen doch alle das Beste für unser Land, viel Erfolg". Oder wie George W. Bushs Vater George H.W. Bush es in seinem Brief an Nachfolger Bill Clinton ausdrückte: "Dein Erfolg ist jetzt der Erfolg unseres Landes. Ich drücke dir fest die Daumen!" Danach wohnt der alte Präsident der Amtseinführung des neuen Präsidenten bei.

Was für eine nette Geste!

Ja, und wir wissen alle, dass "nette Geste" eher nicht im Wortschatz von Donald Trump vorhanden ist. Daher hat er ja auch fix seine Koffer gepackt und Washington verlassen, bevor sein Nachfolger den Amtseid abgelegt hat (auch hier hätte der Anstand geboten, dass er an der Zeremonie teilnimmt, aber ... naja, "Anstand" hat auch eher keinen Eintrag im Trump-Lexikon bekommen). Dadurch hatte ihrerseits auch Melania keine Chance, eine First-Lady-Tradition wahrzunehmen.

Was macht denn normalerweise die First Lady in so einem Fall?

Sie führt ihre Nachfolgerin durch das Weiße Haus und gibt ihr eine große Tour durch ihren neuen Wohnsitz.

Das klingt aber altbacken. Die Männer reden über den Job und die Frauen gucken sich den Haushalt an?

Alte Demokratien haben alte Traditionen, hilft ja alles nichts. Es wird umso lustiger, wenn irgendwann eine Frau US-Präsidentin wird, und sich deren Mann dann "seinen" neuen Haushalt angucken darf.

Aber es gab keine Tour für Dr. Jill Biden?

Nein, natürlich nicht. Stattdessen gab es eine Notiz von Melania - nicht viel, aber immerhin eine winzige Andeutung dessen, dass zumindest sie die bisherigen Normen der Amtsübergabe gerne respektiert hätte.

Brigitte

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