Vogelgrippe in Deutschland: Gefährlicher Erreger in Schleswig-Holstein nachgewiesen

Nun ist es Gewissheit: Über 200 Reiherenten sind an dem Vogelgrippe-Erreger H5N8 gestorben. Eine Stallpflicht tritt nun für Geflügel in Kraft, um die Verbreitung aufzuhalten.

Was ist passiert?

In Schleswig-Holstein ist bei 200 toten Wildvögeln im Plöner See eindeutig der Erreger H5N8 nachgewiesen worden. Damit ist die hochinfektiöse Vogelgrippe offiziell in Deutschland angekommen.

Wie schnell ist die Ausbreitung?

Die Erreger waren schon 2015 in Deutschland aufgetaucht, ebenso in den Niederlanden, Italien und in Großbritannien. Die Situation schien zunächst unter Kontrolle, vor einigen Monaten wurde das Virus dann in Indien, Ungarn, Russland und schließlich an der deutsch-polnischen Grenze entdeckt - bis es jetzt wieder am Plöner See in Deutschland auftauchte. Der Erreger verbreitet sich vor allem über Zugvögel, die das Virus auch über längere Strecken transportieren können. 

Was geschieht jetzt?

Robert Habecke, der Landwirtschaftsminister Schleswig Holstein sagte dazu: "Das akute Krankheitsgeschehen bei den Wildvögeln ist in dieser massiven Ausprägung besorgniserregend". Er ordnete umgehend eine Geflügel-Stallpflicht für das gesamte Bundesland an. Darüber hinaus wurden um die betroffenen Gebiete weiträumige Sperr- und Beobachtungszonen eingerichtet.

Muss ich mir Sorgen machen?

Der Vogelgrippe-Erreger H5N8 ist zum Glück nicht auf den Menschen übertragbar. Bedrohlich ist die Situation zur Zeit daher vor allem für Betriebe, in denen im größeren Stil Geflügel-Nutztiere leben (etwa Legebatterien oder Putenfarmen).

heh
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