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Weihnachtsbaum mieten? Super Idee!

Weihnachtsbaum mieten? Super Idee!
© Melpomene/shutterstock
Es ist schon absurd: Da werden Bäume jahrelang großgezogen, nur um kurz in unserem Wohnzimmer zu stehen und dann auf die Straße geworfen zu werden.

Kaum ist das neue Jahr da, werden sie vor die Tür gesetzt ...

Jedes Jahr im Dezember werden in Deutschland fast 30 Millionen Nadelbäume gefällt, gekauft und in unsere Wohnzimmer gehievt, damit sie ein paar Tage lang Duft und Weihnachtsstimmung verbreiten und damit ihre Zweige unsere Kugeln und Kerzen tragen. Doch kaum bricht das neue Jahr an, werden unsere grünen Freunde vor die Tür gesetzt.

Die weggeworfenen Bäume am Straßenrand hinterließen bei den Düsseldorfer Freunden Sebastian Schönfeld und Jan Wehmeyer ein schwermütiges Gefühl. Vergangenes Jahr fanden sie dann die Lösung für die Neujahrstristesse auf den Gehwegen: Sie gründeten das Unternehmen „Happy Trees“ und begannen, Weihnachtsbäume zu vermieten.

Eine super Idee, denn ...

Es ist bequem

Einen Weihnachtsbaum zu mieten, ist nicht nur für Mensch und Umwelt gut, es ist auch wahnsinnig bequem. Im Online-Shop von www.happytree.de kann man sich einen von vier Baumtypen nach Größe und Statur aussuchen und nach Hause liefern lassen - im Topf.

Nachdem der Baum, der auf den Namen Tanneliese, Waldemar, Baumgard oder Thorwald hört, seinen treuen Dienst in unserem Wohnzimmer getan hat, wird er Anfang Januar wieder abgeholt.

Draußen in Freiheit wird er wieder eingepflanzt und darf sich bei Regen, Sonne und Schnee fast ein ganzes Jahr lang erholen und sich auf sein nächstes Engagement als Star der Weihnachtszeit freuen.

Es ist nachhaltig

Wer seinen Baum mietet, hört auf, die Produktion von Wegwerfbäumen zu unterstützen. Die Bäume kommen mehrmals zum Einsatz und produzieren Jahr um Jahr Sauerstoff.

"Happy Tree" bezieht die Bäume aus den Niederlanden, nach ihrem Weihnachts-Einsatz werden sie in Baumschulen in der Nähe der Kunden wieder angepflanzt. Allerdings ist das Auswildern nicht ganz trivial. Die Bäume gewöhnen sich an die kuschelige Wärme bei uns zu Hause und der abrupte Temperaturwechsel macht manch immergrünem Gesellen zu schaffen. Will heißen: Nicht alle überleben das Hin und Her. Aber die meisten.

Es ist menschlich

"Happy Tree" beruhigt auch das soziale Gewissen. Die Düsseldorfer vermieten nur Fair Trees, also fair gehandelte Bäume. 80 Prozent der Weihnachtsbaumsamen werden von armen Männern in Georgien geerntet. Das Label bürgt dafür, dass die Zapfenpflücker nicht nur besser bezahlt werden als gewöhnlich, sondern auch dafür, dass sie unter besseren Bedingungen arbeiten - sie kommen in den Genuss von Kletterausrüstungen und einer Unfallversicherung. Dinge, die bei uns selbstverständlich sind.

Wo kann man die Weihnachtsbäume mieten?

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Letztes Jahr konnte man die Bäume nur in Köln und Düsseldorf bekommen, dieses Jahr gibt es sie bereits in zwölf Städten: Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Hamburg, Hannover, Köln, Münster und Wuppertal. Damit der Baum rechtzeitig zu euch kommt, müsst ihr ihn bis 17. Dezember bestellen (in Köln und Düsseldorf habt ihr noch bis zum 20. Dezember Zeit).

Je nach Größe kosten die glücklichen Weihnachtsbäume 65 bis 80 Euro. Vielleicht legt die Familie ja dafür zusammen, statt Geschenke zu kaufen, die keiner haben will (außer natürlich die Kinder).


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