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Welt-Galgo-Tag So schlimm ist das Schicksal dieser Hunde

Zwei Galgos auf einer grünen Wiese mit Blumen
© Bianca Grueneberg / Shutterstock
Der Hund ist der beste Freund des Menschen, oder? Das ist leider nicht überall der Fall. Am 1. Februar 2022 ist der "Welt-Galgo-Tag" zum Gedenken an die vielen Windhunde in Spanien, die nach der Jagdsaison einfach entsorgt werden.

Galgos zählen zu den Wind- und Jagdhunden. Sie haben sportliche, agile Körper und sind zum Rennen geschaffen. Im Familienverbund sind sie hingegen sanfte und meist unaufgeregte Begleiter. Durch ihre hohe Affinität zum Rennen werden sie in Spanien noch heute in der Hetzjagd eingesetzt. Zum Ende der Jagdsaison haben Tierschützer:innen allerhand zu tun: Galgos, die nicht mehr "gebrauchsfähig" für die Jagd sind, werden ausgesetzt oder sogar getötet.

Jedes Jahr: Rund 50.000 Galgos werden vertrieben oder getötet

Der "Welt-Galgo-Tag" soll auf eben diesen Missstand aufmerksam machen. Schätzungen zufolge erleiden jedes Jahr rund 50.000 Tiere dieses Schicksal. Tierschutzorganisationen in ganz Europa protestieren seit Langem gegen diese Misshandlungen und fordern rechtliche Regelungen. Die Organisationen versuchen ihr Bestes, um die Tiere gut zu vermitteln. So kommen auch immer mehr der sanften Geschöpfe nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz.

Die Hunde, die es überleben, können sich auf eine Zukunft bei neuen Besitzer:innen freuen. Doch viele sterben bereits in jungen Jahren. Nach Angaben von Tierschutzorganisationen vor Ort ist es fast unmöglich, einen alten Galgo bei den Jäger:innen zu finden – und das, obwohl sie eigentlich 15 Jahre alt werden könnten. Entweder werden sie von den Jäger:innen vertrieben und geraten möglicherweise in einen Unfall oder sie werden von ihren Besitzer:innen selbst getötet – sie haben ausgedient, wie ein altes paar Schuhe.

Galgos werden für (illegale) Hunderennen missbraucht

Dabei bleibt es leider nicht. Galgos werden häufig für (illegale) Rennen missbraucht und sind mittlerweile zu einer Art Billigware degradiert worden. Die Rennen sind populär und vor allem vom Wettgeschäft geprägt – Geld ist der Antrieb. So ist auch die "Zucht" von Jagdhunden ist in Spanien sehr beliebt und gleicht fast einer Massenproduktion. Häufig sind es die Jäger:innen selbst, die ihre Hündinnen zweimal im Jahr werfen lassen. Die stärksten Tiere behalten sie für die Jagd, der Rest wird verkauft. Was sie nicht loswerden, geht in die Tötungsstationen.

Die athletischen großen Hunde zeichnen sich durch ihre Gegensätzlichkeit aus. Sie lieben die Ruhe, schätzen ein weiches, bequemes Bett und sagen zu Kuscheleinheiten nicht Nein. Auf der anderen Seite sind sie voller Energie, eigenständig und behaupten ihren Platz in der Familie. Wer Interesse an dieser Rasse hat, wird bei einer Tierschutzorganisation auf jeden Fall fündig werden. Es gibt viele Organisationen, die sich nur auf diese Rasse spezialisiert haben.

Aufgepasst! Die Wahl der richtigen Tierschutzorganisation ist wichtig

Ein Tipp: Versuche vor Adoption möglichst, den Hund zu besuchen und ihn kennenzulernen. Viele Tierschutzorganisationen haben in Deutschland Pflegestellen, auf denen die Hunde erst einmal ankommen können. Hier kann der Hund besucht werden. Es geht hier um eine große Entscheidung, also nimm dir die Zeit, die du brauchst. Gute Organisationen und Pflegestellen freuen sich, wenn Interessierte den Hund in Ruhe kennenlernen möchte, um auch wirklich die richtige Entscheidung treffen zu können.

Verwendete Quellen: tagesspiegel.de, galgo-friends.org, diehundezeitung.com

slr Brigitte

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