Warum DIESES Foto von Tess Holliday gelöscht wurde, ist unfassbar!

Tess Holliday ist eine feste Größe im Plus-Size-Business. Sie gehört einer namhaften Modelagentur an, zierte unzählige Magazin-Cover und steht für ein positives Körpergefühl, egal bei welchem Gewicht. Facebook war da aber offenbar anderer Meinung und verbot kurzfristig ein Bikini-Foto des Kurven-Stars.

Next month is going to be a helluva show. We're talking about an incredibly powerful topic: Feminism and Fat. It's going...

Gepostet von Cherchez la Femme am Sonntag, 15. Mai 2016

Immer wieder gerät Facebook in die Schlagzeilen, weil das Unternehmen Fotos löscht, die aus nicht erkennbaren Gründen gegen die Konzern-Richtlinien verstoßen. Neuestes Opfer: Plus-Size-Model Tess Holliday. Ein Bikini-Foto der 30-Jährigen war laut Facebook nicht dafür geeignet, um als Werbeanzeige verwendet zu werden.

Dabei war alles ganz harmlos. Die australische Talkshow „Cherchez la Femme“ wollte mit dem Kurven-Star das Event „Feminism and Fat“ (zu Deutsch: „Feminismus und Fett“) bewerben – eine Veranstaltung, bei der es um die Vermittlung eines positiven Körpergefühls geht, egal bei welchem Körpergewicht.

Facebook sah das allerdings ein wenig anders. In einer Stellungnahme hieß es, solche Anzeigen seien dazu geeignet, dass sich Menschen schlecht fühlen. Außerdem verstoße das Foto gegen die Richtlinien zu „Gesundheit und Fitness“. Demnach dürfen Werbeanzeigen keinen Gesundheitszustand und kein Körpergewicht als perfekt oder nicht wünschenswert darstellen. Grundsätzlich steckt dahinter die gute Absicht, Menschen mit Essstörungen nicht noch in ihrem gestörten Körperbild zu bestärken. Aber leider ist so eine Grundsatzentscheidung in Einzelfällen häufig einfach falsch - und sollte nicht so pauschal für alles durchgewunken werden.

Facebook rudert zurück und entschuldigt sich

Tja, da hat der Social-Media-Riese wohl nicht richtig hingeschaut. Immerhin: Nach einem Protest von „Cherchez la Femme“ hat sich Facebook mittlerweile entschuldigt. "Unser Team bearbeitet jede Woche Millionen Werbefotos, und in manchen Fällen verbieten wir Anzeigen fälschlicherweise", zitiert der Guardian aus einer Stellungnahme. "Wir entschuldigen uns für den Fehler und akzeptieren die Anzeige."

1:0 für Tess Holliday. Was bleibt ist dennoch ein bitterer Nachgeschmack. Denn auch nach der Entschuldigung seitens Facebook kritisieren die Macher der Show, dass der Körper einer übergewichtigen Frau automatisch als „unerwünscht“ bezeichnet wird. Warum fällt es vielen noch immer so schwer zu glauben, dass sich auch Frauen, die sich selber als dick bezeichnen, trotzdem in ihrer Haut wohl fühlen?

Das wissen wir leider auch nicht ...

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