Bangladesch: Der Aufstand der Kinderbräute

Jedes dritte Mädchen wird in Bangladesch verheiratet, bevor es 15 ist. Das heißt für sie: ein fremdbestimmtes Leben in Armut. Doch in einer Region haben Kinder die Verhältnisse geändert: Die "Hochzeitssaboteure" stimmen Eltern um, die heimlich eine Hochzeit planen.

Anita Rani merkte, dass etwas nicht stimmte, als sie der fremde Besucher im Haus ihrer Eltern nach ihrem Namen fragte. Sie stand vor ihm, ein Tablett mit Betelnüssen in der Hand, so, wie man sie in Bangladesch einem Gast serviert, und der Mann musterte sie, ihre Statur, die Farbe ihrer Haut. Eine Woche später sagten ihre Eltern ihr, dass sie heiraten werde. Ihr Bräutigam sei der Sohn des fremden Mannes, der Handel über das Brautgeld besiegelt. Die Hochzeit sei in zwei Wochen.

Anita wusste nicht, was Heiraten heißt. Sie vertraute ihren Eltern, wie bisher ihr ganzes Leben. Sie war elf Jahre alt. Ihrem Lehrer sagte sie, dass sie nicht mehr zur Schule käme.

Zwei Jahre ist das her. Anita lebt jetzt im Haus ihrer Schwiegereltern, in einer Hütte aus Wellblech-Wänden, die an Bambusstangen geknotet sind. Sie schläft neben ihrem Mann, er ist zehn Jahre älter als sie. Sie sagt, dass er sie nicht schlägt, aber sich auch nicht für sie interessiert. Sie arbeitet im Haushalt, kocht für die Familie und isst als Letzte. Sie hat keine Vertraute, aber Tränen in den Augen, wenn sie von ihrer besten Freundin in ihrem Heimatdorf erzählt, das zwei Fahrrad-Rikscha-Stunden entfernt liegt. Am besten versteht sie sich mit ihrer Schwägerin, die so jung verheiratet wurde wie sie.

Vor einem Jahr kam Shemantar zur Welt, ein kräftiger Junge, er sieht aus, als werde er schon in wenigen Jahren so groß sein wie das kleine Mädchen, das ihn an seiner Brust stillt.

Anita aus dem Dorf Shimulbari im Norden von Bangladesch ist ihnen durchgerutscht. Ihr Frühwarnsystem hat nicht funktioniert, niemand hat ihnen gesagt, dass sich da eine Hochzeit anbahnt. Sie sind selbst noch Kinder, Kinder, die sich organisiert haben. Sie nennen sich "Wedding Buster", Hochzeitssaboteure, sie treten in Gruppen auf, gehen zu den Eltern und erklären ihnen, warum es falsch ist, Mädchen wie Anita zu verheiraten. Wenn sie nicht hereingelassen werden, bleiben sie einfach vor der Tür und warten.

Ein mutiger Junge machte den Anfang für den Widerstand

Keshob Roy (rechts) hat die erste Kindergruppe gegen Frühverheiratung gegründet. Keine hat so viele Ehen verhindert wie er.

Der erste Wedding Buster war vor sieben Jahren der Junge Keshob Roy. Eine seiner Mitschülerinnen sollte verheiratet werden, und Keshob, Sohn eines Tageslöhners, nahm allen Mut zusammen, ging zu den Eltern des Mädchens und sagte ihnen, was er mit elf schon über das Leben wusste: Dass ihre Tochter so arm und chancenlos enden würde wie sie selbst. Dass es wichtig sei, zur Schule zu gehen, und dass ihre Tochter in Mathe viel besser sei als er. Der Vater schickte Keshob fort, aber er kam am nächsten Tag wieder, diesmal mit sechs anderen Kindern und dem Dorfchef, dem sie von der illegalen Hochzeit erzählt hatten - per Gesetz sind Eheschließungen unter 18 in Bangladesch verboten. Zwei Stunden redeten sie auf den Vater ein. Dann gab er tatsächlich nach.

Zwei Stunden redeten die Kinder auf den Vater ein. Dann gab er tatsächlich nach.

Keshob hat danach immer weitergemacht. Seinen Mitschülern und den Kindern im Dorf sagte er: Meldet euch, wenn ihr was hört. Dann gehen wir zusammen. Inzwischen gibt es Dörfer im Distrikt Jaldhaka, 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Dhaka, in denen keine Kinderehen mehr geschlossen werden - in einem Land, in dem im Schnitt eines von drei Mädchen vor ihrem 15. Geburtstag verheiratet wird und 74 Prozent, bevor sie 18 sind.

Es ist wie ein Wunder. Eine Revolution. Kinder nehmen Einfluss auf die Entscheidung von Erwachsenen. Ihr Wort hat Gewicht. In einem der ärmsten Länder der Welt, in dem Kinder kleine Arbeiter sind, die auf Baustellen, Feldern, in den Textilfabriken und Ziegeleien dazuverdienen müssen, um das Überleben ihrer Familien zu sichern.

Ausgerechnet dort, wo sie keine Lobby haben, sich kaum jemand für ihre Rechte interessiert, schaffen sie es, an einer der Grundfesten der Gesellschaft zu rühren: dem alten System der Frühverheiratung von Mädchen, mit dem sich die armen Familien einer Esserin entledigen und zudem Brautgeld sparen, das sie an die Familie des Bräutigams zahlen müssen. Denn je jünger das Mädchen ist, desto weniger Brautgeld kostet sie.

Etwa ein dutzend Wedding-Buster-Gruppen sind in den rund 60 Dörfern im Jaldhaka-Destrikt aktiv. 120 Ehen haben sie in den letzten fünf Jahren verhindert. Sie sind Teil einer großen Bewegung: Überall auf der Welt solidarisieren sich Kinder und Jugendliche und machen für ihre Rechte mobil. Sie haben verstanden, dass sie sich wehren können, wenn sie zusammenhalten. In Indien gründen Mädchen die "Roten Brigaden", die sich mit Kung-Fu gegen Belästigungen wehren und sich nicht um Kastengrenzen scheren; in Kenia schließen sich Mädchen zusammen, um sich ihrer Beschneidung zu widersetzen; in Pakistan wurde das Mädchen Malala zur Heldin, weil sie über das Recht auf Bildung Tagebuch schrieb, dafür von den Taliban überfallen und angeschossen wurde und jetzt ihren Kampf von England aus fortsetzt. Kinder-Aktivisten auf der ganzen Welt arbeiten in ihrem Geist.

Keshob hat das sogar schriftlich, eingraviert in den Sockel einer flaschenhohen gläsernen Sanduhr. Er steht vor der Hütte seiner Eltern im Dorf Binnakuri, ein großer, ruhiger Junge mit einem zurückhaltenden Lächeln. Sein Vater neben ihm strahlt über das ganze Gesicht, als Keshob die Uhr vorsichtig aus dem weißen Pappkarton hebt, vor einem Monat hat die Bildungsministerin sie ihm in Dhaka übereicht. "Youth Courage Award for Education" steht darauf, verliehen von der UN am Malala-Gedächtnistag, weil er in ihrem Sinne für Kinderrechte kämpft.

Keiner hat in Bangladesch so viele Ehen verhindert wie er. "25", sagt Keshob auf Englisch und lächelt.

Er weiß, was es heißt, für seine Bildung zu kämpfen, er hat seine dem Leben abgetrotzt. Mit neun schickten ihn seine Eltern nach Dhaka, er sollte auf dem Bau Geld verdienen. Er besorgte sich Bücher und lernte nachts; arbeitete drei Monate, dann ging er wieder zur Schule, so geht es jahrelang. Jetzt hat er die 10. Klasse beendet, er arbeitet, so viel er kann, er will, wenn er es irgendwie bezahlen kann, demnächst aufs College.

Shiren Akther sollte mit 13 ihren Cousin heiraten, die Kinder retteten sie. Jetzt ist sie selbst Aktivistin.

"Survivor" nennen die Hochzeitssaboteure die Mädchen, die sie gerettet haben, Überlebende. Weil sie unversehrt bleiben an ihrem Geist und ihrem Körper. Nicht den Schock der plötzlichen Trennung von ihrer Familie erleben, den Umzug in ein fremdes Dorf, in das Bett eines Fremden, die Einsamkeit; nicht Gefahr laufen, ihre erste Schwangerschaft nicht zu überleben, denn das Risiko, dass ein Mädchen unter 16 bei der Geburt stirbt, ist im Vergleich zu einer Mittzwanzigerin um ein Drei- bis Vierfaches höher.

Shiren Akther ist so eine Überlebende. Sie lebt in Aragishimulnari, einem Dorf zwischen Weihern, grünen Reisfeldern, Mango- und Bananenplantagen, über den Äckern dampft die Feuchtigkeit. Ein schmaler, gewundener Lehmweg führt hinein, darauf unzählige Fahrrad-Rikschas, die zehn Meter lange Bambusstangen und meterhohe Heutürme transportieren. Hühner graben sich am Wegrand in den Erdmull, um sich zu kühlen, es sind 37 Grad, und es geht kein Wind. Die Jungs springen in den Weiher, die Erwachsenen hocken im Schatten der Bäume auf dem Dorfplatz, sie haben Zeit, noch ist der Reis nicht reif, es gibt nicht viel auf den Feldern zu tun. In einem Monat beginnt die Ernte. Danach beginnt die Hochzeitssaison.

Shirens Mutter zieht ihre Tücher fest vors Gesicht, sie verschwindet fast dahinter, als ihre Tochter von ihrer Rettung erzählt. Stumm hört sie ihr zu, zeigt keine Regung "Mit 13 sollte ich einen Cousin heiraten, meine Eltern fanden, sie hätten nichts davon, wenn ich weiter zur Schule gehe", sagt Shiren, heute 15. Sie ist ein energisches Mädchen, ihr Redefluss ist kaum zu bremsen, sie will, dass alle, die um sie herumstehen, das halbe Dorf, hören, was sie zu sagen hat, sogar die schwarze Ziege im Stall hinter ihr erhebt sich.

Wenn es sein muss, sprechen die Kinder auch mit Regierungsvertretern

Sie hat nicht abgewartet, was andere für sie entschieden. Sie traf sich mit dem Bruder des Bräutigams, sagte ihm, sie sei noch nicht so weit. Der sagte: Überzeuge nicht mich, sondern deine Eltern. Dann ging sie zu einer Versammlung der Wedding Buster, erzählte, was ihr bevorstand, und die Kinder redeten den Eltern ins Gewissen, so, wie sie es in der Gruppe geübt hatten: Denkt an Shiren. Wenn sie einen Abschluss hat, wird ihr späterer Mann sie mehr respektieren. Und wenn sie einmal einen Job hat, dann wird das ganze Dorf stolz auf sie sein, und sie kann euch finanziell unterstützen. Die Kinder kamen drei Mal. Dann brachten sie den Dorfchef mit, aber Shirens Eltern ließen sich nicht beirren. Schließlich gingen die Kinder zu einem Vertreter der lokalen Regierung, er sollte rechtliche Schritte prüfen. Gemeinsam redeten sie noch einmal mit den Eltern, sie drohten ihnen nicht, sagten ihnen aber deutlich, dass Frühverheiratungen verboten sind. Damit hatten sie Erfolg: Vier Tage vor der Hochzeit wurde sie abgesagt.

Was unglaublich klingt, eine Allianz zwischen armen Dorfkindern und lokalen Behörden, manchmal auch der Polizei, kommt im Jaldhaka-Distrikt häufig vor. Für die Regierung ist die Eindämmung der Frühehen ein politisches Ziel. Sie hat Geburten und Eheregister eingeführt und im letzten Jahr eine Kampagne gegen Frühverheiratung mit prominenten Unterstützern lanciert. Die Kinder helfen ihnen in den konservativen, entlegenen Orten, dort, wo Ehen schnell und unauffällig geschlossen werden. Gerade in der Hindu-Minderheit im Land - 70 Prozent der Bangladeschis sind Moslems - verlaufen Verheiratungen ohne jede offizielle Dokumentation. Die Braut wechselt von einem Tag auf den nächsten von der Schule in die Küche und aus dem Bett der Schwestern in das des Ehemanns. Das einzige sichtbare Zeichen ist ein rot gefärbter Scheitel.

Anita mit Ehemann Shymon und ihrem knapp einjährigen Sohn.

Drei Wochen lagen für Anita Rani zwischen dem Tag, als der fremde Gast bei ihren Eltern auftauchte, bis zu ihrem Umzug zu ihren Schwiegereltern. 700 Euro Brautgeld zahlte ihr Vater. Ihre Aussteuer waren ein Paar vergoldete Ohrringe und eine Nähmaschine, die jetzt in einer Ecke ihrer Lehmhütte steht, in der es außerdem ein Bett, einen kleinen Schrank, ein Regal mit Bechern und Feuerholz gibt. Sie sitzt auf dem Bett, über ihr ein grünes Moskitonetz, neben ihr ihre Schwiegermutter, die nicht von ihrer Seite weicht.

Anita trägt die vergoldeten Ohrringe, sie sind so filigran wie ihre Statur. Wenn sie lächelt, sieht man ihre Wangengrübchen, sie sieht dann aus wie angeknipst, als würde sie gleich loslaufen wollen, raus aus dem dunklen Haus, fort aus dem engen Hof, um den die Häuser der Verwandten gebaut sind und in dem alle alles mitkriegen. Raus zu ihren Freundinnen, um sich giggelnd mit ihnen auf den Schulweg zu machen. So war ihr Leben früher. Aber jetzt steht sie um sechs auf, stillt ihren Sohn, macht das Frühstück für die Familie, wäscht sich unter der Wasserpumpe. Kocht mit ihrer Schwiegermutter und ihrer Schwägerin Mittag, dann macht sie sauber, redet ein wenig mit den Nachbarn, über das Essen, die Verwandtschaft, wäscht, legt die Kleidung in den Schrank, stillt ihr Kind.

Als ihr Bauch immer dicker wurde, wusste sie nicht, was mit ihr vorging. Sie empfand nichts, keine Freude, und auch keine Schmerzen, als sie in den Wehen lag. Nur Kopfweh und Übelkeit. Sie verlor bei der Geburt sehr viel Blut, und sie ist noch immer schwach und hat Schmerzen, aber sie hat kein Geld für den Arzt. Ihr Mann arbeite zu wenig, sagt sie, sie hat Angst, dass er ihre Familie nicht ernähren kann. Früher hat er Fahrräder repariert, aber weil die Leute nicht bezahlten, gab er sein Geschäft auf. Jetzt arbeitet er manchmal auf dem Feld.

Dass sie ein Kind hat, hat ihr Ansehen im Dorf verbessert. Sie ist froh, dass es ein Junge ist. Alles, was sie sich für die Zukunft wünscht, das wünscht sie sich für ihn.

Viele Eltern wissen überhaupt nicht, dass eine frühe Verheiratung und Brautgeld illegal sind. Sie halten es für einen Teil ihrer Kultur. Je nach ihrem Einkommen und dem Alter der Braut liegt das Brautgeld zwischen 500 und 10 000 Euro - Summen, für die die Armen ihr Land verkaufen oder die Geschwister der Braut nach Dhaka schicken müssen, als Hausmädchen oder in die Textilfabriken, damit sie Geld verdienen. Das sind die Alternativen für Mädchen wie Anita: frühe Ehe oder ein Leben als ungelernte Näherin.

Fenchy hat ihre älteste Tochter mit 12 verheiratet - ihrer Jüngsten will sie das ersparen.

Fast 5000 Textilfabriken gibt es im Ring um die Hauptstadt, Betonbauten, aus deren Dächern Stahlfinger ragen, damit sie schnell aufgestockt werden können. Die Fenster in den Arbeitshallen sind vergittert, die Neonröhren brennen Tag und Nacht. Abends um fünf und morgens um neun sind die Straßen voller Mädchen, die auf ihren Flipflops zurückeilen in ihre Unterkünfte, die sie mit zehn, zwölf anderen Mädchen teilen und in denen sie darauf warten, dass ihre nächste Schicht beginnt. Fünf Euro können sie im Schnitt im Monat nach Hause schicken. Bangladesch hat die niedrigsten Löhne der Welt, und die Wirtschaft boomt.

Bringen die Eltern das Geld nicht zusammen, schicken die Schwiegereltern das Mädchen zu ihnen zurück. Viele Ehemänner suchen ihre Frau dann trotzdem auf, vergehen sich an ihr, um so den Druck auf den Brautvater zu erhöhen, das Geld irgendwie zusammenzubringen. Wird sie schwanger, lebt sie wie eine doppelt Entehrte im Dorf ihrer Eltern. Allein dieser Mädchen wegen will Keshob bei den Wedding Busters bleiben, auch wenn er mit 18 eigentlich zu alt dafür ist. "Es ist das Schlimmste, was einem Mädchen passieren kann", sagt er.

"Obwohl die Mütter Ähnliches durchgemacht haben, schützen sie ihre Töchter nicht,"

An diesem Nachmittag hat er sich nach der Feldarbeit ein sauberes T-Shirt angezogen, er ist auf dem Weg zu einem Treffen der Gruppe, die er leitet. Sie treffen sich in einem leeren Klassenraum, 30 Mädchen und Jungen zwischen acht und 17, sie hocken auf dem Boden mit Futtersäcken als Unterlage und besprechen, was in ihren Dörfern vor sich geht und was sie persönlich beschäftigt. Fragt man sie, wer schwerer zu überzeugen ist, die Mütter oder die Väter, sagen sie, dass es sich die Waage hält. Keshob sagt: "Obwohl die Mütter Ähnliches durchgemacht haben, schützen sie ihre Töchter nicht." Ein Kreislauf, der Opfer zu Tätern macht: So wenig, wie die Mütter gelernt haben, freie, eigene Entscheidungen über ihr Leben zu treffen, so wenig können sie es nun für ihre Töchter.

Einige Kinder haben ein Stück über das Schicksal einer Kinderbraut einstudiert, sie wollen es am nächsten Tag auf dem Schulhof aufführen. Sie legen Stoffbahnen auf dem Innenhof der Schule aus, die ihre Bühne sein sollen. Dann holen sie ihre Transparente heraus; vor dem Theaterstück planen sie einen Umzug, das machen sie mehrmals im Monat. Sie ziehen über die Landstraße, so dass die Lkws, die sonst wegen gar nichts bremsen, anhalten müssen. Die Kinder drängeln sich hinter den Bannern, lachen und rufen, die Leute in den Dörfern kommen zu ihnen und gehen mit. Auf den Bannern steht: Wir haben eine Stimme.

Info: Das Verschwinden der Mädchen

Das Kinderhilfswerk Plan unterstützt die Kinder im Jaldhaka-Distrikt. Die Plan-Mitarbeiter bauen Kindergruppen auf, klären sie über ihre Rechte auf und üben mit ihnen, Behörden gegenüber selbstbewusst aufzutreten. "Die Frühverheiratung treibt die Kinder um, sie sehen, wie Jahr für Jahr mehr Mitschülerinnen verschwinden", sagt Paul Malakar, Sprecher von Plan Bangladesch, der selbst viele Gruppen betreute. Wenn Sie spenden wollen: Mit dem Mädchen-Fonds "Because I am a Girl" hilft Plan gezielt jungen Frauen mit Bildungsangeboten oder schützt sie vor Frühverheiratung, auch in Bangladesch. Plan International Deutschland e. V., Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 251 205 10, Konto 9444933, Stichwort: Mädchen Bangladesch.

Text: Meike Dinklage Fotos: Anika Büssemeier BRIGITTE 26/2013
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