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Jedes dritte Mädchen wird zur Heirat gezwungen

Jedes dritte Mädchen wird zur Heirat gezwungen
© Sinclair/picture alliance
Es sind schockierende Zahlen, die Unicef im Rahmen eines Berichts zur Lage der weltweiten Kinderrechte vorgelegt hat: Jedes dritte Mädchen unter 18 Jahren wird zur Heirat gezwungen.

Vor knapp 25 Jahren wurde die UN-Konvention für internationale Kinderrechte verabschiedet. Sie sollte die Basis für eine unbeschwerte Kindheit sein. Ohne Gewalt, Armut, sexuelle Übergriffe und Kinderarbeit. In allen Teilen der Welt.

Ein Unicef-Bericht zeigt nun, was sich im letzten Vierteljahrhundert getan hat. Auch wenn sich einige durchaus positive Entwicklungen zeigen, Zahlen wie diese rütteln auf: Jedes dritte Mädchen unter 18 Jahren wird zur Heirat gezwungen - das sind etwa 13,5 Millionen Mädchen, die in viel zu jungen Jahren heiraten müssen. Vor allem in ländlichen Gebieten seien Zwangsheiraten ein großes Problem, warnt Unicef, aber auch in Flüchtlingslagern und Krisengebieten.

Mit der Zwangsheirat gehen oftmals auch frühe Schwangerschaften einher: Kinder bekommen Kinder. Abgesehen von seelischen Verletzungen, werden Mütter und Babys auch hohen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt.

Diese Missstände können nur mithilfe von Bildung durchbrochen werden, sagt Maike Röttgers, Geschäftsführerin von Plan International Deutschland. Daher will sich die Organisation für insgesamt vier Millionen Mädchen in den Entwicklungsländern einsetzen, um ihnen eine Schulbildung von mindestens neun Jahren zu ermöglichen. Die Kampagne "Because I am a Girl" läuft bis 2016 und hat bisher schon mehr als 20 Millionen Mädchen den Gang zur Schule ermöglicht.

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