Guido Cantz: SWR stellt sich hinter "Verstehen Sie Spaß?"-Moderator

Laut einer Befragung ist Guido Cantz bei Fans von "Verstehen Sie Spaß?" unbeliebt. Doch an deren Aussagekraft darf gezweifelt werden.

Steckt die beliebte ARD-Unterhaltungssendung "Verstehen Sie Spaß" in einer Krise? Die "Bild"-Zeitung berichtete am Donnerstagabend von einer Zuschauerbefragung, nach der die Sendung, vor allem aber ihr Moderator Guido Cantz (47), bei den Fans nicht mehr so gut ankommen soll.

So würden etwa die Einspieler in der Sendung den Befragten laut "Bild" "weniger bis gar nicht gefallen" und die Sendezeit werde als "zu lang" empfunden. Über Moderator Cantz sollen die Befragten gesagt haben, er käme "unfreundlich" und "arrogant" rüber, wirke "gekünstelt" und sei "nicht spontan". Zudem hätten die Befragten bemängelt, dass Cantz die in der Sendung reingelegten Promis vor laufender Kamera vorführe.

SWR steht zu seinem Moderator

Wir das Eis für Cantz also dünn? Wohl eher nicht. Auf Anfrage beim SWR, der innerhalb der ARD für "Verstehen Sie Spaß?" zuständig ist, stellte der Sender klar: "Der SWR steht voll und ganz hinter dem Moderator der Sendung." Cantz passe mit seinem einzigartigen Humor perfekt in das Programm. Auch sei er beim Publikum beliebt, ein freundlicher Gastgeber und ein "wandlungsfähiger Lockvogel" - im Grunde also die perfekte Besetzung für die Moderation einer Sendung, deren Konzept es ist, ahnungslosen Promis und Nicht-Promis humorvolle Fallen zu stellen.

Zusätzlich ließ der SWR noch folgendes wissen: Es sei normal, dass auch an erfolgreichen Unterhaltungssendungen "kontinuierlich gearbeitet wird". Diese Arbeit diene dazu, "die Show noch erfolgreicher zu machen". "Insofern hilft uns die Befragung von 47 Zuschauerinnen und Zuschauern weiter, die natürlich unterschiedliche Geschmäcker haben." Deren Eindrücke würden nun diskutiert.

Befragung nicht repräsentativ

Dazu hilft es zu wissen, dass laut SWR regelmäßig zwischen 3,5 und über 4 Millionen Menschen "Verstehen Sie Spaß" einschalten. Wie repräsentativ die Befragungsergebnisse angesichts dieser Zahlen sind, lässt sich durchaus anzweifeln.

Zum Vergleich: Wenn etwa das Trend- und Wahlforschungsunternehmen Infratest dimap für die ARD den "Deutschlandtrend" erstellt, werden aus gut 65 Millionen Wahlberechtigten 1000 ausgewählt und befragt. Damit die Ergebnisse wirklich repräsentativ sind, müssen diese 1000 zudem unter anderem aus verschiedenen Altersschichten stammen, verschiedene sozial-wirtschaftliche Hintergründe haben oder aus verschiedenen Regionen Deutschland stammen.

Moderator Cantz äußerte sich in der "Bild" zu den Eindrücken der 47 Befragten und der angeblichen Krise: "Mit Kritik kann ich sehr gut umgehen und das bringt einen inhaltlich weiter! Die Auswertung der 47 Teilnehmer der Studie nehmen wir uns zu Herzen und wir werden das die nächsten Tage im Detail besprechen."

Auch vom SWR kommen ähnliche Töne: "Wir werden deren Eindrücke intern konstruktiv diskutieren." Ziel des SWR sei es, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer mit "Verstehen Sie Spaß?" einen vergnüglichen Fernsehabend verbringen können.

SpotOnNews
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