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Harvey Weinstein: Die Jury hat den gefallenen Filmmogul schuldig gesprochen

Harvey Weinstein könnte eine Jahrzehnte lange Haftstrafe verbüßen müssen
Harvey Weinstein könnte eine Jahrzehnte lange Haftstrafe verbüßen müssen
© imago images/UPI Photo
Im Vergewaltigungsprozess gegen Harvey Weinstein ist das Urteil gefallen: Die Jury sprach den gefallenen Filmmogul schuldig.

Im Vergewaltigungsprozess gegen Harvey Weinstein (67) ist ein Urteil gefallen. Die sieben Männer und fünf Frauen der Jury haben den Ex-Hollywood-Mogul nach knapp sechs Tagen der Beratung der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung schuldig gesprochen. In drei weiteren Anklagepunkten wurde er jedoch freigesprochen. Wie unter anderem die US-Promi-Seite "TMZ" berichtet, soll das Strafmaß am 11. März verkündet werden.

Dem ehemaligen Filmmogul werfen seit 2017 zwar mehr als 80 Opfer sexuelle Übergriffe vor, im Mittelpunkt des Prozesses standen aber die Anschuldigungen zweier Frauen. Weinstein soll eine der Frauen im Jahr 2013 in einem New Yorker Hotel vergewaltigt haben, die andere sei von ihm 2006 zum Oralsex gezwungen worden. Die Jury befand Weinstein in diesen Anklagepunkten für schuldig.

Keine Lebenslange Haft für Weinstein

Von den drei weiteren Anklagepunkten wurde Weinstein allerdings freigesprochen. Er habe sich nur der Vergewaltigung in einem minder schweren Fall schuldig gemacht. Auch die zwei schwersten Anklagepunkte wegen wiederholter sexueller Angriffe sah die Jury als nicht erwiesen an und sprach ihn frei. Bei einem Schuldspruch hätte ihm eine lebenslange Haftstrafe gedroht.

Bei diesen Anklagepunkten des "predatory sexual assault" (zu Deutsch: "Raubtierhafter sexueller Angriff") legte die Staatsanwaltschaft Weinstein ein "raubtierhaftes" Verhaltensmuster gegenüber Frauen zur Last. Berichten zufolge waren sich die Geschworenen genau bei diesen Punkten zuvor offenbar uneins gewesen. Eine Anfrage, ob sie in allen fünf Anklagepunkten zu einem einstimmigen Ergebnis kommen müssten, wurde von der Staatsanwaltschaft und vom verhandelnden Richter bejaht. Daraufhin wurden die Beratungen weitergeführt - mit dem jetzigen Ergebnis.

SpotOnNews

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