VG-Wort Pixel

Harvey Weinstein: Mutmaßliches Vergewaltigungsopfer bricht emotional zusammen

Harvey Weinstein im Januar 2020 auf dem Weg ins Gericht
Harvey Weinstein im Januar 2020 auf dem Weg ins Gericht
© lev radin / Shutterstock.com
Im Prozess gegen Harvey Weinstein brach Hauptbelastungszeugin Jessica Mann in Tränen aus. Die Verhandlung musste frühzeitig beendet werden.

Am Montag kam es beim Prozess gegen Harvey Weinstein (67) in New York zu emotionalen Szenen. Während die Hauptbelastungszeugin, das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer Jessica Mann (34), von der Weinstein-Verteidigerin Donna Rotunno (44) ins Kreuzverhör genommen wurde, brach die Schauspielerin emotional zusammen. Nach ihrer belastenden Aussage vom Freitag versuchte die Anwältin laut "New York Times" nun, die Glaubwürdigkeit der Zeugin vor Gericht anzuzweifeln, was offenbar für Mann zu viel wurde.

Rotunno ließ Mann eine E-Mail vorlesen, die sie offenbar im Jahr 2014, nach dem angeblichen Missbrauch durch Weinstein, ihrem damaligen Partner schrieb. Darin spricht sie vom gefallenen Filmmogul als eine Art Vaterfigur, der ihr viel Bestätigung gegeben hätte. Außerdem erklärte Mann in dieser E-Mail, dass sie bereits lange bevor sie Weinstein kennenlernte, sexuell missbraucht worden sei. Während sie diese Mail vorlas, brach Mann in Tränen aus.

Nervenzusammenbruch nach Verhandlung?

Auch nachdem der Richter James Burke die Sitzung für eine kurze Pause unterbrechen ließ, hörte Mann nicht auf zu weinen. Burke entschied sich, die Sitzung frühzeitig zu beenden. Laut übereinstimmenden US-Medienberichten hat Mann danach einen regelrechten Nervenzusammenbruch erlitten: Sie habe hyperventiliert und aus einem Nebenraum seien laute Schreie zu hören gewesen.

Zuvor ging laut Informationen der "USA Today" die Verteidigerin mit der Zeugin hart ins Gericht. Sie warf ihr vor, freiwillig ein sexuelles Verhältnis mit Weinstein angefangen zu haben, obwohl sie ihn nicht attraktiv gefunden habe: "Sie mochten die Partys und sie mochten die Macht." Mann wiederum sagte, dass sie nur deswegen Kontakt zu Weinstein nach der mutmaßlichen Vergewaltigung hielt, weil sie Angst um ihre Karriere hatte. Sie wollte sich vor seiner Wut schützen.

SpotOnNews

Mehr zum Thema