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Harvey Weinstein Produzent bittet um Pausieren seines Verfahrens

Harvey Weinstein im Januar 2020.
Harvey Weinstein im Januar 2020.
© lev radin/Shutterstock.com
Harvey Weinstein muss vor Gericht aussagen. Ihm geht es aber offenbar so schlecht, dass er nun um das Pausieren des Verfahrens bittet.

Harvey Weinstein (68) hat kein Covid-19, soll jedoch in schlechter Verfassung sein. Dem ehemaligen Filmproduzenten gehe es sogar so schlecht, dass er nun um das Pausieren seines Gerichtsverfahrens bittet. Eine eidesstattliche Aussage sei für den verurteilten Sexualstraftäter nahezu unmöglich, behauptet dessen Anwalt Imran Ansari. Sein Gesundheitszustand habe sich in den vergangenen Tagen "dramatisch verschlechtert", das Strafverfahren gegen ihn in Los Angeles solle vorerst auf Eis gelegt werden. Es stelle für Weinsteins Gesundheit ein zu hohes Risiko dar, argumentiert Ansari.

Darum geht es in dem Verfahren

Alexandra Canosa, eine ehemalige Angestellte der Weinstein Company, reichte gegen den 68-Jährigen im Jahr 2018 Klage ein. Weinstein soll sie wiederholt sexuell missbraucht haben. Wie "The Hollywood Reporter" schreibt, habe der ehemalige Produzent bis 29. Januar Zeit, seine Aussage zu machen. Er "streitet diese anzüglichen Anschuldigungen vehement ab", meint Ansari. Um die angebliche Dringlichkeit des Pausierens zu untermauern, führt der Anwalt in seinem Schreiben an, dass Weinstein unter anderem mit der Zuckerkrankheit, einer Erkrankung der Herzkranzgefäße, Bluthochdruck, Schlafstörungen, chronischen Schmerzen in den Beinen sowie Arthritis zu kämpfen habe.

Harvey Weinstein wurde im Februar 2020 zu einer 23-jährigen Haftstrafe verurteilt. Eine Jury hatte ihn der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung schuldig befunden. In Los Angeles sieht er sich zudem mit weiteren elf Anklagen konfrontiert.

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