30 Jobs mit Zukunft

Ihr wisst noch nicht genau, was ihr einmal werden wollt? Oder ihr habt euch eigentlich schon entschieden, aber braucht dringend einen Plan B? Wir stellen euch 30 Berufe vor, die Zukunft haben -

Mit der Jobwahl ist es manchmal fast so wie mit der Wahl des richtigen Partners: Es gibt entweder zu viele verlockende Berufe, die einem die Wahl fast unmöglich machen - oder es ist kein einziger Job in Aussicht, bei dem man aus vollem Herzen sagen kann: Ja, dich will ich. Und manchmal stellt sich der Richtige halt auch als der Falsche heraus, und man braucht dringend einen Plan B.

Um euch die Wahl zu erleichtern, haben wir zusammen mit Arbeitsmarktexperten 30 Berufe rausgesucht, die Zukunft haben. Gerade in den Branchen Medien, Fitness und Tourismus stehen euch die Türen offen. Hier werden auch in den nächsten Jahren viele Jobs angeboten und entstehen - nur müsst ihr euch darauf einstellen, dass ihr euch bei den "In-Branchen" in eine lange Schlange aus Bewerbern einreiht. Dennoch gilt: Nicht verschrecken lassen! Am Ende setzt sich eben doch die Beste durch.

Beste Aussichten bieten aber auch technische Berufe. Technik? Ich? Zugegeben: Das klingt wenig charmant und sexy. Da beginnt gleich das Kino im Kopf, und man denkt an Nerds mit schlechter Frisur und Karo-Hemd. Aber gerade in den letzten Jahren haben sich neue Berufsfelder aufgetan - von der Beratung im Umweltbereich bis hin zu neuen Produktentwicklungen. Und auch die Unternehmen haben gemerkt, dass sie umdenken müssen – und Frauen stärker bei der Forschung, Entwicklung und Produktion einbinden müssen. Das ist also eure Chance!

Auf den folgenden Seiten stellen wir euch die Berufe kurz vor und geben euch zu jedem die Basis-Infos.

Fotomedienfachfrau

Ein Fotografiestudium – zu teuer? Eine Ausbildung als Fotografin auf den ersten Blick nicht vielseitig genug? Ab dem 1. August gibt es für alle Fotografie-Begeisterte eine neue Alternative: Die Ausbildung zur Fotomedienfachfrau.

Fotomedienfachleute beraten Kunden, bearbeiten Bilder, sie fotografieren selber und kennen sich auch mit dem technischen Know-how aus. Sie arbeiten bei Bildagenturen, bei Fotografen und Fotolaboren, aber auch in Einzelhandelsunternehmen, in der Industrie oder bei Dienstleistungsunternehmen.

Ausbildung: Die Ausbildung dauert 3 Jahre und enthält Elemente aus den Berufen der Einzelhandelskauffrau, der Fotografin und der Fotomedienlaborantin.

Besonderheiten: Die Ausbildungsregelung tritt voraussichtlich am 1. August 2008 in Kraft.

Brutto-Jahresverdienst: Bis jetzt gibt es noch keine Angaben über das voraussichtliche Gehalt. Dies wird wohl davon abhängig sein, ob in Industrie, im Handwerk oder im Handel ausgebildet und gearbeitet wird. Der Durchschnitt im Einzelhandel liegt bei einem Brutto-Jahresverdienst von etwa 20.856 Euro.

Content-Managerin

Was wären wir nur ohne das Internet? Das World Wide Web wächst jeden Tag. Kein Wunder, dass besonders dieses Medium immer neue berufliche Perspektiven bietet.

Die Content-Managerin ist für den Inhalt (Englisch: content) einer Website, eines Internetportals oder eines Intranets verantwortlich. Zu ihren Aufgaben gehören neben dem Schreiben von Texte und dem bearbeiten von Bildern auch Fragen der Geschäftsführung, des Vertriebs, des Marketings und der Gestaltung. Sie kümmern sich darum, dass das Angebot immer weiterentwickelt wird, analysieren den Markt und das Wettbewerbsumfeld und können ihre kreativen Ideen in den Entstehungsprozess ganz neuer Angebote einbringen

Beschäftigt sind Content-Managerinnen bei Unternehmen ganz unterschiedlicher Branchen. Bei Verlagen und Rundfunkanstalten genauso wie bei Institutionen, Verbänden oder Organisationen, die ihre Internetseite selbst betreiben.

Ausbildung: Die Anforderungen an eine Content-Managerin sind ganz unterschiedlich. Manche Firmen setzten einen Hauptschulabschluss voraus, andere legen Wert auf eine Weiterbildung im Bereich neue Medien. Meist wird jedoch ein medienbezogenes Studium vorausgesetzt.

Besonderheiten: Die Vielfalt der angebotenen Jobs sowie deren Anforderungen ist enorm groß.

Brutto-Jahresverdienst: Durchschnittlich verdienen Content-Managerinnen ab ca. 30.000 Euro pro Jahr.

Mediengestalterin Digital und Print

Kreativität, visuelles Denken und ein gutes Auge sind nur einige wenige Voraussetzungen für den Beruf der Mediengestalterin Digital und Print.

Er ist eine Schnittstelle aus Berufen wie Schriftsetzerin, Reproherstellerin und Werbevorlagenherstellerin. Mediengestalterinnen Digital und Print sind für die Gestaltung von digitalen oder gedruckten Informationsmitteln verantwortlich. Von der Entwicklung über die Umsetzung bis hin zur Fertigung des Produktes - sie sind Allround-Talente. Daneben sind sie zuständig für die Kundenakquisition und Kundenberatung.

Angestellt ist die Mediengestalterin Digital und Print in Verlagen, Agenturen und in der Druckindustrie.

Ausbildung: Die Ausbildung dauert drei Jahre. In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres erfolgt eine Spezialisierung auf die Fachrichtungen Beratung und Planung, Gestaltung und Technik oder Konzeption und Visualisierung.

Besonderheiten: Immer mehr Hochschulen (auch private) bieten Studiengänge wie Mediendesign an.

Brutto-Jahresverdienst: Durchschnittlich verdienen Mediengestalterinnen Digital und Print etwa 31.000 Euro.

Online-Redakteurin

Schreiben ist ein Handwerk - und eine Kunst. Das Handwerk kann man erlernen, das mit der Kunst ist so 'ne Sache.

Online-Redakteurinnen sind verantwortlich für den redaktionellen Inhalt von Internetauftritten. Neben der Recherche gehören natürlich das Schreiben von Artikeln und deren technische Umsetzung, also das Arbeiten mit einem Redaktionssystem, das Erstellen interaktiver Elemente, wie eines Tests oder Quiz, und das Vorschlagen neuer Themen zu ihren Aufgaben. Wichtig ist vor allem das Aufspüren neuer Themen und Trends, um stets tagesaktuell zu arbeiten.

Online-Redakteurinnen arbeiten entweder bei Online-Redaktionen von Zeitschriften und Zeitungen oder bei nicht an ein Printmedium gekoppelten Onlinemagazinen wie Bym.de.

Ausbildung: Die Einstiegsvoraussetzungen variieren je nach Arbeitgeber. Eine journalistische Ausbildung ist von Vorteil.

Besonderheiten: Bislang bietet nur die Hochschule Darmstadt den Studiengang Online-Journalismus an. Das Studium dauert acht Semester und ist staatlich anerkannt.

Brutto-Jahresverdienst: Journalistinnen in Printmedien werden nach Tarifvertrag bezahlt. Die Verdienstmöglichkeiten für Online-Journalistinnen variieren, je nach Unternehmen, Aufgabengebiet und Ausbildung. Durchschnittlich verdienen Berufseinsteigerinnen um 33.000 Euro.

Informatikkauffrau

Netzwerke, Computer und Telekommunikation gehören zu unserem Berufsalltag. Damit dieser reibungslos funktioniert, gibt es die Informatikkaufleute. Sie beraten und schulen Mitarbeiter, kümmern sich um Hard- und Software-Lösungen - und sind die Schnittstelle zwischen der IT und den Mitarbeitern im Unternehmen. Sie kennen sich sowohl mit der Technik, als auch der Betriebswirtschaft aus. Sie analysieren Probleme und suchen die passenden technischen Lösungen, stellen Kalkulationen und Konzepte auf und holen Angebote bei Herstellern ein.

Ausbildung: Die Ausbildung im Betrieb dauert 3 Jahre. Möglich ist aber auch ein Duales Studium an einer Berufsakademie.

Brutto-Jahresverdienst: Einstiegsgehalt etwa 26 000 Euro.

Produktionstechnologin

Unternehmen stehen im globalen Wettbewerb immer stärker unter Druck. Um sich gegen ihre Konkurrenz behaupten zu können, müssen sie in immer kürzere Zeit neue, innovative Produkte auf den Markt bringen. Sie müssen effizient und schneller produzieren, um nicht auf der Strecke zu bleiben. Produktionstechnologen entwickeln neue Prototypen, begleiten sie von der Entwicklung, über die Umsetzung bis zur Produktion

Ausbildung: Produktionstechnologin ist ein neuer Ausbildungsberuf. Dauer der Ausbildung: 3 Jahre.

Besonderheit: Dieser Ausbildungsberuf wird erst im Sommer 2008 neu eingeführt.

Brutto-Jahresverdienst: Da der Ausbildungsberuf erst zum Sommer eingeführt wird, sind dazu leider noch keine Daten vorhanden.

Software-Entwicklerin

Ohne den Computer läuft heute gar nichts mehr – und ohne die nötige Software noch viel weniger. Deswegen werden immer Software-Entwickler gebraucht. Sie programmieren die Software – entwickeln aber auch die Softwarearchitektur, planen die Projekte von Anfang an und setzten sie später um. Gerade Frauen sind in diesem Beruf unterrepräsentiert, werden aber immer stärker nachgefragt: Denn immer häufiger wird in Teams gearbeitet, die Projektarbeit koordiniert und mit den Kunden gesprochen. Fähigkeiten, die eben vor allen Frauen mitbringen. Software-Enwickler arbeiten sowohl in der IT-Branche als auch in Unternehmensberatungen, Forschungseinrichtungen und Rechenzentren. Und auch in Ingenieurbüros sind sie sehr gefragt.

Ausbildung: 4 - 5 Jahre Informatik-Studium an einer Hochschule oder Berufsakademie. Außerdem gibt es neuerdings den Ausbildungsberuf zur mathematisch-technischen Software-Entwicklerin. Die Dauer: 3 Jahre. Auch die Industie- und Handelskammer bietet eine Zertifizierung zum Software Developer (IHK). Die Weiterbildung dauert etwa ein Jahr.

Brutto-Jahresverdienst: Einstiegsgehalt: 37.000 im Jahr.

Technische Redakteurin

Wie häufig habt ihr schon eine Bedienungsanleitung gelesen und sie nicht verstanden? Montageanleitungen in alle Richtungen gedreht – und trotzdem nicht gewusst, welche die richtige ist? Um Nutzern technische Geräte einfach zu erklären, gibt es den Beruf der technischen Redakteurin. Sie ist quasi die Übersetzerin zwischen Entwicklern und Anwendern. Sie konzipiert und erstellt aussagefähige und leicht verständliche Texte, Zeichnungen und Grafiken wie zum Beispiel Bedienungs- und Montageanleitungen, Produktinfos, aber auch Schulungsunterlagen und Handbücher. Und immer häufiger sind technische Redakteure auch für das gesamte Informationsmanagement eines Betriebes zuständig. Technische Redakteure sind in vielen Branchen einsetzbar. Das macht den Beruf so spannend. Sie arbeiten bei Verlagen, Möbelhäusern, Autoherstellern, in Ingenieurbüros, Dienstleistungsfirmen und bei Unternehmen in der Elektrobranche.

Ausbildung: Technische Redaktion könnt ihr an Fachhochschulen studieren. Dauer bis zum Bachelor: 3 - 4 Jahre. Es ist aber auch möglich, eine Spezialisierung im Rahmen eines Journalistik- oder Ingenieurstudiums zu belegen. Außerdem kann man bei der tekom ein zweijährigen Volontariat zur technischen Redakteurin machen.

Brutto-Jahresverdienst: In etwa 45.000 Euro

Wirtschaftingenieurin

Ingenieurin? Das klingt alles andere als sexy. Aber als Wirtschaftsingenieurin stehen euch alle Türen offen. Ihr könnt überall dort eingesetzt werden, wo kaufmännisches und technisches Denken gleichermaßen gefragt ist. Und das ist fast überall: Logistik, Einkauf, Vertrieb, Qualitätsmanagement, Finanzen – und zwar sowohl in der Industrie als auch im Handel, bei Banken und Unternehmensberatungen, im In- oder im Ausland. Und der Beruf ist deutlich kreativer, als das Klischee des langweiligen Karo-Hemd-Trägers so hergibt. Als Wirtschaftingenieurin plant, entwickelt, organisiert und gestaltet ihr Arbeits- und Geschäftsprozesse jeglicher Art. Ihr löst Probleme und seid die Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Technik. Und ganz nebenbei: Wirtschaftsingenieure werden im Moment stark gesucht. Das schlägt sich auch im Einstiegsgehalt nieder.

Ausbildung: Wirtschaftingenieurwesen kann man an Unis, Fachhochschulen und Berufsakademien studieren. Bis zum Bachelor-Abschluss dauert der Studiengang mindestens 3, höchstens 4 Jahre. Wer später eine Führungsposition anstrebt, sollte den Master hintendran hängen (Dauer: 1 - 2 Jahre).

Brutto-Jahresverdienst: Einstiegsgehalt: 41.000. Nach 2 Jahren Berufserfahrung ist ein Jahresgehalt von 50.000 Euro realistisch.

Energieberaterin

Energie, Strom und Ökologie werden zunehmend wichtiger. Ganz egal, ob als große Firma oder kleiner Privathaushalt – das Haushalten mit den kostbaren Rohstoffen Wasser, Gas, Erdöl, und Kohle lohnt sich, und eröffnet ganz neue berufliche Perspektiven.

Energieberaterinnen informieren sowohl Privathaushalte als auch große Wirtschaftbetriebe. Wo kann Energie eingespart werden? Wie kann sie umweltschonend eingesetzt werden? Das sind Fragen, für die Energieberater Lösungen suchen und erarbeiten zum Beispiel bei Sanierungsmaßnahmen, Neubauten und Investitionsvorhaben.

Ausbildung: Der Beruf der Energieberaterin ist eine Weiterbildung. Intensivkurse dauern etwa 15 Tage, die Lehrgänge der Handwerkskammern und privater Bildungsträger ca. 6 bis 12 Monate. Die Kosten für die Weiterbildung betragen durchschnittlich etwa 2.000 Euro.

Besonderheiten: Vorsicht! Die Weiterbildung zur Energieberaterin sollte, ganz egal bei welchem Bildungsträger, staatlich anerkannt sein. Damit ist nämlich die Berechtigung zu staatlich geförderten Beratungsleistungen und Nachweisen wie dem Energiepass gekoppelt.

Brutto-Jahresverdienst: Je nach Branche durchschnittlich ab 30.000 bis 40.000 Euro.

Umweltschutztechnikerin

Der Klimawandel und seine Folgen: Alle reden darüber, nur wenige tun was. Reden ist eben bekanntlich auch nur Silber... Goldene Zeiten also, um endlich selbst etwas zu bewegen. Ein guter Anfang ist da die richtige Berufswahl. Dann wird es zum Arbeitsalltag Umweltbelastungen zu erkennen und zu verringern.

Staatlich geprüfte Technikerinnen in der Fachrichtung Umweltschutztechnik arbeiten in der Landschaftsökologie, der Verfahrens- und Labortechnik. Sie erkunden erneuerbare Energien und beraten in Energiefragen. Sie führen Analysen durch (von Schadstoffen, Abgasen, etc.), interpretieren und dokumentieren die Ergebnisse und entwickeln umweltfreundliche Prozesse. Eine Anstellung finden Umweltschutztechnikerinnen in der Industrie, in mittelständischen Betrieben, der öffentlichen Verwaltung und bei Institutionen der technischen Überwachung.

Ausbildung: Staatlich geprüfte Technikerin der Fachrichtung Umweltschutz ist eine Weiterbildung an Fachschulen und Berufskollegs. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung. Im Vollzeitunterricht dauert die Weiterbildung zwei, im Teilzeitunterricht vier Jahre. Sie wird sowohl mit als auch ohne Schwerpunkt angeboten.

Besonderheiten: Ein Beruf ganz ohne schlechtes Gewissen der Umwelt gegenüber.

Brutto-Jahresverdienst: Im Durchschnitt liegt der Verdienst bei etwa 33.000 Euro.

Fluglotsin

Keine Panik vor der gelben Kelle! Der Luftraum über Deutschland gehört zu den verkehrsreichsten der Welt. Jeden Tag bewegen sich etwa 8000 Flugzeuge über unseren Köpfen, auf Start- und Landebahnen deutscher Flughäfen. Die Kontrolle dieses Verkehrs stellt nicht nur höchste Ansprüche an die Technik, sondern auch an die Menschen, die in der Flugsicherung arbeiten.

Keine Angst vor hohen Ansprüchen und großer Verantwortung? Fluglotsen überwachen und leiten den Verkehr hoch oben in der Luft. Mit Hilfe von Radarschirm und Funkgerät in Tower und Kontrollzentrum kümmern sie sich darum, dass Maschinen und Menschen heil am Boden unten aufsetzen. Die gelben Kellen schwingen andere.

Beschäftigt werden Fluglotsinnen in den Kontrollzentren zur Flugsicherung während der Flüge und im Landeplatzbereich. Auch die Bundeswehr beschäftigt Fluglotsinnen. Weitere Möglichkeiten eröffnen sich bei Luftfahrtbehörden und im Ausbildungsbereich.

Ausbildung: Die Ausbildung zur Fluglotsin ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung von maximal 17 Monaten an der Akademie für Flugsicherungen in Langen bei Frankfurt.

Besonderheiten: Es gibt drei Ausrichtungen der Ausbildung: Towerfluglotsin, Centerfluglotsin und Regionalfluglotsin.

Brutto-Jahresverdienst: Berufsanfänger verdienen durchschnittlich etwa 60.000 Euro brutto im Jahr.

Logistikerin

Organisationstalente aufgepasst! Logisches Denken erwünscht. Kein Problem? Dann ist der Beruf der Logistikerin genau das Richtige.

Logistikerinnen beschäftigen sich mit Fragen der Materialwirtschaft eines Betriebs. Sie koordinieren die Lagerung und den Transport von Waren- und Informationsströmen, mit dem Ziel, Material, Zeit und Geld optimal einzusetzen. Dazu analysieren sie bestehende Verfahren und erstellen Konzepte zur bestmöglichen Verknüpfung der Verkehrswege.

Angestellt werden Logistikerinnen in großen Industrieunternehmen, in Beratungsunternehmen und in Speditions- und Transportunternehmen.

Ausbildung: Die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für den Beruf der Logistikerin sind vielseitig. Neben einer dreijährigen Lehre zur Speditionslogistikerin kann ein drei- bis vierjähriges Fachhochschul-Studium zur internationalen Logistik-Managerin (ILM) absolviert werden. Auch ein Universitätsstudium zur Betriebswirtin oder Industrielogistikerin wird vielerorts angeboten und dauert ebenfalls drei bis vier Jahre. Doch auch für Quereinsteiger aus Wirtschaft, Technik, Handwerk und Textil gibt es etliche Weiterbildungsmöglichkeiten.

Besonderheiten: Logistikerinnen sollten über eine herausragende Kommunikationsfähigkeit und gute bis sehr gute Englischkenntnisse verfügen.

Brutto-Jahresverdienst: Mit Fachhochschulabschluss oder Studium liegt der Verdienst im Jahr bei durchschnittlich ca. 33.000 Euro, mit einer Ausbildung bei etwa 24.000 Euro.

Pilotin

Über den Wolken mag die Freiheit ja grenzenlos sein, doch es herrscht eindeutig Frauenmangel. Also, Mädels: Abheben!

Pilotinnen, offiziell Verkehrsflugzeugführerinnen genannt, steuern Passagier- und Frachtflugzeuge. Doch ihre Tätigkeit umfasst weit mehr als das. Ihre überwachende Tätigkeit zum Beispiel. Pilotinnen müssen Kenntnisse in den Bereichen Navigation, Technik, Meteorologie, Funksprechverkehr, Luftverkehrsgesetz und Flugsicherungsbestimmungen besitzen. Der Beruf der Pilotin ist nicht nur ein Job mit enormer Verantwortung, sondern auch einer mit oftmals weit unterschätzter hoher Beanspruchung.

Pilotinnen arbeiten bei Linien- und Charterfluggesellschaften, bei der Bundeswehr, in der öffentlichen Verwaltung und an Flugschulen. Auch im Krankentransport mit Flugzeugen oder in der Schädlingsbekämpfung werden sie gebraucht.

Ausbildung: Voraussetzung für die 15 bis 24-monatige Ausbildung an Verkehrsfliegerschulen oder bei Flugunternehmen ist neben der Hochschulreife eine umfangreiche ärztliche Untersuchung auf Flugtauglichkeit.

Besonderheit: Die Ausbildung ist enorm kostspielig und kostet bis zu 75.000 Euro.

Brutto-Jahresverdienst: Als Co-Pilotin verdient Frau in den ersten Jahren durchschnittlich etwa 50.000 Euro, als Kapitän ca. 100.000 Euro. Generell gilt: je erfahrener die Pilotin, desto höher ihr Gehalt.

Schifffahrtskauffrau

"Alles im Lot auf dem Boot, alles in Budder auf'm Kudder" – das wusste schon Käpt'n Blaubär. Damit das auch so bleibt, übernehmen Schifffahrtskauffrauen die Planung und Organisation von Gütertransporten jeder Art auf dem Seeweg. Beschäftigt sind sie bei Linienschifffahrtsunternehmen, Trampschifffahrtsunternehmen und Schiffsmaklereien.

Ausbildung: Schifffahrtskauffrau ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre, kann unter Umständen aber auf zweieinhalb bis zwei Jahre verkürzt werden. Im letzten Ausbildungsjahr erfolgt eine Spezialisierung in den Fachrichtungen Linienfahrt oder Trampfahrt. Die Linienfahrt besitzt einen festen Fahrplan (z.B. Containerschifffahrt), wohingegen die Trampfahrt ohne festgelegten Fahrplan und ohne feste Route auskommen muss. Sie richtet sich stets nach der geladenen Fracht.

Besonderheiten: Schifffahrtskauffrauen stehen in engem Kontakt mit Kunden, Lieferanten, Boardpersonal und allen übrigen Dienstleistern der Seeverkehrs- und Hafenwirtschaft in aller Welt. Gute Englisch-Kenntnisse sind demnach ein absolutes Muss.

Brutto-Jahresverdienst: Ausgebildete Schifffahrtskauffrauen verdienen durchschnittlich etwa 40.000 Euro.

Wellness-Managerin

Wellness ist voll im Trend: Über 75 Milliarden Euro geben die Deutschen im Jahr für ihr Verwöhnprogramm aus. Jedes Fitness-Studio, das etwas auf sich hält, wartet mittlerweile mit einem eigenen Wellnessbereich auf. Kein Wunder also, dass Jobs in dieser Branche florieren. Wellness-Manager arbeiten in großen Beauty- und Spa-Centern, Thermen, Wellness- und Clubhotels sowie Kurhäusern und beraten die Kunden in Ernährungs- und Fitnessfragen. Geschäfts- und Personalführung gehören ebenso zu den Aufgaben.

Ausbildung: Es gibt keine einheitlich geregelte Ausbildung. Gemeinsam mit der IHK bietet beispielsweise das Bildungswerk für Wellness und Gesundheit in Bad Homburg eine 14-monatige Qualifizierung an. Die Ausbildung richtet sich vor allem an Fitness- und Wellness-Trainer, die bereits erste Erfahrungen in der gesundheitsorientierten Kundenberatung gesammelt haben.

Besonderheiten: Ein Interesse für gesundheitliche und medizinische Zusammenhänge ist unabdingbar - schließlich steht der Begriff "Wellness" für ein ganzheitliches Gesundheitskonzept. Außerdem sollten Wellnessmanager ein solides Verständnis betriebswirtschaftlicher Grundlagen haben.

Brutto-Jahresverdienst: Variiert je nach Arbeitgeber. Berufsteinsteigerinnen verdienen ab 30 000 Euro.

Altenpflegerin

Ins Bett gehen, alleine wieder aufstehen, duschen und frühstücken: Was für uns ganz normal ist, wird im Alter zur schier unüberbrückbaren Hürde. Umso wichtiger ist es, dass jemand da ist, der sich um kümmert. Eine Altenpflegerin ist so jemand. Sie geht alten Menschen bei alltäglichen Dingen zur Hand und erleichtert ihnen ihr Leben. Auch wichtige Aufgaben: Da sein, mitfühlen, zuhören. Denn oft können ein liebevolles Gespräch und ein warmer Händedruck schon Berge versetzen. Einsatzorte sind Altersheime oder - wenn die Patienten noch zuhause leben können - mobile Pflegedienste.

Ausbildung: Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre an staatlich geprüften Fachschulen. Auch möglich: eine Teilzeitausbildung, die bis zu fünf Jahre dauern kann.

Besonderheiten: Vom Bett in den Rollstuhl und wieder zurück: Altenpflegerinnen müssen zupacken können. Außerdem unabdingbar: Ein "dickes Fell", denn ihr werdet in diesem Job - neben allen Glücksmomenten - auch mit viel Leid konfrontiert. Bereitschaft zur Schicht- und Wochenendarbeit wird ebenfalls vorausgesetzt.

Brutto-Jahresverdienst: Altenpflegerinnen werden nach Tarifvertrag bezahlt und verdienen ab 20 000 Euro Grundgehalt. Für Nacht- und Wochenendarbeit gibt es extra Zuschläge. Bei privaten Pflegediensten ist das Gehalt meistens verhandelbar.

Sport- und Fitnesskauffrau

Die Sportbranche boomt und Fitness-Studios haben einen enormen Zulauf. Als Sport- und Fitnesskauffrau übernehmt ihr Verwaltungs- und Organisationsaufgaben in Fitness-Studios, Sporthotels oder Sportverbänden. Ihr entwickelt neue Sport-Angebote in eurem Unternehmen, beratet die Kunden, organisiert Events, verwaltet die Finanzen und entwerft Marketing-Konzepte.

Ausbildung: Die Ausbildung dauert drei Jahre. Auch eine Zusatzqualifikation zur Trainerin ist möglich - und oft gewünscht.

Besonderheiten: Ihr solltet selbst sportlich sein und bereit sein, auch am Wochenende und bis spät abends zu arbeiten.

Brutto-Jahresverdienst: Ab 24 000 Euro aufwärts.

Physio-, Ergo-, Musik- und Gestaltungstherapeutin

Es gibt Lieder, die machen uns so fröhlich, dass wir alle Sorgen um uns herum vergessen und schlagartig gut drauf sind. Andere machen uns traurig, wieder andere aggressiv. Das hat auch die therapeutische Forschung erkannt und setzt Musik gezielt ein, um seelischen und/oder körperlichen Störungen Einhalt zu bieten. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die Gestaltungstherapie mit dem Einsatz von Kunst und Theater. Musik- und Gestaltungstherapeutinnen arbeiten u. a. in Kliniken, Praxen, Psychiatrien und Altersheimen, wo sie ihre Patienten aktiv einbinden (z. B. durch das gemeinsame Musizieren). Ergo- und Physiotherapeutinnen (oder auch Krankengymnastinnen) helfen Patienten, die sich nach einem Unfall, einer längeren Krankheit oder aufgrund ihres hohen Alters nicht mehr recht bewegen können und/oder starke Schmerzen verspüren. In gezielten Übungen wird dabei versucht Bewegungsstörungen entgegenzuwirken bzw. vorzubeugen. Während Physiotherapeutinnen dabei direkt an der betroffenen Stelle ansetzen und z. B. bei einem gebrochenen Bein schonende Gelenkübungen durchführen, gehen Ergotherapeutinnen anders vor: Sie versuchen das Gehirn zu rehabilitieren, um ein Bewusstsein für die Krankheit zu schaffen. Dies ist vor allem bei Lähmungserscheinungen wie nach einem Schlaganfall sinnvoll. Physio- und Ergotherapeutinnen arbeiten in Kliniken, Praxen, Gesundheitszentren oder Altersheimen.

Ausbildung: Studium der Musiktherapie bzw. Kunsttherapie an Fachholschulen möglich (dauert zwischen drei bis vier Jahren). Außerdem gibt es schulische Aus- und Weiterbildungen, deren Dauer je nach Ausbildungsplatz variiert. Die praktische Ausbildung zur Physio- oder Ergotherapeutin dauert drei Jahre und kann miteinander kombiniert werde. Physiotherapeutinnen können sich auch zu Gymnastiklehrerinnen weiterbilden lassen. Auch gibt es Fachhochschulstudiengänge in diesen Bereichen.

Besonderheiten: Für die Musik- und Gestaltungstherapie sind besondere Kenntnisse in diesen Wissenschaften essentiell. Ihr müsst also mindestens ein Instrument beherrschen bzw. toll zeichnen, malen oder schauspielern können. Außerdem solltet ihr über eine gute Menschenkenntnis verfügen und bereit sein, auch am Wochenende zu arbeiten.

Brutto-Jahresverdienst: ab 20 000 Euro aufwärts.

Pflegewirtin

Im Zuge der Privatisierung vieler Krankenhäuser werden Pflegewirte immer wichtiger: Ähnlich wie Betriebswirte in Wirtschaftsunternehmen sorgen sie dafür, dass in den verschiedensten Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens alles rund läuft und übernehmen Managementaufgaben. Außerdem obliegt ihnen die Leitung des gesamten Pflegedienstes, die Planung und Kontrolle des Budgets sowie die Führung des Personals.

Ausbildung: Pflegewissenschaft bzw. Sozial- oder Pflegemanagement kann an vielen Unis und Fachhochschulen studiert werden (Dauer: drei bis vier Jahre). Auch möglich: Die Kombination mit dem Studiengang Gesundheitswissenschaft. Die Agentur für Arbeit empfiehlt anschließend ein ein- bis zweijähriges Masterstudium.

Besonderheiten: Hohes Interesse an Gesundheits- und Wirtschaftspolitik ist förderlich!

Brutto-Jahresverdienst: ab 30 000 Euro aufwärts

Ernährungsberaterin

Die Zahl der Übergewichtigen in Deutschland steigt: Knapp 66 Prozent und gut die Hälfte aller Frauen haben zuviel auf den Hüften. Umso wichtiger werden Ernährungsberaterinnen, die professionelle Hilfestellung beim Thema Diät und gesunde Ernährung leisten. Ernährungsberaterinnen können in vielen Bereichen eingesetzt werden, etwa in Krankenhäusern, Wellness-Hotels, Fitness-Studios, Arztpraxen oder auch Redaktionen und Verlagen.

Ausbildung: Der Beruf ist nicht geschützt, und es gibt keine standardisierte Ausbildung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bietet Weiterbildungslehrgänge an.

Tipp: Vorher Ökotrophologie studieren (Dauer: 3-4 Jahre) und sich anschließend als Ernährungsberaterin spezialisieren.

Besonderheiten: Für 2008 sind bereits alle Zertifikatslehrgäne bei der DGE belegt.

Brutto-Jahresverdienst: etwa 31 000 Euro aufwärts.

Event-Managerin (Veranstaltungskauffrau)

Location buchen, Gästeliste bestücken und das Catering bestellen: Als Event-Managerin bist du rund um die Uhr im Einsatz. Auf Messen, Promipartys oder Betriebsfesten sorgst du dafür, dass auf den von dir organisierten Veranstaltungen alles rund läuft und zur rechten Zeit am richtigen Ort ist. Gefragt sind jede Menge Kreativität, Improvisationstalent und Networking-Fähigkeiten. Auch Controlling, Booking und Marketing gehören zum Aufgabenbereich.

Ausbildung: Der Studiengang "Event-Management" dauert an den Fachhochschulen drei bis vier Jahre. Auch eine schulische Ausbildung zur Event-Managerin ist möglich, die Ausbildungszeiten variieren je nach Lehrgangsträger. Eine Veranstaltungskauffrau hat letztendlich dieselben Aufgaben wie eine Event-Managerin mit dem Unterschied, dass dieser Beruf durch eine festgelegte, dreijährige Ausbildung geregelt ist.

Besonderheiten: Wochenende ist natürlich ein Fremdwort, wenn das zu organisierende Event an einem Samstagabend steigt. Und auch sonst ist Flexibilität und die Bereitschaft zur Schicht- und Nachtarbeit unabdingbar.

Brutto-Jahresverdienst: Zwischen 24.000 Euro (Berufseinsteigerinnen) und 36.000 Euro. Selbständige mit eigener Agentur können entsprechend mehr verdienen.

Köchin

Kochen ist buchstäblich in aller Munde: Kerner kocht, Mälzer und Lafer sowieso, Sarah Wiener und Cornelia Poletto auch. Köchin ist der neue In-Beruf schlechthin. Zu den Aufgaben gehören - klar - die Auswahl und Zubereitung der Speisen und die Zusammenstellung der Speisekarten, aber auch die Organisation sämtlicher Arbeitsabläufe in der Küche. Denn da geht es oft ziemlich hektisch zur Sache. Köchinnen arbeiten in Restaurants, Hotels, Kantinen oder Catering-Unternehmen sowie in der Nahrungsmittelindustrie (Herstellung von Tiefkühl- und Fertigprodukten).

Ausbildung: Die staatlich anerkannte Ausbildung dauert drei Jahre.

Besonderheiten: Eins braucht ihr als Köchin unbedingt: Nerven wie Drahtseile, denn in der Küche wird im wahrsten Sinne des Wortes unter Volldampf gearbeitet. Gerade in Luxusrestaurants sind die Ansprüche hier besonders hoch. Außerdem: Bereitschaft zur Schicht- und Wochenendarbeit erforderlich.

Brutto-Jahresverdienst: Die Verdienstmöglichkeiten sind an Tarifverträge geknüpft, die sich je nach Bundesland unterscheiden. Berufseinsteiger verdienen etwa ab 20 000 Euro, Spitzenköche wie Mälzer und Co. ein Vielfaches davon.

Systemgastronomin

Eine Systemgastronomin arbeitet in Restaurantketten, die alle auf demselben Konzept fußen. Beispiele: das Selbstbedienungsrestaurant "Vappiano" nach italienischem Vorbild, Fast-Food-Betriebe wie McDonald's und Burger King oder Betriebskantinen. Als Systemgastronomin setzt du - etwa als Filialleiterin - die zentral gesteuerten Gastronomiekonzepte in deiner Filiale um und achtest fortlaufend auf die Einhaltung der vorgegebenen Standards. Dazu gehört natürlich auch die permanente Qualitätskontrolle der angebotenen Ware.

Ausbildung: Die Ausbildung zur Systemgastronomin ist staatlich anerkannt und dauert drei Jahre. Im Anschluss ist eine Spezialisierung möglich (z. B. Marketing, Personalwesen oder Controlling).

Besonderheiten: Ein Interesse an lebensmitteltechnischen und betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen ist von Vorteil. Außerdem solltest du gerne mit Menschen zusammenarbeiten und diese motivieren können und dir nicht dafür zu schade sein, auch mal selbst an der Kasse zu stehen.

Brutto-Jahresverdienst: Ab etwa 20 000 Euro aufwärts. Die großen Betriebe haben eigene Tarifverträge.

Wirtschaftsprüferin

Berufsbeschreibung: Ihr habt gerne alles unter Kontrolle, könnt analytisch denken und interessiert euch für Wirtschaft? Dann könnte vielleicht der Beruf der Wirtschaftsprüferin das Richtige für euch sein. Wirtschaftsprüferinnen prüfen unter anderem die Jahresabschlüsse von Unternehmen, beraten ihre Mandanten bei Unternehmensein- und -verkäufen, Unternehmensgründungen sowie in steuerlichen und rechtlichen Fragen. Zudem erstellen sie wirtschaftliche Gutachten und treten als Sachverständige oder als Treuhänder auf. Als Wirtschaftsprüferin könnt ihr bei Unternehmen, Banken, Rechtsanwaltskanzleien oder Notariaten arbeiten. Viele Wirtschaftsprüfer machen sich auch selbstständig.

Ausbildung: Der klassische Weg läuft über ein Hochschulstudium in Betriebswirtschaft, Jura oder Volkswirtschaft. Nach acht Semestern Studium müsst ihr mindestens drei Jahre Berufserfahrung in der Wirtschaftsprüfung sammeln, um das Wirtschaftsprüfer-Examen ablegen zu können. Bei weniger als acht Semestern (zum Beispiel bei Bachelor- Studiengängen), braucht ihr vier Jahre Berufserfahrung. Mittlerweile bieten Hochschulen Bachelor- oder Masterstudiengänge in Wirtschaftsprüfung an. Um die Prüfung vor der Wirtschaftsprüferkammer kommt man jedoch nicht herum.

Besonderheiten: Sehr gute Englischkenntnisse, Durchhaltevermögen und gute EDV-Kenntnisse sind ein Muss.

Brutto-Jahresverdienst: Das Einstiegsgehalt liegt bei ca. 30 000 bis 35 000 Euro. Nach dem Examen und nach einigen Jahren Berufserfahrung können es bis zu 60 000 Euro werden. Das Gehalt ist allerdings auch vom jeweiligen Unternehmen abhängig. Selbständige verdienen in der Regel mehr.

Unternehmensberaterin

Berufsbeschreibung: Damit ein Unternehmen seinen wirtschaftlichen Erfolg sichern und verbessern kann, engagiert es zum Beispiel einen Unternehmensberaterin (auch Consultant genannt). Diese berät ihre Kunden unter anderem bei strategischen Fragen zur Unternehmensführung, analysiert Unternehmensabläufe und plant Markt- und Kundenausrichtung eines Unternehmens. Außerdem entwickelt sie Vorschläge hinsichtlich der Geschäftsentwicklung und ist zuständig für Marketing- und Verkaufsorganisation. Auch Unterstützung bei rechtlichen Fragen und Finanzierung, sowie Mitarbeiterentwicklung gehören zu ihren Aufgaben. Unternehmensberaterinnen arbeiten meist in Projektteams bei großen Wirtschafts-unternehmen (z.B. für die Elektro-, IT- oder Metallindustrie).

Ausbildung: Die meisten Unternehmensberater haben ein abgeschlossenes Studium in Wirtschafts-, Rechts- oder Ingenieurwissenschaften aber auch Quereinsteiger mit Studienabschlüssen in Informatik oder Psychologie haben gute Voraussetzungen. Hochschulabsolventen steigen meist als Trainee, Beratungsassistent oder Junior-Consultant ein. Besonderheiten: Für den Job müsst ihr vor allem sehr gute Englischkenntnisse mitbringen, da man oft international arbeitet. Analytisches Denken und ein hohes Maß an Eigenverantwortung sind ebenso wichtig.

Brutto-Jahresverdienst: Da Unternehmensberater meistens selbständig sind, ist es schwierig, genaue Aussagen über den Verdienst zu machen. Das Einstiegsgehalt liegt ca. bei 50 000 Euro.

Marktforscherin (Fachangestellte/r für Markt- und Sozialforschung)

Berufsbeschreibung: Wie kommt unser neues Produkt beim Kunden an? Welche Partei hat den meisten Zuspruch in der Bevölkerung? Ist die neue Fernsehserie zielgruppengerecht? Um auf solche Fragen eine Antwort zu finden, beauftragen Unternehmen, Parteien oder Medien Marktforschungsinstitute. Die Aufgabe von Marktforschern besteht darin, Marktstudien durchzuführen. Dazu befragen sie Verbraucher, Experten oder Marktpartner zu Themen, Produkten oder Trends und sammeln die Daten. Aus den Ergebnissen können sie auf den Erfolg oder Misserfolg von Marketingmaßnahmen schließen und diese optimieren. Daneben gehören auch Wettbewerbsanalysen, Marktbeobachtung und Trendforschung zu den Aufgaben eines Marktforschers. Marktforscher arbeiten bei Markt-, und Meinungsforschungsinstituten oder Marktforschungsabteilungen von Unternehmen. Potenzielle Arbeitgeber können außerdem Industrie- und Handelsunternehmen, Werbe- und Media- Agenturen und Behörden sein.

Ausbildung: Wer nicht studieren möchte, kann eine Ausbildung zum/zur Fachangestellte/n für Markt- und Sozialforschung machen. Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre. Ein weiterer Einstieg ist über ein Studium möglich. Die besten Chancen habt ihr mit Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften oder Psychologie. Auch mit Betriebs- oder Volkswirtschaft, am besten mit den Schwerpunkten Marketing oder Statistik, könnt ihr als Marktforscher/in arbeiten.

Besonderheiten: Für den Beruf des Marktforschers solltet ihr Lust an Statistik und analytischem Denken haben sowie Organisationstalent, psychologisches Gespür besitzen und Freude am Umgang mit Menschen haben. Brutto-Jahresverdienst: Die Gehälter für Marktforscher sind stark vom Arbeitgeber abhängig. Der durchschnittliche Jahresverdienst liegt zwischen 35 000 und 37 000 Euro. Einsteiger verdienen ca. 23 000 Euro.

Berufsbeschreibung: Jedes Unternehmen braucht gute Mitarbeiter. Diese zu bekommen, ist Aufgabe einer Personalberaterin. Personalberater unterstützen Unternehmen bei der Suche und Auswahl von geeignetem Personal. Dabei erstellen sie Bewegungsprofile, platzieren Anzeigen in den Medien, führen Vorstellungsgespräche planen den Personaleinsatz und sind für die gesamte Personalabwicklung zuständig. Personalberater arbeiten hauptsächlich bei Personaldienstleistungsunternehmen, Personalberatungsgesellschaften und Zeitarbeitsfirmen. Ausbildung: Ein Studium zum Beispiel in Soziologie, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften oder Psychologie ist von Vorteil. Seit 2008 könnt ihr auch eine dreijährige Ausbildung als Personaldienstleistungskaufmann/-frau in Personalberatungsunternehmen und in den Personalabteilungen größerer Firmen machen.

Brutto-Jahresverdienst: Das Gehalt ist abhängig von Ausbildung, Berufserfahrung und Verantwortungsbereich. Im Durchschnitt verdient man ca. 40 000 Euro.

Risiko-Managerin

Berufsbeschreibung: No risk, no fun! Das ist das Motto von Risiko-Managern. Sie sorgen dafür, mögliche Risiken im Unternehmen und am Markt zu erkennen, zu analysieren, zu kontrollieren und das Unternehmen rechtzeitig dagegen abzusichern. Dazu spielen sie mögliche wirtschaftliche Szenarien durch, erstellen Finanzanalysen, beobachten Märkte und Konkurrenzunternehmen und beraten bei Geld- und Sachanlagen. Als Risiko-Managerin arbeitet man bei Versicherungen, Banken und Unternehmen, die kostenintensive Projekte durchführen.

Ausbildung:Um Risikomanagerin zu werden, braucht ihr ein Studium im Bereich Wirtschaftswissenschaften, Informatik oder Mathematik.

Brutto-Jahresverdienst: Das Gehalt hängt von Qualifikation, Position und Erfahrung ab, fängt aber ca. bei 40 000 an.

Kauffrau für Dialogmarketing

Berufsbeschreibung: Wer kennt das nicht: Da ruft man bei der Service-Hotline seines Telefonanbieters an weil man dringend Hilfe braucht und alles was man bekommt ist eine unfreundliche Auskunft. Schlechten Service kann sich heutzutage kein Unternehmen mehr leisten, wenn es seine Kunden nicht an die Konkurrenz verlieren will. Um langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen und zu erhalten, braucht ein Unternehmen deshalb ein gutes Marketing - das sogenannte Dialogmarketing. Die Aufgabe von Kaufleuten für Dialogmarketing ist es, den Kundenkontakt - der häufig über Call-Center verläuft - zu steuern, zu planen und zu optimieren. Sie verkaufen Dienstleistungsangebote, führen Verkaufsgespräche und verwalten zudem den Personaleinsatz. Auch Qualitätssicherung (zum Beispiel Testanrufe, um die Servicequalität der Mitarbeiter zu überprüfen) gehören zu ihrem Job. Kaufleute für Dialogmarketing arbeiten in Call-Centern, die für unterschiedliche Auftraggeber tätig sind, sowie in Service- und Kunden-Centern von Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen.

Ausbildung:Die Ausbildung zu Kaufmann/-frau für Dialogmarketing dauert drei Jahre. Einen Teil der Ausbildung findet im Ausbildungsbetrieb, der andere in der Berufsschule statt. Besonderheiten: Kommunikative Stärke und kaufmännisches Geschick sind für diesen Beruf wichtig.

Brutto-Jahresverdienst: Als Kauffrau für Dialogmarketing verdient man ca. 24 000 bis 31 000 Euro.

Weitere Infos im Netz

Beim Bundesinstitut für Berufsbildung findet ihr alle wichtigen Infos zu Ausbildungsberufen: >> www.bibb.de

Bei Berufenet gibt es detaillierte Berufsbeschreibungen und Infos zu Studium, Ausbildung und Weiterbildung: >> http://berufenet.arbeitsamt.de

Bei Kursnet könnt ihr euch über die unterschiedlichsten Bildungsangebote informieren: >> http://berufenet.arbeitsamt.de/kurs

Infos zu Weiterbildung und Ausbildung in Medienberufen findet ihr beim KoordinationsCentrum für Ausbildung in den Medienberufen: >> www.aim-mia.de

Und Infos zur IT-Branche und IT-Berufen gibt es bei Idee_IT: >> http://www.idee-it.de/content

Die angegebenen Gehälter sind nur Richtwerte. Das individuelle Gehalt richtet sich nach Ausbildung, Berufserfahrung, Position, Branche, Ort etc.

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