Jobben in Europa

Ihr habt Fernweh und wollt gerne ins Ausland? Und am besten dabei noch Geld verdienen anstatt immer nur welches auszugeben? Drei BYM.de-Userinnen erzählen, wie sie es geschafft haben, einen Job in Europa zu bekommen und verraten euch ihre Tipps

Marina, 25, arbeitet in Dublin

Was sie dort genau macht: Marina ist Meeting & Event Koordinatorin im Vier-Sterne-Hotel Clarion. Sie organisiert Veranstaltungen und Konferenzen und kümmert sich außerdem um Kundenservice und Pressearbeit.

Was ihr dort besonders gefällt: "In Irland sind die Aufstiegschancen besser als in Deutschland", sagt Marina. "Und auch das Gehalt ist höher als daheim." Die Kollegen begegnen ihr respektvoll, fair und freundlich und die Chefs trauen ihr viel zu. Was sie besonders mag: den internationalen Flair und die unterschiedlichen Mentalitäten ihrer ausländischen Kollegen und Kunden.

Was sie dort nervt: Manchmal stört sie die Unpünktlichkeit der Einheimischen.

Ihr Tipp: Durchhalten! " Auch wenn einem am Anfang nicht alles gefällt und vieles fremd ist, sollte man nicht aufgeben! Früher oder später fühlt man sich im neuen Job und Alltag pudelwohl!"

So ist sie an den Job gekommen: Sie hat sich an die >> "Zihoga" gewandt. Das ist die Auslandsvermittlung für Hotelerie-Fachkräfte der Bundesagentur für Arbeitsamts.

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Désirée, 25, arbeitet in Luxemburg

Was sie dort genau macht: Désirée arbeitet bei Ernst & Young, einer Steuer-Prüfungsfirma.

Was ihr dort besonders gefällt: Die Zweisprachigkeit: In ihrem Büro wird Französisch und Deutsch gesprochen. Auch wenn es am Anfang schwer war: "Mittlerweile habe ich keine Probleme mehr zwischen Deutsch und Französisch hin und her zu wechseln. Das ist wirklich ein großes Plus." Außerdem ist sie offener geworden - geht schneller auf Menschen zu und probiert gerne mal was Neues aus. Was natürlich auch ganz nett ist: Wegen des französischen Hintergrunds fängt die Arbeit morgens später an. Und ganz nebenbei hat sie auch noch finanzielle Vorteile. Durch ihre Firma in Luxemburg ist sie preiswerter und besser versichert als viele ihrer Kollegen in Deutschland.

Was sie dort nervt: Dass sie manchmal unter enormen Zeitdruck arbeiten muss - "Aber das gibt es wohl überall und hat nichts mit der Arbeit im Ausland zu tun", sagt sie.

Ihr Tipp: Wer Fernweh hat und neue Erfahrungen machen möchte, sollte auf jeden Fall eine Zeit lang im Ausland leben und arbeiten. "Dabei erlebt man Dinge, die einem daheim niemals passiert wären."

So ist sie an den Job gekommen: Durch einen Kommilitonen. Er hat sie darauf aufmerksam gemacht, dass die Firma gerade freie Stellen zu besetzen hatte.

Christina, 26, hat in Wien gearbeitet

Was sie dort genau gemacht hat: Christina hat drei Jahre lang bei der Internationalen Atom-Energiebehörde (IAEA) in Wien gearbeitet - und zwar im Konferenz-Bereich: "Ich habe alles geplant und organisiert. -Von der Einladung bis zum Aufräumdienst nach Konferenzende."

Was ihr dort besonders gefallen hat: Die Zusammenarbeit mit Menschen aus den unterschiedlichsten Nationen. Zu den Konferenzen kamen bisweilen Leute aus 25 Ländern "Ich habe gelernt, mich in fremden Kulturen zurecht zu finden", erklärt sie.

Was sie dort genervt hat: Die hierarchischen Unterschiede zwischen den Angestellten und das Konkurrenzdenken. "Manchmal war mir die Konkurrenz zwischen den Angestellten einfach zuviel!"

Ihr Tipp: Sie warnt Mädchen davor, zu hohe und unrealistische Erwartungen an eine Arbeitsstelle außerhalb Deutschlands zu stellen. Andererseits ermutigt sie zum Schritt ins Ausland - "Diese Erfahrungen stärken die Persönlichkeit für ein Leben lang", sagt Christina.

So ist sie an den Job gekommen: Durch eine Initiativbewerbung: "Ich habe einfach meinen Lebenslauf hingeschickt."

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Weitere Infos zum Jobben in Europa

Jobangebote in Europa, Informationen zum Zielland und Tipps zur Wohnungssuche und zu Lebenshaltungskosten findet ihr unter anderem auf dem Internetportal "Eures" (EURopean Employment Services)

Versicherung: Denkt daran, dass ihr immer versichert sein müsst. , Wenn ihr in Deutschland eure Versicherung kündigt, dann geht sicher, dass ihr über den neuen Arbeitsgeber kranken- und sozialversichert seid. Weitere Informationen: Sozialversicherungssysteme der EU-Mitgliedstaaten.

Wer dauerhaft ins Ausland gehen will, kann sich bei der Informationsstelle für Auswanderer und Auslandstätige des Bundesverwaltungsamts (BVA) informieren. In vielen Städten bietet das Amt Beratungsstellen.

Habt ihr weitere Tipps und wollt eure Erfahrungen mit anderen austauschen? Dann diskutiert im >> Forum oder postet eure Meinung mit Hilfe der Kommentarfunktion!
Text und Bilder Anna Gielas
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