Diese 18 Krankenkassen werden ab 2019 günstiger

Ab 2019 sinken die Krankenkassenbeiträge für alle gesetzlich Versicherten. Am allermeisten profitieren Selbstständige mit geringem Einkommen.

Ab Januar 2019 wird die Krankenversicherung für alle gesetzlich Versicherten güns­tiger. Dann tritt das „Gesetz zur Beitrags­entlastung der Versicherten in der gesetzlichen Kranken­versicherung“ in Kraft.

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Es enthält im Wesentlichen zwei Neuerungen: Bei Selbstständigen sinkt die Einkommensgrenze für den Mindestbeitrag deutlich - und Angestellte profitieren davon, dass Arbeitgeber die Hälfte der Zusatzbeiträge bezahlen. 

Zusätzlich senken 18 Krankenkassen ab 2019 ihre Beiträge - unabhängig vom Gesetz.

Selbstständige mit geringem Verdienst profitieren am meisten

Der Mindest­beitrag für Selbst­ständige sinkt, wovon vor allem Menschen mit geringem Einkommen profitieren.

Bisher zahlen Selbstständige so viel Beitrag, als ob sie mindestens 2284 Euro brutto im Monat verdienten, also 365 Euro. Selbst "Härtefälle" mit einem Einkommen von unter 1523 Euro müssen 238 Euro Beitrag im Monat leisten.

Im Januar 2019 sinkt die Einkommensgrenze für den Mindestbeitrag auf 1038 Euro monatlich. Verdient jemand weniger, zahlt er maximal noch Beiträge auf ein Einkommen in dieser Höhe. Beispiel: Wenn eine Krankenkasse inklusive Zusatzbeitrag einen Beitragssatz von 15,6 Prozent verlangt, müssen nur noch 160 Euro im Monat bezahlt werden.

Beziehen Selbstständige Krankengeld oder Mutterschaftsgeld, zahlen sie ab Januar 2019 gar keine Krankenkassenbeiträge mehr.

Angestellte: Beiträge werden paritätisch mit dem Arbeitgeber geteilt

Ab 2019 tragen Arbeit­geber wieder die Hälfte aller Beiträge zur Kranken­versicherung. Bisher übernehmen sie nur die Hälfte des allgemeinen Beitrags­satzes von 14,6 Prozent. Den Zusatz­beitrag, den jede Kasse individuell fest­legt, zahlen die Beschäftigen allein. Ab 2019 wird auch dieser Betrag zwischen Arbeitnehmer und Arbeit­geber geteilt.

Stiftung Warentest rechnet vor: Ein Angestellter, der monatlich 3000 Euro brutto verdient und dessen Kasse 1 Prozent Zusatzbeitrag verlangt, spart rund 180 Euro im Jahr. Ist er bei einer teuren Kasse versichert, die 1,5 Prozent Zusatzbeitrag verlangt, zahlt er sogar 270 Euro im Jahr weniger.

Diese 18 Krankenkassen senken 2019 ihre Beiträge 

Zusätzlich senken 18 Krankenkassen 2019 ihre Beiträge. Fast alle genannten Kassen erreichen die Beitragssenkung durch eine Reduzierung des Zusatzbeitrags.

  • AOK Bremen/Bremerhaven: 15,4 Prozent -> 15,3 Prozent
  • AOK Hessen: 15,6 Prozent -> 15,5 Prozent
  • AOK Rheinland / Hamburg: 16 Prozent -> 15,7 Prozent
  • Bergische KK: 15,99 Prozent -> 15,75 Prozent

  • Bertelsmann BKK: 15,8 Prozent ->  <15,8 Prozent

  • BKK Firmus   15,2  Prozent -> 15,04 Prozent

  • BKK Freudenberg: 15,5 Prozent -> 15,3 Prozent

  • BKK Gildemeister Seidensticker: 15,8 Prozent -> 15,7  Prozent

  • BKK Melitta Plus: 15,7 Prozent -> 15,5  Prozent

  • BKK Verbund Plus: 15,3 Prozent -> <15,3 Prozent

  • Continentale BKK    15,9 Prozent -> 15,7 Prozent

  • Debeka BKK: 15,5 Prozent -> 15,4 Prozent

  • hkk: 15,19  Prozent -> <15,19 Prozent

  • mhplus BKK: 15,7  Prozent -> 15,58  Prozent

  • Salus BKK: 15,55  Prozent -> 15,39 Prozent

  • Securvita: 16,3  Prozent -> 15,7 Prozent

  • TK: 15,5 Prozent -> <15,5 Prozent

  • WMF BKK: 15,7 Prozent -> 15,5 Prozent

  • BKK Wirtschaft und Finanzen: 15,7 -> <15,7 

Tipp: Es kann sich durchaus lohnen, die Krankenkasse zu wechseln. Hilfestellung gibt u.a. die Stiftung Warentest.

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