Förderpreis für Gründerinnen: Wir gratulieren den Siegerinnen!

Für den „IDEE-Förderpreis 2017“ haben sich brillante Jungunternehmerinnen mit innovativen Ideen beworben. Jetzt stehen die Gewinnerinnen fest.

Es gibt viele engagierte Unternehmerinnen, die vom großen Durchbruch ihrer Geschäftsidee träumen. Viele von ihnen haben sich für den renommierten IDEE-Förderpreis 2017 beworben. Der erste Preis ist mit 50.000 Euro dotiert, der zweite mit 10.000 Euro, der dritte mit 5.000 Euro.

Das Hamburger Kaffee-Unternehmen J.J.Darboven schreibt den Preis alle zwei Jahre aus. Er richtet sich an Existenzgründerinnen und Jungunternehmerinnen mit innovativen, tragfähigen Businesskonzepten aus allen Wirtschaftsbereichen. Jetzt stehen die Gewinnerinnen fest!

1. Preis: Manuela Rasthofer, TerraLoupe GmbH

Manuela Rasthofer

Manuela Rasthofer

Zur Person: Manuela Rasthofer (Jg. 1981) hat einen Master für System Engineering und einen Diplom-Abschluss für Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt regenerative Energien. Sie sammelte in der Verteidigungsbranche wertvolle Erfahrungen in der Entwicklung und Vermarktung von neuen Technologien. Im Bereich „Training und Simulation“ beschäftigte sie sich mit dem Einsatz von Geoinformationen. Im Mai 2015 gründete Manuela Rasthofer gemeinsam mit Sebastian Gerke und Christian Schaub die TerraLoupe GmbH.

Ihre Idee: Die TerraLoupe GmbH digitalisiert die Umwelt mittels künstlicher Intelligenz und macht aus gewöhnlichen Luftbildern „Informationsweltkarten“. Dabei werden hochaufgelöste Luftbilddaten mit moderner Bilderkennungssoftware kombiniert. Diese Auswertung der sehr großen Datenmengen, die bei Luftaufnahmen entstehen, erfolgt durch Nutzung von künstlicher Intelligenz. Objekte wie Straßenschilder, Ampeln oder Bäume werden identifiziert und somit maschinell verwertbar. So weiß z.B. das autonom fahrende Auto dank der Daten von TerraLoupe, wie hoch der Bordstein ist, vor dem es parken möchte oder welches Verkehrsschild hinter der nächsten Kurve steht.

Auch für zahlreiche andere Branchen ist die Vernetzung von Luftbildern und künstlicher Intelligenz spannend: Versicherungen, Energiekonzerne, Verkehrsunternehmen oder Stadtplanung – TerraLoupe vermisst die Welt digital und eröffnet ihr so real neue Möglichkeiten.

Die Zukunft: Neben der Akquise neuer Kunden, steht vor allem die Internationalisierung auf dem Plan des Teams um Manuela Rasthofer: Die TerraLoupe GmbH will Marktführer auf dem Gebiet der modernen Geoanalyse im Bereich künstlicher Intelligenz werden – in Deutschland, Europa und der Welt.

 

2. Preis: Dr. Ruzin Aganoglu, Lab-on-Fiber GmbH

Dr. Ruzin Aganoglu

Dr. Ruzin Aganoglu

Zur Person: Dr. Ruzin Aganoglu (Jg. 1980) erhielt 2006 einen M. Sc. mit dem Schwerpunkt Optik und Laserphysik an der Middle East Technical University (Ankara / Turkei). Sie hat fur ca. zwei Jahre bei Nurol Inc. (Ankara) fur Bausch & Lomb (München), einen chirurgischen Lasergerateproduzenten, als Applikationsingenieurin gearbeitet. Danach kam sie an die Freie Universitat Berlin, um dort 2012 ihre Promotion mit dem Thema Steuerung von Laser-Materie-Wechselwirkungen abzuschließen.

Anschließend arbeitete sie bei der Leoni Fiber Optics GmbH (Berlin) im Bereich Medizintechnik und war dort Abteilungsleiterin Product Engineering bis Ende 2016. Das Wissen in der Medizintechnik und ihre Kenntnisse in Optik spielen eine ebenso große Rolle wie die Begeisterung für die Naturwissenschaften. Im Januar 2017 gründete sie gemeinsam mit Dr. Stephan Kufner die Lab-on-Fiber GmbH.

Ihre Idee: Die Lab-on-Fiber GmbH hat das Ziel die Entwicklung, Zulassung und Vermarktung von innovativer Medizintechnik im Bereich der Glasfaser-Optik und der minimal-invasiven Laserchirugie und –diagnostik voranzutreiben. Dank „smart“ Lab-on-Fiber Lasersonden werden präzise Messungen der Temperatur, der Dosis oder des Karbonisationsgrades erstmals während einer Behandlung in Echtzeit möglich. Die modernen faseroptischen Systeme bestrahlen z.B. Krebszellen zielgenau, von außen sicher kontrollierbar und an nahezu jeder beliebigen Stelle des Körpers.

Die Zukunft: Lab-on-Fiber wurde im Januar 2017 gegründet und steht noch am Anfang des Erfolgsweges. Der Lösungsansatz „smart“ Lasersonden lässt sich für mehrere medizinische Indikationen anwenden. Momentan steht die Tumorbehandlung im Fokus und Lab-on-Fiber kooperiert mit diversen Kliniken für die Produktzulassung. 2018 sollen erste eigene Lasersonden auf den Markt gebracht werden. Bis 2021 planen die Gründer einen Markteintritt mit eigenen Lasersystemen. Die Vision ist es, einen neuen Stand der Technik in der Laserchirurgie zu definieren, der bisher nicht verfügbare Rückkopplung und Steuerung für die minimal-invasive Chirurgie ermöglicht.

3. Platz: Tanja Nickel & Katharina Obladen, UVIS UV-Innovative Solutions GmbH

Tanja Nickel

Tanja Nickel

Zur Person: Tanja Nickel (Jg. 1992) ist früh mit dem Gedanken einer Firmengründung in Kontakt gekommen. Gemeinsam mit ihrer Gründungspartnerin Katharina Obladen (Jg. 1991) nahm sie während der Schulzeit an einem Businessplanwettbewerb teil. Die kursierende Schweinegrippe brachte die Schülerinnen 2010 auf die Idee, mit der Entkeimung von Handläufen durch UV-C Strahlen einen Beitrag zur Verhinderung von Pandemien und Epidemien zu leisten. Noch während des Wettbewerbs meldeten sie ein Patent an. Nach Abitur und Jura- bzw. BWL-Studium gründeten sie 2016 die UVIS UV-Innovative Solutions GmbH.

Ihre Idee: Die UVIS UV-Innovative Solutions GmbH bietet ein patentiertes und umweltfreundliches Desinfektionsverfahren von Oberflächen mittels UV-Strahlen. Das Produkt ESCALITE erreicht eine 99,99%ige Desinfektionsrate der Handläufe von Rolltreppen z.B. in U- Bahnhöfen oder Einkaufszentren, die zu den häufigsten Infektionsquellen im öffentlichen Raum gehören. Durch das Desinfektionsmodul werden die Handläufe der Fahrtreppe mit UV-C Licht bestrahlt. Mithilfe der kurzwelligen Strahlung werden Mikroorganismen wie Viren, Bakterien oder auch Pilze unschädlich gemacht.
Die Gründerinnen haben ein nachhaltiges, chemiefreies Verfahren zur Desinfektion entwickelt, bei dem keine Resistenzen gebildet werden können. Mit Hilfe dieses Verfahrens sollen die Ausbruchsmöglichkeiten von Krankheiten eingeschränkt und Unfälle verhindert werden, da viele Menschen die Nutzung der Handläufe aus hygienischen Gründen vermeiden.

Die Zukunft: Durch gewonnene Marktexpertise und enge Kontakte in die UV-Branche ist die Skallierung auf weitere Anwendungsgebiete für das Desinfektionsverfahren mittels UVC Licht möglich. Ab 2018 sollen hierfür neue Mitarbeiter eingestellt und die Entwicklungsabteilung somit erweitert werden. Parallel konnten durch erste Verkäufe des ESCALITE Moduls außerhalb von Deutschland bereits erste Schritte hin zur Erschließung des europäischen Marktes getan werden.

Gewinnerin des Publikumsvotings: Mariam Katharina Vollmar KoH, Kings of Horses

Mariam Katharina Vollmar

Mariam Katharina Vollmar

Zur Person: Mariam Katharina Vollmar (Jg. 1976) ist halb Äthiopierin, halb Deutsche und Mutter von Zwillingen. In Nürnberg und London hat sie Marketing studiert und dann als Texterin bei den Werbeagenturen „Springer & Jacoby“ und „Jung von Matt“ gearbeitet. Sie ist passionierte Reiterin und auf einem längeren Pferdetrip mit ihren Kindern hatte sie einen Heureka-Moment. Seitdem bereitet sie die Gründung der KoH, Kings of Horses (Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft) GmbH vor.

Ihre Idee: Die KoH, Kings of Horses, wird in der ersten Phase einen Buggy und einen Kinderhochstuhl konstruieren mit einer beweglichen und proaktiven Sitzfläche, die genau die Bewegung des Reitens im Schritttempo nachahmt. Beim Kinderhochstuhl funktioniert dies durch einen lautlosen E-Motor.

Beim Buggy wird die Radbewegung des Wagens genutzt, um die vier Teile der Sitzfläche im Rhythmus der Pferdeschrittbewegung zu bewegen. Jedes der vier Sitzteile wird von einer ausgefeilten Elektromechanik angesteuert und bewegt.

Ihre Idee hat Frau Vollmar zwischenzeitlich bis zum Patent fortentwickelt. Momentan erfolgt die Entwicklung von Prototypen bis hin zur Serienreife. Drei Patente sind mit positivem Prüfungsbescheid angemeldet.

Studien belegen, dass Bewegungsmangel und falsches Sitzen bei Kleinkindern zu Haltungsschäden, Frustration, gesundheitlichen Problemen und zu verminderter Kraft und Balance führen. Reiten kann hier ausgleichend wirken, ist allerdings zeit- und kostenintensiv. Mit den Produkten von KoH soll jeder auch ohne Pferd die Vorteile des Reitens im Alltag für sich nutzen können.

Die Zukunft: In der ersten Phase gilt es, die hippodynamische Sitzfläche in den Anwendungen für Kleinkinder zu implementieren und das Patent sowie die Produkte zu vermarkten. Später ist die Ausweitung auf die Zielgruppen der Kindergarten- und Schulkinder sowie Erwachsenen geplant.

Alle Infos zum IDEE-Förderpreis 2017

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