"Nicht zögern! Einfach sprechen!"

Unsere WeltenBymlerin Juliane lebt momentan da, wo andere Urlaub machen: auf Hawaii. Von morgens bis abends spricht sie nur Englisch. Welche Probleme sie am Anfang hatte und wie man seine Angst vorm Sprechen überwinden kann, hat sie uns im Interview verraten

Interview

BYM.de: Hat es dich anfangs Überwindung gekostet, dich ständig in Englisch zu unterhalten und Leute anzusprechen?

Juliane: Nein, gar nicht. Hab einfach drauflos gequatscht. Auch wenn es sich anfangs anhört hat, als hätte man einen Stock im Allerwertesten, finden die meisten Amis einen deutschen Akzent sehr sympathisch!

BYM.de: In welchen Alltagssituationen fiel es dir besonders schwer?

Juliane: Am schwersten war es bei den Bewerbungsgesprächen für meine Jobs. Da werden einem Wörter um die Ohren gehauen, die man wahrscheinlich nicht mal auf Deutsch versteht. Eben eine ganze Menge sehr spezielle Vokabeln, die mit der jeweiligen Arbeit zu tun haben. Auch mit Telefongesprächen hab ich manchmal so meine Probleme.

Unsere WeltenBymlerin Juliane

BYM.de: Wie hast du die Sprache schnell gelernt und wie gut ist dein Englisch mittlerweile?

Juliane: Wie man eine Sprache lernt, ist relativ simpel zu erklären: sprechen, sprechen, sprechen! Hier zu arbeiten hat mir dabei sehr geholfen und auch das surfen. Hauptsache man kommt mit Leuten in Kontakt und bleibt nich stumm wie ein Fisch. Fernsehen gucken und Zeitung lesen hilft auch. Dabei kann man eine ganze Menge Vokabeln aufschnappen. Ich spreche mittlerweile ganz gut Englisch, hatte aber auch gute Vorkenntnisse. Man hört aber natürlich immer noch, dass ich kein richtiger Ami bin.

BYM.de: Du sprichst jetzt den ganzen Tag Englisch, träumst und denkst du auch in dieser Sprache?

Juliane: Nein. Ich denke und träume deutsch. Manchmal kommen mir Flüche oder Ausrufe auf Englisch in den Sinn oder ich sage sie sogar vor mich hin, auch wenn ich allein bin. Alles, was ich sehe, erlebe und denke, läuft allerdings nach wie vor mit deutschem Untertitel im Kopf ab.

BYM.de: Vermisst du deine Muttersprache manchmal?

Juliane: Nein. Hab sie ja wie gesagt, immer im Kopf. Außerdem gibt es hier genug Deutsche, mit denen man sich auf Deutsch austauschen kann.

BYM.de: Welche Tipps kannst du anderen geben, die Hemmungen haben, in einer Fremdsprache zu sprechen?

Juliane: Nicht zögern! Einfach sprechen! Wie gesagt, die meisten Leute finden einen Akzent sehr süß und freuen sich, dass man versucht die Sprache zu lernen. Außerdem hat man sofort eine Fülle an Gesprächsthemen, wenn bemerkt wird, dass man Ausländer ist...und so lernt man dann auch schnell Leute kennen. Wenn man sich gar nich traut zu sprechen, dann sollte man wenigstens raus aus der Bude und auf die Straße, ins Kino oder in ein Café gehen. Sprache begegnet einem überall und man kann auch viel aufschnappen, ohne sich gleich in ein Gespräch zu stürzen...bis man irgendwann das Selbstvertrauen dazu hat. Aber bloß nich verkriechen!

Ihr wollt mehr über Julianes Leben auf Hawaii erfahren? Hier geht's zu ihrem Weblog

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