Krank durch den Job: Vor allem Frauen sind betroffen

Eine französische Studie offenbart, wie sehr der Arbeitsplatz psychische Erkrankungen fördern kann - und dass Frauen überdurchschnittlich gefährdet sind.

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Am Dienstag, den 16. Januar, veröffentlichte die französische Hochschule "CNAM" ihren Bericht zur Gesundheit am Arbeitsplatz. Mit diesem Bericht unterstrich die CNAM den Anstieg der psychosozialen Störungen am Arbeitsplatz, die seit fünf Jahren zunehmen. Frauen sollen von diesen Störungen, die auf die Arbeitsbedingungen oder erlebte Gewalt zurückzuführen sind, stärker betroffen sein als Männer.

Psychische Erkrankungen als "Berufsrisiko"

In dem Bericht zur "Gesundheit am Arbeitsplatz: Herausforderungen und Maßnahmen" zeigt die CNAM, dass 2016 10.000 psychische Erkrankungen als Arbeitsunfälle und 596 als Berufskrankheiten anerkannt wurden. Während "die Zahl der Arbeitsunfälle anderer Art abnimmt", nimmt die Zahl der psychosozialen Störungen im Zusammenhang mit dem Arbeitsumfeld seit fünf Jahren zu. Immer mehr Versicherte fordern, dass ihre psychischen Störungen als Berufskrankheit anerkannt werden, was zum Teil den Anstieg erklärt. Die Zahl der Anmeldungen stieg von 200 im Jahr 2012 auf 1100 Fälle; 50 Prozent davon wurden vom CNAM anerkannt. Darüber hinaus wurden 70 % der Anträge auf Anerkennung einer psychischen Erkrankung als Arbeitsunfall anerkannt.

Lange Ausfallzeiten sind ein Problem für uns alle

Bei Berufskrankheiten im Zusammenhang mit psychischen Störungen beträgt die durchschnittliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit 400 Tage. Bei Arbeitsunfällen beträgt die Freistellung ca. 112 Tage. 77 % der Berufskrankheiten im Zusammenhang mit psychiatrischen Störungen sind Depressionen. Angststörungen machen 11 % dieser Erkrankungen aus, und posttraumatische Belastungsstörungen 10 %. Die Zunahme der Arbeitsunfälle bei psychiatrischen Erkrankungen ist ebenfalls mit "zwei auslösenden Ereignissen" in etwa gleichem Maße verbunden. Das erste ist ein gewalttätiges Ereignis, das am Arbeitsplatz, aber außerhalb des Unternehmens auftritt, wie z.B. ein Überfall. Die Arbeitsbedingungen sind der zweite Faktor, der diese Arbeitsunfälle im Zusammenhang mit psychischen Störungen auslöst.

Darum sind Frauen besonders gefährdet

Drei Tätigkeitsbereiche machen die Hälfte aller Fälle von psychischen Erkrankungen aus. Dies ist der medizinisch-soziale Sektor mit 18 %, der Verkehr mit 15 % und der Einzelhandel, der 13 % dieser arbeitsbedingten Unfälle ausmacht. Viele der Berufe in diesen drei Sektoren sind mit der Öffentlichkeit verbunden. 60 % der von psychischen Störungen betroffenen Arbeitnehmer sind Frauen Die Studie besagtt, dass diese Zahlen konsistent sind, da Frauen "stärker psychosozialen Risiken ausgesetzt sind (Arbeitsintensität, geringe organisatorische Autonomie, Wertekonflikte)". Die 40-Jährigen (40 Jahre für Frauen, 41 Jahre für Männer) sind auch die Altersgruppe, die am stärksten von arbeitsbedingten psychischen Erkrankungen betroffen ist. Die beruflich-soziale Kategorie, die am stärksten betroffen ist, ist die der Arbeitnehmer.

Was kann man dagegen tun?

Damit diese Zahlen sinken, ermutigt die CNAM die Beschäftigten, sich an die Arbeitnehmervertreter zu wenden, um Schadensmeldungen zu erhalten. Wenn die Arbeitsbedingungen die Ursache einer psychischen Störung sind, ist der Arbeitgeber für die Erstellung der Erklärung eines Arbeitsunfalls verantwortlich. Laut Krankenkassen könnten Arbeitnehmervertreter die Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern erleichtern, so dass die Schritte erfolgreich sein können.  

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Krank durch Job: Frau sitzt erschöpft im Büro
Krank durch den Job: Vor allem Frauen sind betroffen

Eine französische Studie offenbart, wie sehr der Arbeitsplatz psychische Erkrankungen fördern kann - und dass Frauen überdurchschnittlich gefährdet sind.

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