Reiche Frauen: 10 Milliardärinnen und ihre Geschichte

Eine der reichsten Frauen der Welt wird heute 25 Jahre alt - Athina Onassis. Ihr Vermögen wird auf mehrere Milliarden Euro geschätzt. Wir haben einen Blick auf reiche Frauen dieser Welt geworfen.Reich werden - so geht's: Hier stellen wir sieben Milliardäre und ihre Rezepte für Reichtum vor.

Athina Onassis

Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde: Das gilt zumindest für das ehemals reichste Mädchen der Welt, Athina Onassis, Enkelin und Erbin des Vermögens von Aristoteles Onassis. Aus dem Mädchen ist eine junge Frau geworden. Ihr Erbe beläuft sich auf ungefähr 3,1 Milliarden Euro - trotzdem empfindet sie den Reichtum als Fluch: "Das Geld hat nur Unglück über meine Familie gebracht." In ihrer Kindheit verfügte Athina über einen eigenen Privatzoo und angeblich trugen Diener sie durch die Gegend, als sie schon längst laufen konnte. Trotz der verwöhnten Kindheit gilt sie als freundlich und genügsam. Ihre Leidenschaft gilt den Pferden: Sie ist eine erfolgreiche Springreiterin und hat einen Teil ihres Vermögens zum Aufbau einer eigenen Pferdezucht verwendet. Seit 2005 ist sie mit dem Brasilianer Álvaro Alfonso de Miranda Neto verheiratet.

Alice Walton

Save Money. Live better - so lautet das neue Motto des weltgrößten Handelskonzern Wal-Mart. Alice Walton, Tochter des Konzerngründers Sam Walton, lebt mit einem Vermögen von 19, 5 Milliarden Dollar bestimmt besser als andere Leute - reicher als sie ist weltweit nur noch ihre eigene Schwester Christy. Die 60-jährige Alice wuchs in Bentonville, Arkansas, auf. 1988 gründetete sie ihre eigene Firma, die "Llama Copmany", eine Investmentbank. Aber auch sozial engagierte sie sich: Auf ihre Bemühungen hin entstand ein Sommer-Camp, das Kindern aus sozial benachteiligten Schichten die Möglichkeit bietet, die Sommerferien zu verbringen. Heute lebt Alice Walton abgeschieden auf ihrer Ranch in Mineral Wells, Texas und züchtet Pferde - wohl ein beliebtes Hobby reicher Frauen.

Joanne Rowling

Alles Zauberei? Diese Frage wird sich Joanne Rowling am Anfang ihrer Schriftstellerkarriere wahrscheinlich oft gefragt haben. Die alleinerziehende Mutter und Sozialhilfeempfängerin begann 1993 in einem Café an ihrem ersten Band "Harry Potter und der Stein der Weisen" zu arbeiten. Ob diese Geschichte hundertprozentig der Wahrheit entspricht, sei mal dahingestellt - sie passt aber zu dem märchenhaften Aufstieg der Joanne Rowling. Um Sozialhilfe braucht die Autorin sich keine Gedanken mehr zu machen: Auf eine Milliarde Dollar schätzte das "Forbes Magazine" in den Jahren 2004 bis 2007. Insgesamt sieben Bände gibt es mit den Abenteuern des Zauberlehrlings Harry Potter, die Bücher haben längst Kultstatus erreicht und die Verfilmungen lassen das Geld in den Kinokassen klingeln.

Johanna Quandt

Wie angele ich mir einen Millionär? Fragen Sie doch einfach Johanna Quandt. Die frühere Sekretärin hat sich ihren Chef geschnappt: den deutschen Industriellen Herbert Quandt. Sie ist seine dritte Ehefrau und zählt mit einem Vermögen von 5 Milliarden Dollar zu einer der reichsten Frauen Deutschlands und der Welt. Sie hält unter anderem 16,7 Prozent der Anteile am Automobilhersteller BMW. Aber auch sozial engagiert sich die mittlerweile 76-Jährige: 1995 rief sie die Johanna-Quandt-Stiftung ins Leben, wurde 2005 für ihr Engagement um krebskranke Kinder zur Ehrensenatorin der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt benannt und bekam 2009 das Große Bundesverdienstkreuz.

Susanne Klatten

Wie die Mutter, so die Tochter: Johanna Quandts Tochter, Susanne Klatten, verfügt ebenfalls über ein stattliches Vermögen von 7,8 Millionen Euro nebst Anteilen an BMW. Frau Klatten hat aber auch schon die Schattenseiten des Reichtums kennengelernt - sie wurde vor drei Jahren Opfer einer Erpressung. Der Schweizer Helg Sgarbi, mit dem sie eine Affäre hatte, drohte, freizügige Fotos von ihr zu veröffentlichen. Susanne Klatten bewies Mut und zeigte ihren Erpresser an, obwohl sie wusste, dass die Medien diesen Fall ausschlachten würden. 2009 ist Helg Sgarbi zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Oprah Winfrey

Schweigen ist Silber, Reden ist Gold. Getreu diesem Motto handelt die amerikanische Talkshow-Moderatorin uns Unternehmerin Oprah Winfrey, die vor allem durch die "Oprah Winfrey Show" bekannt wurde. Sie hat inzwischen Kultstatus erlangt, kann eine Oscar-Nominierung ihr eigen nennen und war die erste afroamerikanische Milliardärin. Ihr Vermögen wird auf ungefähr 2,5 Milliarden Dollar geschätzt.

Liliane Bettencourt

Sie sind es sich wert - das wird sich auch die Haupt-Anteilseignerin am Kosmetikkonzern L'Oréal, Liliane Bettencourt gedacht haben, deren Vermögen ungefähr 13,4 Milliarden Dollar beträgt. Das Geld alleine nicht glücklich macht, hat Madame Bettencourt am eigenen Leibe erfahren müssen: Ihre eigene Tochter beantragte im Dezember 2009, sie unter Vormundschaft zu stellen. In den Jahren 2001 bis 2007 verschenkte Liliane Bettencourt eine Milliarde Euro an den französischen Fotografen François-Marie Banier. Seitdem herrscht Funkstille zwischen Liliane Bettencourt und ihrer Tochter.

Paris Hilton

Erben will gelernt sein. Paris Hilton hat Glück gehabt, sie ist die zukünftige Erbin des Hilton-Vermögens, das auf 26 Milliarden Dollar geschätzt wird. 2005 betrug ihr Vermögen rund 360 Milliarden Dollar. Paris Hilton ist aber nicht nur "Erbin", sondern auch ein wahres Vermarktungsgenie. Ihre Karriere startete sie als Model, es folgten die Doku-Serie "The real life" und Ausflüge in die Film-Welt. Trotz ihres zur Schau gestellten Partylabels kann Paris auch als Unternehmerin überzeugen. Zusammen mit ihrer Schwester Nicki gründete sie ein Modelabel in Japan, das beträchtliche Gewinne abwirft.

Madeleine Schickedanz

Wie gewonnen, so zerronnen, wird sich Madeleine Schickedanz wohl letztes Jahr gedacht haben. Sie kann 21,5 Prozent der Aktien der Arcandor AG ihr eigen nennen, die 2009 Insolvenz anmelden musste. "Forbes" schätzte das Vermögen im März 2009 gerade noch auf 1 Milliarde Dollar. Ein Tag nach der Anmeldung der Insolvenz waren es nur noch 50 Millionen Euro. Mit ihrer Äußerung, sie müsse seit der Insolvenz von 600 Euro im Monat leben, hatte sie sich viele Sympathien verscherzt.

Shari Arison

Kann Reichtum zu Vorahnungen führen? Das fragt man sich zumindest seit den Memoiren von der reichsten Frau des Nahen Ostens, Shari Arison. Sie besitzt ein Finanzimerpium von 2,7 Milliarden Dollar, inklusive einer Bank, und behauptet, von Zeit zu Zeit Visionen zu haben. Sie könne in die Zukunft schauen, die Tsunami-Katastrophe habe sie ebenso vorausgesehen wie die Finanzkrise. Der in Israel beliebte Fernsehkommentator Motti Kirshenbaum meinte dazu trocken: "Jeder hat das Recht, Stimmen zu hören. Das Problem ist nur: Ich möchte nicht, dass die Bank, auf der ich mein Geld habe, jemandem gehört, der Stimmen hört." Recht hat er.


Text: Anja Rohwer
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