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Johnny Depp: Amber Heard soll ihn wegen Schulden attackiert haben

Johnny Depp am 13. Juli vor Gericht in London.
Johnny Depp am 13. Juli vor Gericht in London.
© imago images/i Images
Johnny Depp soll von seinen Ex-Managern um 650 Millionen Dollar betrogen worden sein. Amber Heard sollen ihn deswegen geschlagen haben.

Die gerichtliche Auseinandersetzung zwischen Johnny Depp (57, "Sleepy Hollow") und der britischen Zeitung "The Sun" fördert neben verstörenden Einblicken in seine gescheiterte Ehe mit Amber Heard (34, "London Fields") auch neue Details zu seinen offenbar maroden Finanzen zu Tage. So soll Depp nicht nur von seinen ehemaligen Managern um 650 Millionen Dollar betrogen worden sein, 2016 soll er auch Steuerschulden in Höhe von 100 Millionen angehäuft haben - was zu einer Auseinandersetzung mit seiner Ex-Frau führte.

Nach dem großen Erfolg des zweiten und dritten Teils der "Fluch der Karibik"-Reihe habe Depp 650 Millionen Dollar verdient gehabt, so der Schauspieler in seiner Aussage vor Gericht, aus der die britische Tageszeitung "The Guardian" zitiert. Nachdem er sein Management entlassen habe, hätte ihm sein neues Teams aber offenbart, dass das ganze Geld weg gewesen sei. Außerdem hätte er dem amerikanischen Fiskus 100 Millionen Dollar geschuldet, da seine ehemaligen Geschäftspartner 17 Jahre lang seine Steuern nicht bezahlt hätten. "Sie haben mein Geld gestohlen", so Depp.

Heard attackierte ihn mit "wilden Schlägen"

Der Hintergrund, warum Depp so detailliert vor Gericht über seine Finanzen Auskunft gibt, ist eine angebliche Auseinandersetzung zwischen ihm und seiner Ex-Frau Amber Heard. Depp behauptet, Heard hätten ihn im Anschluss an die Party zu ihrem 30. Geburtstag (im April 2016) mit "wilden Schlägen" attackiert, nachdem sie erfahren hatte, wie es um Depps Finanzen gestanden habe. Depp selbst habe erst kurz vor der Feier, zu der er dann zu spät eintraf, von seinem Schuldenberg erfahren. Heard behauptet ihrerseits, dass Depp am gleichen Abend eine Magnum-Flasche Champagne nach ihr geworfen und sie an den Haaren gezogen habe.

Der 57-Jährige beteuerte auch am heutigen Prozesstag erneut, niemals gegenüber Heard gewalttätig geworden zu sein. Vielmehr sei Heard der gewalttätige Part in der Beziehung gewesen. Zuvor hatte der "Fluch der Karibik"-Star bereits vor Gericht von einem Vorfall in Australien berichtet. Heard soll damals zwei Wodkaflaschen nach ihm geworfen haben, was ihn ins Krankenhaus brachte. Die zweite habe ihm eine Fingerkuppe abgetrennt und "die Knochen zerschmettert". Seine Ex-Frau streitet das ab. Nach diesem Vorfall habe er "eine Art von Zusammenbruch" gehabt.

Depps Assistent sagt für ihn aus

Gestützt wird Depps Darstellung von seinem ehemaligen Assistenten Stephen Deuters. Dieser sagte heute vor Gericht aus, Heard habe Depp jahrelang "misshandelt". Deuters beschrieb die Schauspielerin zudem als "soziopathisch" und bezeichnete sie als "machiavellistische Herrscherin".

Der Prozess in London läuft seit dem 7. Juli und wurde für drei Wochen angesetzt. Allerdings klagt Depp nicht direkt gegen Heard, sondern gegen den Verlag der Boulevardzeitung "The Sun". Konkret geht es um einen Artikel aus dem Jahr 2018. Darin wurde behauptet, dass der Schauspieler ein "Ehefrauenschläger" sei. Depp bestreitet das. In den USA hat er seine Ex-Frau zudem auf Verleumdung verklagt.

Depp und Heard hatten sich bei den Dreharbeiten zum Film "The Rum Diary" (2011) kennengelernt, 2015 folgte die Hochzeit. Nach nur 15 Monaten Ehe reichte Heard jedoch im Mai 2016 die Scheidung ein. Es folgte eine öffentlich ausgetragene Schlammschlacht, in der beide schwerwiegende Vorwürfe gegen den jeweils anderen erhoben haben.

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