Katherine Heigl: Die Achterbahnfahrt ihrer Karriere

Heute wird Schauspielerin Katherine Heigl 40 Jahre alt - und blickt auf eine Karriere voller Höhen und Tiefen zurück.

Katherine Heigl (40) hat seit dem Beginn ihrer Schauspielkarriere im Jahr 1994 eine beachtliche Laufbahn zu verzeichnen. Große Hollywood-Blockbuster, Gagen in Millionenhöhe und einen Emmy für ihre herausragende Leistung in der TV-Serie "Grey's Anatomy" sind nur einige Meilensteine. Auch privat führt die Schauspielerin, die heute ihren 40. Geburtstag feiert, ein Leben wie im Bilderbuch. Sie sieht umwerfend aus, hat ihren Traummann geheiratet und ist Mutter von zwei adoptierten und einem leiblichen Kind. Dennoch galt sie zeitweise als die meistgehasste Schauspielerin Hollywoods. Ein Rückblick auf das turbulente Leben einer Schauspielerin, die kein Blatt vor den Mund nimmt.

Katherine Heigl, die deutsche und irische Vorfahren hat, wird am 24. November 1978 in Washington D.C. geboren. Sie ist das jüngste von vier Geschwistern, Schwester Margaret ist adoptiert. Im Jahr 1986 stirbt Heigls Bruder Jason im Alter von 15 Jahren an den Folgen eines Autounfalls. Aufgrund dieses Vorfalls engagiert sich Heigl noch heute für Organspenden, da auch sämtliche Organe ihres toten Bruders damals gespendet wurden. Gemeinsam mit ihrer Mutter setzt sie sich außerdem für vernachlässigte Hunde ein und hat selbst die Organisation "Heigl's Hounds of Hope" gegründet.

Karrierestart im Jahr 1992

Ihre Familie war stets strenggläubig und gehörte der Glaubensgemeinschaft der Mormonen an. So war es Heigl nicht erlaubt, vor ihrem 16. Lebensjahr mit Männern auszugehen. Trotz ihres strengen Elternhauses startete Heigl ihre Karriere bereits im Alter von neun Jahren als Kindermodel. 1992 erhielt die angehende Schauspielerin ihre erste Rolle in "Zauber eines Sommers" an der Seite von Juliette Lewis (45). Die erste große Hauptrolle ließ nicht lange auf sich warten: 1994 konnte sie an der Seite von Gérard Depardieu (69) im Film "Daddy Cool" ihr Talent unter Beweis stellen.

Um ihre Karriere voranzutreiben, zog Heigl gemeinsam mit ihrer Mutter nach ihrem High-School-Abschluss im Jahr 1997 nach Los Angeles. Nach einigen Engagements und sogar einem Abstecher ins Horror-Genre folgte ein fester Platz in der Science-Fiction-Serie "Roswell". Am Set lernte sie auch ihren Freund, den Schauspieler Jason Behr (44) kennen, mit dem sie von 1999 bis 2001 liiert war.

Der große Durchbruch mit "Grey's Anatomy"

Den ganz großen Coup landete Heigl allerdings im Jahr 2005. Die Rolle der Dr. Isobel "Izzie" Stevens in der Serie "Grey's Anatomy" verschaffte ihr internationale Bekanntheit und ließ ihre Fangemeinde enorm wachsen. 2007 gewann sie einen Emmy als beste Nebendarstellerin, zweimal war sie für den Golden Globe nominiert. Doch die Bilderbuch-Karriere sollte erste tiefe Risse bekommen.

2007 erschien "Beim ersten Mal" mit Heigl in der Hauptrolle. In einem Interview bezeichnete der Hollywood-Star den Film als sexistisch. Die Komödie sei außerdem ein Film, der "Frauen als humorlose, zänkische Weiber und die Männer als liebenswerte, alberne Typen" darstellt. Heigl wurde erstmals als undankbare Diva angesehen - ein Ruf, den sie mit ähnlichen Aussagen und Auftritten noch untermauerte.

2008 zog sie eine erneute Emmy-Nominierung für "Grey's Anatomy" zurück, weil sie "nicht das Gefühl hatte, in dieser Staffel den Stoff zu haben, der eine Nominierung rechtfertigt". In der Tat machten erste Gerüchte über ein mögliches Serien-Aus die Runde. In der Late-Night-Show von David Letterman (71) beschwerte sich Heigl über einen 17-Stunden-Tag am Set der Arztserie, kurze Zeit später kündigte ihre Pressesprecherin. Katherine Heigl, die unausstehliche Diva?

"Plötzlich hatte ich den Ruf der Zicke weg"

Zum endgültigen Aus bei "Grey's Anatomy" kam es dann im Jahr 2010. Gewollt war das Ende von Heigl nicht, doch die unterschiedlichen Meinungen von ihr und Produzentin Shonda Rhimes (48) seien nicht mehr zu vereinbaren gewesen. Heigl habe sich eine tragendere Rolle gewünscht, doch diese Bitte wurde ausgeschlagen. "Leider habe ich es gewagt, das Skript zu kritisieren. Ich fand einfach, dass die Drehbücher immer lahmer werden - und habe genau das auch angemerkt", erzählte Heigl offen nach dem traurigen Serien-Aus. Die große Hollywood-Karriere ging rapide bergab. Hatte die Schauspielerin während ihrer Zeit als Isobel Stevens noch Hauptrollen in Blockbustern wie "27 Dresses" und "Die nackte Wahrheit" erhalten und teilweise pro Film mehr als 12 Millionen Dollar Gage verbuchen können, so war ihr Ruf in Hollywood nachhaltig ruiniert.

"Plötzlich hatte ich den Ruf der Zicke weg. Und zwar in der gesamten Branche. Wenn ich zu Events kam, wurde ich schräg angesehen, die Medien zerrissen mich", erzählte Heigl. "Auf einmal las ich die sonderbarsten Sachen über mich. Ich hätte eine bestimmte Garderoben-Ausstattung gefordert, die Kostümbildner tyrannisiert - ich wurde zum Monster stilisiert, mit dem niemand mehr arbeiten wollte."

Privates Familienglück

So sehr Heigl beruflich zu kämpfen hatte, so glücklich verläuft ihr Privatleben. 2007 heiratete sie den Musiker Josh Kelley (38), den sie bei einem Musikvideodreh kennengelernt hatte. Zwei Jahre nach der Hochzeit adoptierte das Paar die kleine Naleigh aus Korea. 2012 folgte eine weitere Adoption: Naleigh bekam eine Schwester namens Hope Adalaide Marie. Kurz vor Weihnachten 2016 kam dann Joshua Bishop Kelley Jr. zur Welt - das erste leibliche Kind der Schauspielerin.

Seit dem turbulenten Ausstieg bei "Grey's Anatomy" konnte Heigl keine allzu großen Hollywood-Rollen mehr verzeichnen, die Gerüchte, sie sei launisch, fordernd, unkollegial und unhöflich halten sich noch immer. 2018 war die dreifache Mutter allerdings wieder im TV zu sehen. In der achten und finalen Staffel der Anwaltsserie "Suits" spielt sie Samantha Wheeler, eine neue Partnerin in der Kanzlei Specter Litt. Die Rolle beschreibt Heigl als wahre Traumrolle: "Ich habe nie eine Frau gespielt, die mir ähnlicher ist. Samantha weiß, wer sie ist, was sie will und wie sie es bekommen kann. Sie entschuldigt sich für nichts, das liebe ich an ihr!"

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